Lehr aus Rödgen sichert sich das "Triple" bei den Gaumeisterschaften

Mit dem kleinkalibrigen Sportgewehr (50 m) in den Disziplinen Dreistellungskampf, Liegendkampf und über 100 Meter ist der Schützenkreis Gießen im Gau Vogelsberg weiterhin eine Hochburg. Am Wochenende holte Mario Lehr bei den Gaumeisterschaften gleich drei Einzeltitel nach Rödgen.

(aku) Mit dem kleinkalibrigen Sportgewehr (50 m) in den Disziplinen Dreistellungskampf, Liegendkampf und über 100 Meter ist der Schützenkreis Gießen im Gau Vogelsberg weiterhin eine Hochburg. Am Wochenende holte Mario Lehr bei den Gaumeisterschaften gleich drei Einzeltitel nach Rödgen.

Dreistellungskampf

Im Nachwuchsbereich war der Freienseener Lukas Hofmann mit 266 Ringen nur einen Ring besser als der Zweitplatzierte, B-Junior Florian Wetzold aus Grebenau, und holte den Titel. Nils Körbächer (Annerod, 261) und Christoph Gerlach (Krofdorf-Gleiberg, 254) landeten auf den Plätzen drei und vier. Die B-Juniorinnen hatten in Hannah Rohn (Homberg, 274) zwar ihre beste "Alsfelder" Schützin, doch wie die meisten Landes- oder Nationalkaderschützen ging sie aus Termingründen zeitversetzt und daher nur außer Konkurrenz an den Start. Franziska Carle (Nieder-Ohmen, 262) und Vanessa Hofmann (Lich, 252) waren die Besten in dieser Wertung.

Ein packendes Duell lieferten sich Ursula Tillner (281) und Yvonne Jansen (279) aus Leihgestern. Zusammen mit Christina Schmücker (262) holten die beiden nicht nur den Einzeltitel sondern auch den Mannschaftstitel mit hervorragenden 822 Ringen nach Leihgestern. Die Damen-Altersklasse war fest in der Hand der Schützinnen aus Gießen. Gisela Nauheimer-Krüger (271) vor Angela Rauch (263) und Astrid Heide-Korzen (260) lautete die Platzierung der besten drei.

In der männlichen Jugendklasse holte Maximilian Bauer (249) den Titel vor Felix Schönfeld (248, Lich) und seinem Mannschaftskameraden Johannes Krusch (233) nach Heuchelheim. Außer Konkurrenz trafen bei den weiblichen Jugendlichen Janina Becker (277) und Selina Kraus (274) für Ernsthausen die meisten Ringe. In der Wertung waren Jennifer Uhlig (252) und Theresa Sophie Dörr (250) aus Stangenrod die beiden Besten.

Seit Wochen befindet sich indes der Rödgener Mario Lehr in Bestform. Als einziger übertraf er die magische 280er Grenze und schoss 285 Ringe. 100 Ringe im Liegendanschlag, das Optimum, waren ein Auftakt nach Maß. Den entscheidenden Vorsprung vor seinen Konkurrenten sicherte er sich jedoch durch tolle 94 Ringe im Stehendanschlag. Als bester Kniendschütze erwies sich Gerrit Knöss. Der Stangenroder traf in der letzten der drei Anschlagsarten 95 Ringe und damit sogar zwei Ringe mehr als im Liegendanschlag. Mit diesem tollen Schlussspurt verbesserte er sich noch von Platz sechs auf drei. Einen Ring mehr als Gerrit Knöss hatte Matthias Leuning getroffen. Der Rödgener rangierte von Anfang auf Platz zwei und verteidigte diesen durch gute 93 Ringe im Kniendanschlag bis zum Ende. Der dritte Rödgener, Oliver Schmidt, belegte mit 275 Ringen Platz fünf. Hinter Christian Sommerlad (Platz sieben, Annerod, 273) belegten Gunter Kratz (Ruppertenrod, 273) und Christian Schmitt (Kleinlinden, 273) ringgleich Platz acht.

Die Herren der Altersklasse lieferten sich auf den vorderen Plätzen einen spannenden Wettkampf. Bei Ringgleichheit (268) musste das bessere Kniendergebnis die Entscheidung bringen. Karlheinz Poth aus Laubach war in dieser Anschlagsart mit 93:92 um einen Ring besser als sein direkter Konkurrent Dirk Hofmann aus Freienseen. Mit 266 Ringen ging Platz drei an Siegbert Merz aus Ruppertenrod. Axel Schürmann (Annerod, 264), Peter Törner (Fronhausen,264) und Harald Friedrich (Annerod, 264) belegten ringgleich die Plätze vier bis sechs.

Liegendkampf

Nicht nur um den Einzeltitel sondern auch im Kampf um den Mannschaftstitel in der Disziplin KK-Liegendkampf schenkten sich die Starter aus Rödgen, Stadtallendorf und Ruppertenrod nichts. Um sich vor Gunter Kratz (Ruppertenrod, 587) den Einzeltitel der Schützenklasse zu sichern, musste sich Mario Lehr (Rödgen, 590) schon mächtig ins Zeug legen. Hinter Stefan Beeri (Stadtallendorf, 584) verfehlten Oliver Schmidt (Ruppertenrod, 583) und Matthias Leuning (Rödgen, 582) das Siegertreppchen nur hauchdünn. Der Mannschaftstitel ging derweil mit 1748 Ringen an Rödgen.

Die Herren-Altersklasse dominierte Michael Hohenberg (Niederklein, 587) überlegen. Als zweiter sicherte sich Harald Friedrich (Annerod) mit 579 Ringen das Ticket für die Landesmeisterschaft. Mit beachtlichen Leistungen warteten auch die Senioren im Liegendkampf auf. Die ersten beiden Ränge eroberten Peter Gerhard Kolb (Annerod, 587) und Manfred Schreiner (Freienseen, 586).

100 m Stehend

In der Disziplin KK-100 m werden im Stehendanschlag 30 Wettkampfschüsse abgegeben. Die Damenklasse dominierte dabei Janina Becker aus Ober-Breidenbach mit großem Vorsprung. Die Kaderschützin kam bei ihrem Titelgewinn bis auf einen Ring an die Bestleistung der Schützenklasse heran. Auf die 294 Ringe (97-98-99) kann sie so zu Recht stolz sein. Auch die 281 Ringe von Maike Philipp (Nieder-Ohmen) und selbst die 274 Ringe von Ramona Jost (Stangenrod) sind noch sehr ansprechende Leistungen.

Wie schon im Liegendwettbewerb und im Dreistellungskampf war Mario Lehr auch in dieser Disziplin der Beste in der Schützenklasse. Insgesamt traf er 295 von 300 Ringen. Die Serien 99-99-97 zeigen seine beeindruckende Treffsicherheit. Am nächsten kamen dem Rödgener mit jeweils 290 Ringen (96-97-97) noch Oliver Schmidt (Homberg) und Jens Anders (Stangenrod).

In der Herren-Altersklasse gelang Harald Friedrich aus Annerod ein Start nach Maß. Mit 97 und 95 in den ersten beiden Serien hatte sich der Anneroder einen Fünf-Ringe-Vorsprung erkämpft. In der Schlussserie drehte Dirk Hofmann den Wettkampf aber noch zu seinen Gunsten. Der Altersschütze aus Freienseen traf in seiner dritten Zehnerserie herausragende 98 Ringe und gewann mit 285 Ringen noch den Gaumeistertitel vor Friedrich. Auch bei den Senioren musste die bessere letzte Serie über die Vergabe des Gaumeistertitels entscheiden. Hier hatte Karlheinz Rühl (Ruppertenrod, 278) mit 94 Ringen zwei Ringe mehr geschossen als Manfred Schreiner aus Freienseen. Tolle 95 Ringe in der letzten Serie brachten Georg Kiedrowski aus Lich bis auf einen Ring an die beiden führenden heran. Mit 277 Ringen wurde er Dritter vor Heinz Deubel (Ruppertenrod, 268).

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