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Doris Zülch

Ein Leben mit dem Sport

  • vonKlaus-Dieter Jung
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(rc/ra). Doris Zülch konnte dieser Tage an ihrem 80. Geburtstag auf ein bewegtes, ereignisreiches und von Erfolgen begleitetes (Sportler-)Leben zurückschauen. Im Gießener Ortsteil Lützellinden ist sie seit Jahrzehnten aus dem Vereinsleben des TV bzw. TSV nicht wegzudenken. Ob als Bundesliga-Obfrau in den 80er-Jahren oder parallel und noch bis heute als Turn- Übungsleiterin.

In Lützellinden kam sie mit Mädchennamen Hoßbach zur Welt. Ein halbes Jahr nach ihrer Geburt verstarb ihre Mutter. Drei Jahre später fiel der Vater in Russland. Die Jubilarin wuchs mit zwei Geschwistern bei der Stiefmutter und den Großeltern in ihrem Elternhaus auf. Nach dem Besuch der Volksschule begann sie eine Ausbildung im gehobenen Dienst beim Arbeitsamt am 1. April 1958. Die Verwaltungsamtsrätin i. R. war eine der ersten Frauen im Gießener Amt, denen Führungsaufgaben übertragen wurden.

Die Lützellindenerin ist seit über 60 Jahren im TSV Lützellinden, früher TV Lützellinden, engagiert. Sie spielte in der Gründermannschaft 1958 Frauenhandball. Elf Jahre zählte sie neben der Übungsleiterin Turnen Mädchen auch zum Vorstand. Von 1982 bis 1989 war sie die Betreuerin für die Handball-Frauenmannschaft aus und war Bundesligaobfrau. Damals feierten die Lützellindener Handballfrauen große nationale und internationale Erfolge - und das ganze Dorf stand hinter der Mannschaft.

Noch heute nimmt die aktive Sportlerin eine Tätigkeit als Übungsleiterin der Seniorengruppe wahr, 1992 gehörte sie zu deren Gründerinnen. Die Verdienstnadel des Landessportbundes Hessen ist eine der vielen Ehrungen, auf die Doris Zülch gerne zurückblickt und die ihr jahrzehntelanges Engagement im Sport würdigen. Verheiratet ist die Neu-Achtzigerin mit Peter Zülch. Gerne besuchen die Enkel Lena und Fabian die Jubilarin, die glücklich ist, dass die Tochter mit ihrer Familie wieder in Lützellinden wohnt. F: RC

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