"LAZ Gießen – die neue Sprinthochburg"

(ras) Die heimische Erfolgsbilanz bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in der Altersklassse U20 und U16 ist kaum noch zu toppen. Denn durch Ann-Christin Strack über 60 m, 200 m und über die 60 m Hürdendistanz sowie Costa Laurenz über 60 m und 200 m sammelten U20-Jugendliche des LAZ Gießen in Frankfurt-Kalbach gleich fünf Landestitel.

Zudem setzte das LAZ mit Hürdensieger Christopher Nagorr und dem zweifachen Titelträger Nico Gremm weitere Ausrufezeichen im U16-Bereich. In der weiblichen U16 lief Johanna Heibrock von der LG Wettenberg zudem zu Gold über 2000 m und Merlin Mühl von den TSF Heuchelheim gewann gemeinsam mit Mona Gottschämer (Neu-Isenburg) den Hochsprung der W14.

Nach der Dominanz des LAZ Gießen in den Sprintdisziplinen lautet die Schlagzeile beim Meisterschaftsfazit des Hessischen Leichtathletikverbandes: "LAZ Gießen – die neue Sprinthochburg". Dabei war es nicht nur die Zahl der Siege. Mehr noch beeindruckte, dass sämtliche Titel mit persönlichen Bestzeiten erzielt wurden. Costa Laurenz steigerte sich am Samstag im 60-m-Finale auf 6,93 s und ließ am Sonntagmorgen im 200-m-Zeitlauf mit 21,78 s eine weitere deutsche Spitzenzeit im Jugendbereich folgen. In einem tollen 60-m-Finale der weiblichen U20 sprintete Ann-Christin Strack mit 7,67 s zum Titel vor Theresa Schacht (Reinhardswald/7,70) und Lisa Mayer (7,77) von der LG Langgöns/Oberkleen, die eigentlich der U18 angehört. Über 200 m (24,82 sowie über die Hürden mit 8,68 s im Vorlauf und 8,70 s im Finale) bewies Strack ihre Zugehörigkeit zur nationalen Jugendspitze.

Hinter seinem früheren Teamkameraden Laurenz landete der Kleinlindener Issam Ammour (LG Wetzlar) in 7,07 s auf Platz zwei des 60-m-Hallensprints. Vom LAZ Gießen zur TGS Niederrodenbach ist Tobias Kretzschmar gewechselt. Der Ebersgönser gewann den Kugelstoß der U20 mit national beachtlichen 16,35 m. Mit Julia Gerter verzichtete eine weitere Medaillenhoffnung des LAZ Gießen auf die Teilnahme am Weitsprung der U20. Dazu erklärter ihr Trainer Philipp Schlesinger (Pohlheim): "Julia ist leicht angeschlagen, und ich möchte nicht riskieren, dass sie sich eine Verletzung holt." So siegte die Frankfurterin Maryse Luzolo unbedrängt mit einer weiteren deutschen Spitzenleistung von 6,32 m. Im Dreisprung der Altersklasse kam der B-Jugendliche Felix Repp (LGLO) mit 12,48 m auf den Bronzerang. Mit Lisa Mayer, Jennifer Maedicke, Verena Keßler und Friedericke Rawe wurde die 200-m-Staffel der LGLO in 1:48,51 min Vierte. Auch im Dreisprung musste sich Maedicke bei der Weite von 10,44 m mit Platz vier begnügen.

In der Klasse M15 war Nico Gremm auf der Hallengeraden nicht zu schlagen. Gremm ließ im Zwischenlauf über 60 m flach mit 7,49 s die beste Zeit auf der Zielanzeige aufleuchten und verwies auch im Finale den Niederrodenbacher Daniel Schilling (7,59) in 7,48 s auf den Silberplatz. Mit der zweitbesten Vorlaufzeit von 8,88 s ging Nico Gremm in das Hürdenfinale. Nach einem schwachen Start gelang dem LAZ-Nachwuchssprinter vom Stammverein TSG Lollar ein toller Lauf, und er gewann in 8,67 s vor dem Wiesbadener Daniel Renninger (8,74). In der gleichen Altersklasse überfloppten Robin Katzer (ebenfalls LAZ Gießen) und Robert Schmidt (LG Wettenberg) die Höhe von 1,66 m und belegten damit hinter Matthis-Leon Wilhelm (Frankenberg/1,69) die Plätze zwei und drei.

Bestzeiten durch Christopher Nagorr

In der M14 wurde Christopher Nagorr (LAZ) seiner Favoritenrolle über die Hürden gerecht. Nach der Vorlaufbestzeit von 9,30 s siegte er unbedrängt mit einer Steigerung auf die neue persönliche Bestleistung von 9,00 s. Im Weitsprung gewann Nagorr mit 5,47 m Silber. Mit Silber wurde auch sein Vereinsgefährte Niklas Harsy dekoriert, der sich neben Rang zwei auf der 800-m-Distanz (2:16,88) über 3000 m (10:23,22) nach einem starken Finish zusätzlich Bronze erkämpfte.

Daniel Kraft von der LG Wettenberg trat im Stabhochsprung an und wurde mit übersprungenen 2,30 m als Fünfter zur Ehrung gerufen.

Einen bestens eingeteilten 2000-m-Lauf zeigte Johanna Heibrock von der LG Wettenberg in der W15. Lange Zeit auf Platz zwei laufend, trumpfte Heibrock auf den letzten Runden mächtig auf und gewann souverän in 7:12,20 Minuten.

Zwei Siegerinnen im Hochsprung

Richtig spannend verlief der Hochsprung in der W14, denn Merlin Mühl (TSF Heuchelheim) und Mona Gottschämer (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm) absolvierten auch bei den Fehlversuchen sämtliche Höhen im Gleichschritt. So siegten beide Athletinnen mit übersprungenen 1,54 m. Für ein beachtliches Programm hatte die Heuchelheimerin Nadine Luthardt (LG Wetzlar) gemeldet. Die Liebigschülerin wurde über 60 m Hürden hinter Julia Mol (Wiesbaden/9,23) in 9,31 s Zweite und sprintete über 60 m flach in 8,20 s auf den dritten Podestplatz. Auf der 300-m-Distanz kam Luthardt in 44,24 s auf den vierten Rang.

Über die 2000 m der W14 trat Franziska Bock (LAZ Gießen) an die Startlinie. Die eigentlich der W13 angehörende Alten-Bu- seckerin hielt lange an der Spitze mit und erkämpfte sich in 7:27,76 min einen guten fünften Urkundenplatz.

Bei den zeitgleich ausgetragenen hessischen Meisterschaften im Winterwurf im Stadion an der Hahnstraße setzte sich Rouven Höfer (LAZ) im Speerwurf der Männer gegen Christian Bürkel (Kelsterbach/48,51) durch und gewann mit 50,97 m. Lukas Rückel (ebenfalls LAZ/60,47) warf den Speer in der U20 hinter Dauergegner Hendrik Nungeß (Neu-Isenburg/62,38) auf den zweiten Rang.

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