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Die HSG Lumdatal blieb in der 3. Handball-Liga der Frauen mit dem 20:24 auch im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf sieglos. Leonie Berger (l.) und Silvia Szücs (r., beide Düsseldorf) verteidigen gegen Lumdatals Madeleine Müller (13).

0:9-Lauf verheerend

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Die HSG Lumdatal hat der ersten Saisonsieg in der 3. Frauenhandball-Liga D verpasst. Und zwar deutlich! Nach einem ebenso frühen wie verheerenden 0:9 -Lauf (!) bog das Team von Trainer Marcel Köhler im zweiten Heimspiel der Saison schnell auf die Verliererstraße ein und musste sich Fortuna Düsseldorf am Ende mit 20:24 (8:12) geschlagen geben.

Damit rutschten die Mittelhessinnen vor dem nun folgenden spielfreien Wochenende auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

»Es klingt nach Niederlagen ein wenig paradox, aber wir haben uns im Angriff wieder gesteigert im Vergleich zu den Vorwochen, hatten eine höhere Passgeschwindigkeit und haben das, was wir uns vorgenommen haben, wirklich gut umgesetzt. Über die Deckung müssen wir gar nicht sprechen, die war - von den ersten Minuten abgesehen - richtig gut. Uns brechen einfach immer wieder die einfachen technischen Fehler das Genick, durch die wir ganz billige Tore durch Gegenstöße kassieren«, analysierte HSG-Coach Köhler.

Dabei kamen die Lumdataler Damen zunächst gut ins Spiel, nach drei Minuten hatte Rechtsaußen Doreen Schlapp zur 3:1-Führung eingeworfen. Damit hatte sich das, was sich im HSG-Angriff bis zur 16. Minute abspielte, als Anna-Maria Hilbrich erst der nächste Treffer für die Gastgeberinnen gelang, überhaupt nicht abgezeichnet. Doch im Angriff reihten sich nun urplötzlich Fehler an Fehler, und weil die Deckungsarbeit in den nächsten Minuten auch nicht passte, zog Düsseldorf bis auf 10:3 (!) davon.

Immerhin lief das Angriffsspiel nach Hilbrichs Treffer zum 4:10 dann besser, bis kurz vor der Pause kämpfte sich Lumdatal sogar auf 8:11 durch Svenja Mohr (26.) heran. In diesen Wellentälern verlief dann zunächst auch die zweite Halbzeit, denn nachdem die Köhler-Sieben beim 10:16 (39.) wieder deutlich ins Hintertreffen geraten war, keimte nach einem 3:0-Lauf und Katha Smajeks 13:16 (43.) immerhin wieder Hoffnung auf.

Doch die war dann ebenso schnell wieder verflogen, wie sie gekommen war, da Düsseldorf keine Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen ließ und durch einen Doppelpack von Clara Engel entscheidend auf 20:14 (51.) davonzog. In der Schlussphase gelang Lumdatal nur noch Ergebniskosmetik.

»Düsseldorf hat wirklich eine richtig gute Mannschaft, die unsere Fehler auch gnadenlos ausgenutzt hat. Positiv ist zu sehen, dass wir uns trotz klarer Rückstände nie aufgeben und uns immer wieder herankämpfen«, war Köhler trotz der dritten Saisonniederlage nicht unzufrieden.

HSG Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (2/1), Hilbrich (1), Schlapp (3), Franziska Müller, Mohr (2), Schneider (3), Schwabauer, Hasenkamp (5/5), Madeleine Müller, Parma (2), Bulling, Smajek (2).

Fort. Düsseldorf: Happe, Jackstadt, Watermeier - Otten (2), Münch, Engel (5), Klinnert (4), Bergschneider (1), Wittwer, Szücs (3), Herbak (1), Freude (1), Knippert, Heinrichs (1), Steinhausen (3), Berger (3/2).

Im Stenogramm/ SR.: Hartmann/Hennekes (Dortmund). - Zuschauer: 125. - Zeitstrafen: 10:12 Minuten. - Siebenmeter: 8/6:3/2.

Enttäuschung nach der 20:24-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf bei den Spielerinnen der HSG Lumdatal.

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