Last-Minute-Wahnsinn in Alzenau

(grm). Last-Minute-Wahnsinn in Alzenau! Bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit sah es so aus, als ob Eintracht Stadtallendorf im Kellerduell bei Bayern Alzenau die 15. Saisonniederlage in der Fußball-Regionalliga Südwest erleiden würde - bis Malcolm Philipps mit einem traumhaften Freistoß aus knapp 30 Metern zum umjubelten 1:1 ausglich.

»Natürlich hilft der Punkt weder uns noch Alzenau besonders viel. Dennoch war der späte Ausgleich hochverdient und ist enorm wichtig für die Moral«, freute sich Eintracht-Teammanager Norbert Schlick über den Punktgewinn.

In der ersten Halbzeit, die hauptsächlich durch den kämpferischen Einsatz beider Mannschaften und Chancenarmut geprägt war, gingen die Gastgeber in der 15. Minute durch Patrick Kalata in Führung. Dieser konnte eine Hereingabe von der rechten Seite unbedrängt annehmen und schoss platziert ins linke untere Eck ein.

Die Eintracht kam erst in der zweiten Halbzeit besser in die Partie und erspielte sich schnell Gelegenheiten: Nur eine Minute nach Wiederanpfiff musste Alzenaus Torhüter Bilal Jomaa Zabadne einen Distanzschuss von Amar Zildžovic um den Pfosten lenken, Jascha Döringer setzte einen Kopfball nur knapp übers Tor und auch Laurin Vogt traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (54./57.)

Der größte Ärger für Stadtallendorf ereignete sich allerdings in der 80. Minute, als der Mannschaft wie schon gegen Stuttgart ein klarer Elfmeter verwehrt wurde: »Ein offensichtliches Handspiel. Der Schiedsrichter hat sich später entschuldigt, weil er es nicht gesehen hat, aber der Linienrichter hätte das sehen müssen«, äußerte Schlick sein Unverständnis über die Entscheidung.

Auf der Gegenseite hatte Alzenau die Riesenchance zum 2:0, doch der freistehende Mingi Kang trat vor dem leeren Tor über den Ball (83.). Mit der letzten Aktion des Spiels sorgte schließlich Philipps für den gerechten Ausgleichstreffer.

TSV Eintracht Stadtallendorf: Abramowicz - Gaudermann, Fisher, Phillips, Schütze (80. Heuser) - Döringer, Zildžovic, Bartheld (58. Arifi) - Geisler (58. Schadeberg), Williams, Vogt.

Im Stenogramm: 1:0 (15.) Kalata, 1:1 (90. +6) Philipps. - SR.: Lämmle (Kernen).

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