HSG Kleenheim-Langgöns vor der neuen Drittliga-Saison (hintere Reihe, v. l.): Neira Midzic, Emelie Bachenheimer, Lara Eiskirch, Nele Barnusch, Franziska Dietz, Kira Suchantke, Ann-Sophie vom Hagen, Caro Fischer; mittlere Reihe (v. l.): Elena Schuch, Tanja Schorradt; vordere Reihe (v.l.): Dominik Conrad, Christiane Bork-Werum, Madeleine Buhlmann, Kim Winkes, Lisa Kiethe, Celina Rüspeler, Nina Eggers, Vanessa Bork, Oliver Schuch, Trainer Marc Langenbach, Andreas Schnelle. Es fehlen: Katharina Weber, Rixa Hahn. FOTO: VOGLER
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HSG Kleenheim-Langgöns vor der neuen Drittliga-Saison (hintere Reihe, v. l.): Neira Midzic, Emelie Bachenheimer, Lara Eiskirch, Nele Barnusch, Franziska Dietz, Kira Suchantke, Ann-Sophie vom Hagen, Caro Fischer; mittlere Reihe (v. l.): Elena Schuch, Tanja Schorradt; vordere Reihe (v.l.): Dominik Conrad, Christiane Bork-Werum, Madeleine Buhlmann, Kim Winkes, Lisa Kiethe, Celina Rüspeler, Nina Eggers, Vanessa Bork, Oliver Schuch, Trainer Marc Langenbach, Andreas Schnelle. Es fehlen: Katharina Weber, Rixa Hahn. FOTO: VOGLER

Last auf junge Schultern verteilen

  • vonMarc Steinert
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Die HSG Kleenheim- Langgöns geht stark verjüngt in die neue Saison der 3. Handball-Liga der Frauen. Ohne Stina Karlsson zählt das Team von Trainer Marc Langenbach nicht mehr zum Kreis der Topmannschaften.

Mit einem Heimspiel gegen einen der Titelfavoriten steigt die HSG Kleenheim-Langgöns am 18. Oktober in den Spielbetrieb der 3. Frauenhandball-Liga Mitte ein. Um 17 Uhr tritt dann die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim beim Team von Trainer Marc Langenbach, für den Trainer und dessen Mannschaft geht dann eine extrem lange Zeit des Trainingsbetriebes zu Ende.

Denn nach dem Lockdown im März mussten sich die Kleebachtalerinnen ja zunächst privat fit halten, da eine Fortsetzung der Drittliga-Spielzeit 2019/20 im Raum stand. Nach quälend langen Wochen wurde die Saison erst im Mai abgebrochen, in der Folge wechselten sich Pausen und Vorbereitungswochen ab, ehe der verschobene Saisonstart die punktspiellose Zeit noch weiter verlängerte.

"Das hat sowohl für mich als Trainer als natürlich auch für das gesamte Team eine große Herausforderung dargestellt. Da muss ich meiner Mannschaft auch ein Lob aussprechen, wie sie in dieser Zeit trainiert hat und ehrgeizig ihre Ziele verfolgt hat. Aber jetzt sind wir auch froh, dass es endlich wieder um Punkte gehen kann", führt der SGK-Coach aus.

Dieser musste im Sommer den Abgang von Mittelspielerin Stina Karlsson verkraften, auch Lisa-Marie Kneller wird dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen. Was darin begründet liegt, dass sowohl Karlssons Freund (Markus Stegefelt) als auch Knellers (Björn Zintel) in der kommende Spielzeit nicht mehr für den Männer-Zweitligisten TV Hüttenberg auflaufen. Für den Rückraum schloss sich schon zu Jahresbeginn Neira Midzic ("Sie ist stark im Zweikampf, sehr athletisch und daher eine echte Verstärkung", Langenbach) an. Von der HSG Bensheim/Auerbach wechselt zudem Lara Eiskirch ins Kleebachtal, nach bereits zwei Kreuzbandrissen will die 18-Jährige, die flexibel einsetzbar ist, aber wohl zunächst für die Linksaußenposition angedacht ist, nochmal angreifen. "Stina ist natürlich eine individuell überragende Spielerin gewesen. Sie hat immer viel Verantwortung übernommen, unser Ziel musste es nun sein, diese auf die Schultern mehrerer Spielerinnen zu verteilen", betont Langenbach, der sich mit der Vorbereitung seiner Mannschaft sehr zufrieden zeigt. Einzig das letzte Testspiel gegen die HSG Wettenberg ging in die Hose. "Das weiß die Mannschaft auch, dass das nichts war, aber da eine misslungene Generalprobe meist eine gelungene Premiere bedeutet, werte ich das mal als ein gutes Zeichen. Zumal es auch sonst nichts zu beklagen gibt, auch bei den Trainingslagern hat das Team toll gearbeitet", berichtet der Kleenheimer Trainer.

Die Premiere, genau genommen die ersten Wochen der neuen Saison, haben es aber ins sich. Denn nicht nur Mainz-Bretzenheim, das sich zum Auftakt in Oberkleen vorstellt, wird hoch eingeschätzt, mit der TSG Eddersheim, Germania Fritzlar, der HSG Gedern/Nidda und dem SC Markranstädt warten in den ersten fünf Partien allesamt Teams auf die Kleenheimerinnen, die in der Vorsaison Top-Plätze belegt haben.

"Das ist natürlich ein richtig knackiges Auftaktprogramm, Mainz-Bretzenheim und Eddersheim zählen für mich sogar zu den absoluten Meisterschaftsfavoriten", führt Langenbach aus, schiebt aber gleich noch hinterher. "Dennoch weist du ja am Anfang nie genau, wo du stehst, besonders nicht nach dieser extrem langen Pause. Am Anfang solche Mannschaften als Gegner zu haben, ist vielleicht besser, als später, wenn sie in ihrem Lauf sind. Und zu verlieren haben wir in diesen Spielen auf jeden Fall nichts!"

Im Vergleich zu einigen Spielzeiten in den letzten Jahren, als die HSG Kleenheim-Langgöns selbst zu den Topmannschaften der 3. Liga gehörte und eine Platzierung an der Tabellenspitze angestrebt hatte, sorgt die deutliche Verjüngung des Teams, mit der schon vor der vergangenen Spielzeit begonnen wurde, dafür, dass die Ziele natürlich mittlerweile bescheidener formuliert werden. Ob vieler richtig starker Mannschaften im Zwölfer-Feld gibt Langenbach daher aus, "dass es für uns nur darum gehen kann, den Klassenerhalt möglichst frühzeitig klarzumachen. Wir haben eine junge Truppe mit reichlich Potenzial, die aber auch noch ab und an Fehler macht und auch machen soll. Das gehört zum Lernprozess einfach dazu."

Personell können die Kleenheimerinnen fast in Bestbesetzung starten, einzig der kürzlich erlittene Innenbandanriss der erfahrenen Tanja Schorradt ist ein herber Schlag ins Kontor. Sie wird noch einige Wochen fehlen.

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