Lara Matheis DM-Fünfte

(jth) Die 69. Deutschen U 23-Meisterschaften in Kandel sorgten wieder für gute Ergebnisse der heimischen Leichtathletik-Asse. Mit Lara Matheis (TSG Wieseck), Ann-Christin Strack und Costa Laurenz (beide LAZ Gießen/MTV Gießen) erreichten gleich mehrere die Finals und konnten sich dort zum Teil ausgezeichnet präsentieren.

Am Samstag standen für die Sprinter die 100 m auf der Wettkampfliste und Costa Laurenz vom LAZ Gießen/MTV 1846 Gießen konnte nach der Bronzemedaille von letzter Woche überraschend den Endlauf erreichen. Trotz Startproblemen im Vorlauf und verstärkter Konkurrenz im Zwischenlauf bot der Abiturient der Friedrich-Feld-Schule jeweils mit 10,82 Sek. eine super Zeit an und qualifizierte sich damit für das Finale der besten acht deutschen Sprinter. "Mein Ziel war der Endlauf. Hier habe ich dann bei meinem Trainer für einen deutlich erhöhten Puls gesorgt. Ich verursachte einen Fehlstart, der jedoch glücklicherweise ohne eine Disqualifikation gewertet wurde. Der zweite Start war dann jedoch mäßig und die zweite Teilstrecke nicht so locker. Mit den erzielten 10,85 Sekunden und Rang acht kann ich super zufrieden sein", so Costa Laurenz. Für den Hüttenberger Patrick Wagner, der die Spikes für die LG Wetzlar schnürt, war leider nach dem Vorlauf schon Schluss, denn 10,98 Sek. reichten nicht aus, um den Zwischenlauf zu erreichen.

Lara Matheis (Wieseck) und auch Ann-Christin Strack (Gießen) waren am Samstag in Kandel im 100-m-Sprint aktiv. Strack zeigte im dritten Vorlauf mit 12,09 Sek. eine gute Leistung, verzichtete jedoch auf den Zwischenlauf. "Leider musste sie auf diesen verzichten, weil sie starke Kopfschmerzen beeinträchtigten. Vermutlich sind diese auch noch durch den herben Sturz im Hürden-Endlauf der Jugendmeisterschaften des letzten Wochenendes geschuldet", so Trainer Markus Czech. Im gleichen Vorlauf war auch Lara Matheis vertreten. Die Athletin von Elmar Knappik konnte sich mit 12,15 Sek. im Vorlauf für den Zwischenlauf qualifizieren, wo sie dann jedoch mit 12,27 Sek. hängen blieb.

Auch der Sonntag stand dann wieder im Zeichen der Sprints. Costa Laurenz konnte sich nach ausgezeichneten 21,55 Sek. für das B-Finale der 200 m qualifizieren und verfehlte nur um eine Hundertstel das A-Finale. Patrick Wagner blieb leider mit 21,90 Sek. erneut im Vorlauf hängen. Mit 21,48 Sek. konnte sich dann Costa Laurenz im B-Finale noch mal ausgezeichnet in Szene setzen und den Lauf gewinnen. "Er ist super gelaufen und nur zwei Hundertstel über der Zeit von letzter Woche (21,46) geblieben.

Im Ergebnisspiegel hat er die viertschnellste Zeit aller Teilnehmer im A+B-Endlauf angeboten. Als jugendlicher Sprinter, der erst nächstes Jahr der U 23-Altersklasse angehören wird, ist das sehr beachtlich", so Czech.

Lara Matheis, die vor Kurzem ihr Fachabitur absolviert hat und einen Ausbildung in der Sportbranche anstrebt, startete mit einer Leistung von 24,57 Sek. ausgezeichnet in den zweiten Wettkampftag und konnte sich damit für das A-Finale qualifizieren. Die Sprinterin aus Watzenborn-Steinberg, mit einer Bestzeit von 24,39 Sek., zeigte dann ein engagiertes Rennen und belegte mit 24,88 Sek. einen ausgezeichneten fünften Rang. Es siegte hier Eva Bauer (VfL Sindelfingen) in 23,84 Sek. "Ja, ich bin mit der Zeit und der Platzierung zufrieden. Im Endlauf war ich zum Schluss jedoch sehr platt", so die kurze Info, die Lara Matheis über Facebook mitteilte.

Ann-Christin Strack kam in ihrem 100-m- Hürden-Vorlauf schwer in Fahrt, konnte sich jedoch mit 14,25 Sek. für das Finale der besten U 23-Hürdenläuferinnen qualifizieren. "Ich war mir nach dem Vorlauf noch nicht sicher, wie sich der Sturz der letzten Woche auf ihr Befinden in Extremsituationen auswirkt. Wir haben fast die ganze Woche pausiert und minimale Belastungen im Training absolviert. Sie ist voll ausgeruht und kann Großes leisten, wenn sich das diagnostizierte leichte Schleudertrauma in ihrem Nacken nicht als hinderlich erweist", so Czech zu den Aussichten. Das Finale gestaltetet sich auf den ersten vier, fünf Hürden ausgezeichnet und Ann-Christin Strack lag sogar in Front. Doch an der achten Hürde kam sie leider ins Straucheln, sie blieb mit dem Nachziehbein an der Hürde hängen, kam aus dem Rhythmus und musste dass Rennen aufgeben. Es gewann Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) in 13,68 Sek. "Schade, denn wäre An-Christin durchgekommen, wäre sogar der Titel drin gewesen. Ihr steht die Zukunft offen. Leider konnten wir diesmal die Chance nicht nutzen, eine vordere Platzierung nach Gießen zu holen", so Markus Czech.

Theresa Pohl von der LG Wettenberg ist mit einer klaren Zielvorstellung in den Speerwurfwettkampf gegangen. "Ich möchte entweder in den Endkampf einziehen, was eine Steigerung zum Jahr wäre, oder eine gute Weite erzielen (über 46 m). Beides zu erreichen, wäre natürlich auch super", so die angehende Physiotherapeutin. Pohl startete mit 41,34 m und ließ im dritten Versuch 43,22 m folgen, doch leider reichte dies nicht zum Finaleinzug der letzten acht Speerwerferinnen. Es gewann Sarah Mayer (SC Potsdam) mit 56,20 m.

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