Langgöns/Dornholzhausen krönt tolle Saison

Freudestrahlend lagen sich die B-JugendHandballerinnen der SG Langgöns/Dornholzhausen nach dem Schlusspfiff in den Armen. "Es ist unbeschreiblich, weil man so lange darauf hingearbeitet hat - und das ist jetzt die Belohnung", sprudelte es aus Katja Schön heraus. Sie und ihre Mitspielerinnen haben die Handball-Hessenmeisterschaft gewonnen. Nach einem deutlichen 14:6-Sieg über den TV Flieden behielt die Truppe von Trainer Peter Tietböhl auch in der zweiten Partie gegen die SG Bruchköbel mit 14:12 die Oberhand.

Nicht ganz gereicht hat es indes für die HSG Wettenberg in der Konkurrenz der weiblichen Jugend A. Im entscheidenden Siebenmeterwerfen hatte die Mannschaft von Coach Ralf Schmitz das Nachsehen gegen die HSG Dietzenbach.

Weibliche Jugend B / SG Langgöns/Dornholzhausen - TV Flieden 14:6 (8:5): Die Langgönser Mädchen waren gewarnt vor den Fliedener Kreisläuferinnen. Dagegen warf die Tietböhl-Truppe eine 3:2:1-Deckung in die Waagschale. "Wir wollten ihnen so schon einige Bälle im Aufbauspiel wegfischen und unsere Tempogegenstöße laufen", verriet der HSG-Coach. Allerdings funktionierte diese Taktik zunächst weniger gut. Dennoch führte die HSG zur Pause mit 8:5. In der zweiten Hälfte stellte Tietböhl auf eine 6:0-Deckung um. Die Fliedener versuchten ihr Glück dennoch weiterhin über den Kreis. Allerdings ging die Taktik in der Verteidigung nach dem Wechsel besser auf und Langgöns zog nach 35 Minuten durch Julia Baldauf mit 12:5 davon. Diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeberinnen nicht mehr nehmen.

SG Langgöns/Dornholzhausen: Schaffer; Preiß (1), Kuschel, Tietböhl (3), Althaus (2), Baldauf (3), Keller, Herbel, Strzelec (2), Lang, Hartel (2), Schön (1/1).

SG Langgöns/Dornholzhausen - SG Bruckköbel 14:12 (8:8): Die HSG legte los wie die Feuerwehr und ging schon nach vier Minuten durch Lisa Tietböhl mit 4:0 in Führung. Sowohl im Angriff als auch in der Deckung waren die Tietböhl-Schützlinge flink auf den Beinen. Dennoch berappelte sich die SGB und glich nach 17 Minuten zum 7:7 aus. Da die Halbzeitansprache des Trainers fruchtete, kamen die Gasteberinnen nach dem Wechsel schnell zur 12:9-Führung durch Kim-Eileen Hartel (27.), leisteten sich bis zum 12:12 (35.) jedoch wieder einen kleinen Einbruch. Die restlichen fünf Minuten gehörten aber den Langgönserinnen. Eine gute Deckung und zwei weitere Tietböhl-Treffer waren der Schlüssel zum Erfolg. "Auch wenn ich sonst nicht gerne einzelne Spielerinnen lobe, möchte ich diesmal Lisa Tietböhl und Julia Schaffer hervorheben", lobte ein glückseliger Coach. - SG Langgöns/Dornholzhsn.: Schaffer; Preiß, Kuschel, Tietböhl (7), Althaus (1), Baldauf, Keller, Herbel (2), Strzelec (1), Lang (1), Hartel (1), Schön (1).

Weibliche Jugend A / HSG Wettenberg - JSG Elfershausen/Ost-Mosheim 18:12 (5:4): Im ersten Durchgang bot sich den mit etlichen Trommeln ausgestatteten Zuschauern, die in der Halle einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalteten, eine recht zurückhaltende Vorstellung beider Teams. Erst in der elften Minute traf Kathrin Schmidt per Siebenmeter zum 1:1 für Wettenberg. Lea Bronder erhöhte wenig später auf 4:1 (19.). Allerdings kam Elfershausen zur Pause wieder auf einen Treffer heran. Nach dem Wechsel nahm die Partie an Fahrt auf. Zwischen Minute 30 und 39 war beinahe jeder Wurf ein Treffer. Die Wettenbergerinnen erwiesen sich aber als noch effektiver als der Nord-Staffel-Sieger und führten gut zehn Minuten vor Schluss mit 12:8. In einer furiosen Schlussphase glich die JSG zunächst zum 12:12 aus, ehe Wettenberg mit sechs Toren in Folge den 18:12-Erfolg sicherstellte. Treffsicher zeigten sich am Ende vor allem Katharina Lisko und Janine Tafferner.

HSG Wettenberg: Laura Rabenau; Münch, Schmidt (6/5), Pausch (1), Lena Rabenau, Schlierbach, Moos (2), Tafferner (2), Bronder (1), Schmitz, Hohl, Welter, Lisko (5), White (1).

HSG Wettenberg - HSG Dietzenbach 19:20 nach Siebenmeterwerfen (10:7; 18:18): Die HSG Wettenberg begann nervös, profitierte aber in diesem Spiel von ihrer guten Deckungsarbeit. So lagen die Wettenbergerinnen in Halbzeit zwei schon mit 14:10 in Front, konnten diesen Vorsprung aber nicht verwalten. Der finale Spielzug vor der Sirene scheiterte, sodass der Sieger per Siebenmeterwerfen ermittelt werden musste. Das Regelwerk sah nämlich vor, dass die Entscheidung bei Punktgleicheit zweier Teams auf diese Weise fallen musste. Und da spielten die Nerven den HSG-Mädchen einen Streich. Von fünf Würfen verwandelten sie nur einen und mussten so mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen. Dennoch beruhigte Trainer Ralf Schmitz: "Die Mädchen sollen wissen, dass sie trotz alledem eine ganz tolle Saison gespielt haben."

HSG Wettenberg: Laura Rabenau; Münch (2/1), Schmidt (8/5), Pausch, Lena Rabenau, Schlierbach (1), Moos (2), Tafferne (3), Bronder (1), Lisko (1), White.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare