AMC Langgöns eröffnet die Saison

(ms/-) Es geht wieder los, auch für die Motorradsportler. Allerdings gilt - wie bereits in den letzten Jahren - in heimischen Gefilden fristet der Motorradsport nur noch ein Schattendasein. Zwar halten vereinzelte Solisten die Fahne hoch, ebenso Traditionsvereine wie der MSC Beuern, doch WM-Veranstaltungen findet man in Mittelhessen nicht.

Erste Adresse in Sachen Moto-Cross ist nach wie vor der MSC Beuern, der in diesem Jahr vom 21. bis 23. Mai zum traditionellen Pfingst-Moto-Cross auf dem Stirnbergring lädt. Diesmal werden aber keine DM-Punkte vergeben. Zu Gast sind die Vertreter der Deutschen Moto-Cross-Klasse Open (Pokal), außerdem geben sich die Teilnehmer am Seitenwagen-Veteranen-Cup in Beuern die Ehre. Und erstmals gastieren die Teams im DMV-Ladies-Cup im Mittelhessischen.

Traditionell eröffnet wird die Motorradsport-Saison an diesem Oster-Wochenende mit dem Hessencup-Lauf des AMC Langgöns. In 13 Klassen werden auf dem Günther-Leibrock-Ring in Langgöns die ersten Zähler für diese Nachwuchsserie vergeben. Am Ostersonntag stehen zunächst Trainingsdurchgänge an, ehe ab 13.15 Uhr die ersten Wertungsläufe stattfinden. Am Ostermontag geht es dann erneut zunächst mit Trainingsläufen weiter, ehe ab 12.55 Uhr die weiteren Sieger in den jeweiligen Klassen ermittelt werden.

Im Hessencup wird auch der AMC Rodheim-Bieber als Veranstalter auftreten, der zu seiner Veranstaltung am 5./6. Juni nach Wolfshausen bittet. Nicht mehr "im Programm" ist beim AMC das Biebertaler Super Moto, nicht zu erfüllende Auflagen bescherten im vergangenen Jahr das ungewollte Aus. Schließlich wird Wolfshausen am 21./22. August zudem Schauplatz einer Enduro-Veranstaltung des AMC Rodheim-Bieber sein. Der Klub war Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre im Bereich Enduro national und auch international mit führend. Erinnert sei hier an den verstorbenen Stefan Bernhardt, zweimaliger Deutsche Enduro-Meister sowie zweifacher Mannschafts-Vizeweltmeister.

Im Schnitt rund 20 000 Zuschauer konnte bislang der MSC Rund um Schotten begrüßen, wenn dieser zu seinem Internationalem Schottenring-Classic-Grand-Prix geladen hatte. Das dürfte auch bei der 22. Auflage am 14./15. August kaum anders sein, wenn die Rennmaschinen der 50er, 60er und 70er Jahre auf dem Stadtring in Schotten ihre Runden drehen werden. Aber auch die Gespannartisten, Unikate und Modelle aus des "Kaisers Zeiten" werden zu bestaunen sein, sodass vor allem Freunde der Nostalgie alle Freude haben werden.

Zu den Solisten: Der für den AMC-Rodheim-Bieber fahrende Marc Szczesny (Kinzenbach) wird unterdessen nach seiner einjährigen Pause dieses Jahr wieder an den Start gehen. 2009 hat Szczesny nur an einem Rennen mit seiner Kawasaki ZXR 400 teilgenommen. Ansonsten betätigte er sich in seiner Freizeit als Instruktor bei Fahrsicherheitstrainings. Bei einem Rennstreckentraining ergab sich für Szczesny die Möglichkeit, eine Yamaha R6 zu testen. Auf Anhieb kam er mit diesem Motorrad zurecht. Also entschied er, dieses zu kaufen. Ihm ist aber auch klar, dass es mit solch einem Motorrad nicht möglich ist, eine komplette Meisterschaftsserie zu bestreiten. Die Kosten sind schlichtweg zu hoch. So ist momentan nur die Teilnahme am 1000-Kilometer-Rennen in Hockenheim am Karsamstag gemeinsam mit Laurenz Rieke (Linden) geplant, ebenso die Teilnahme an einem Rennen in Battenberg an der Eder. Möglich ist überdies, dass er an einem Stundenrennen in Oschersleben teilnehmen wird. Das wird sich aber erst kurzfristig entscheiden.

In der Deutschen Motorrad-Seriensport-Meisterschaft (DMSB) geht indes wie im Vorjahr der Reiskirchener Tobias Schudt (CMT-Racing Teams) an den Start - genauer in der Klasse 3 (4 Zylinder, Viertakt-Motorräder bis 750 ccm). Schudt hat den Winter vorrangig genutzt, um sich nach dem Unfall auf dem Nürburgring im Vorjahr zu regenerieren. Das Ziel für die neue Saison ist klar, Schudt, der unter der Bewerbung des MSC Horlofftal fährt, will so viele Punkte wie möglich einfahren, um dem langfristigen Ziel, nämlich dem Titel, näher zu kommen. Weiterhin sind Langstreckenrennen in Oschersleben und Hockenheim geplant. Weiter soll ein Gaststart im Rundstreckenpokal des DMSB auf dem Veranstaltungskalender stehen.

Für den MSC-Horlofftal bzw. ADAC-Hessen-Thüringen gehen neben Tobias Schudt auch Jörn Kaufmann und in der Klasse bis 1000 ccm Wolfram Heger aus Grünberg mit Alexander Schul aus Mücke auf Yamaha R1 an den Start. In den letzten Wochen stand eine intensive Vorbereitung an, darunter ein Frühjahrstraining in Rijeka (Kroatien).

Von dort aus geht es dann am Karfreitag direkt nach Hockenheim, denn hier steht am Samstag das erste Saisonrennen auf den großen Grand-Prix-Kurs auf dem Programm.

Die Deutsche Meisterschaft im Motorradseriensport bietet Interessierten spannenden Motorsport noch an folgenden weiteren Terminen: Seriensport (Rennen in 7 Klassen): 25. April: Nürburgring. - 9. Mai: Schleizer Dreieck. - 13. Juni: Oschersleben. - 26. Juni: Lausitzring. - 28. August: Hockenheim. - Langstreckenchallenge: 27. Juni: Lausitzring. - 29. August: Hockenheim.

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