Emotionen nach der Heimauftakt-Niederlage der Bender Baskets Grünberg gegen BBZ Opladen (v. l): Trainer Dejan Kostic, Elisa Mevius , Deijah Banks und Nina Horvath. FOTO: VOGLER
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Emotionen nach der Heimauftakt-Niederlage der Bender Baskets Grünberg gegen BBZ Opladen (v. l): Trainer Dejan Kostic, Elisa Mevius , Deijah Banks und Nina Horvath. FOTO: VOGLER

Lange Gesichter in Grünberg

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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Die halbe Liga war wegen Corona außen vor. Davon waren die Bender Baskets Grünberg nicht betroffen. Zur Heimpremiere hatten sie das BBZ Opladen zu Gast. Für die heimischen Zweitliga-Basketballerinnen endete die Partie mit 60:70, gleichbedeutend mit ihrer zweiten Niederlage im zweiten Spiel.

Grünberg musste ohne Zuschauer auskommen und traf mit Opladen auf ein Team, das in der Vorwoche beim Saisonauftakt der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Frauen wegen eines Corona-Verdachts passen musste. Natürlich wollten die ambitionierten Gäste ihren verspäteten Rundenstart erfolgreich gestalten. Nach ihrer Niederlage im ersten Spiel bei Alba Berlin hatten die Gallusstädterinnen das gleiche Ziel, zollten jedoch besonders in der Offense ihrer fehlenden Cleverness Tribut. Der Sieg ging verdient an die Auswärtsmannschaft.

Die Bender Baskets Grünberg kannten die Spielweise des BBZ und waren von ihrem Coach sehr gut darauf vorbereitet worden. Einige Dinge machten ihnen einen Strich durch die gewünschte Rechnung. Beispielsweise musste viel improvisiert werden, weil einige Spielerinnen nicht auf ihren angestammten Position agieren konnten.

Die Grünbergerinnen starteten gut und führten mit 10:3. Nach den ersten zehn Minuten lagen sie aber bereits mit 10:15 im Hintertreffen. Opladen machte in der Verteidigung einen guten Job. So waren die Gäste immer wieder in der Lage, den Mittelhessinnen Kontra zu bieten. Deren mangelnde Angriffsqualität war deutlich zu spüren. Grünberg hatte viele Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Als Beispiele führte Trainer Dejan Kostic die insgesamt 66 genommenen Würfe aus dem Feld an. Davon trafen seine Akteurinnen lediglich 20. Beim BBZ fiel das Verhältnis mit 43:22 wesentlich besser aus. Speziell die Dreierquote der Gastgeberinnen war unterirdisch. Sie versuchten 16 dieser Distanzwürfe und verwandelten bloß einen einzigen. "Da kann man kein Spiel gewinnen", äußerte Kostic und fügte an: "Die Dominanz war bei uns, die Effektivität bei Opladen".

Im Gegensatz dazu hatten die Nordrhein-Westfälinnen auch im Dreierbereich mit sieben Treffern von 15 Versuchen die Nase vorne. Aufzuholen oder sich nach vorne zu setzen, schaffte die Heimmannschaft nicht. Zur Pause lag sie mit 26:33 hinten. Das war kein allzu großer Rückstand. Dem großgewachsenen Opladener Team waren die Bender Baskets aber zudem bei den Rebounds unterlegen. Diese Wertung ging mit 39:29 an die Gäste, die alleine 36 defensive Abpraller holten.

In wichtigen Phasen tat es doppelt weh, dass die Mittelhessinnen gegen die lange Konkurrenz unter den Körben nicht so zugreifen konnte, wie es nötig gewesen wäre. Irgendwie schafften sie es, dranzubleiben (43:51, 30.), für mehr reichte es nicht.

Kostic hofft in den kommenden Wochen auf mehr Disziplin in der Offensive. Nur so hätte seine junge Truppe die Möglichkeit, bessere Ergebnisse zu erzielen. Daran würde zwar im Training gearbeitet, doch sei im Spiel alles anders. Da werden zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Es gab aber auch positive Signale. Die Grünberger Basketballerinnen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, vor allem in der Defense. Dass Aufgeben nicht die Sache der Gallusstädterinnen ist, ist bekannt. So probierten sie bis zum Schluss viel, konnten die Niederlage aber nicht abwenden.

Grünberg: Seegräber (3/1 Dreier), N. Horvath (2), Mevius (12), Meinhart (20), Dziuba (2), Villwock (2), Banks (19/11 Rebounds), C. Horvath, Müller, Römer.

Opladen: Krokowski (1), Wolff (14/2 Dreier), Schütter (19/3), Flaskamp (13/2), Marre (20), Brinkmann (1), Krabbe (2), Dulkadiroglu, J. Schnelle, L. Schnelle, Carstens, Okpara.

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