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Landesliga-Handball wird es in der kommenden Saison in Langgöns nicht mehr geben, so wie hier im Bild am 2. Februar 2020 festgehalten. Der TSV zieht freiwillig in die Bezirksoberliga zurück. FOTO: FRIEDRICH

Handball

TSV Lang-Göns zieht zurück

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Paukenschlag in der Handball-Landesliga. Der TSV Lang-Göns, beim Abbruch der Saison Tabellenvierter, zieht seine Mannschaft zurück und wird in der neuen Runde in der Bezirksoberliga spielen.

(mgs). Dies teilte der Turn- und Sportverein in einer Pressemitteilung am Donnerstagvormittag mit.

"Der Handballvorstand hat sich hierzu in zwei Sitzungen beraten und sich einstimmig für den Rückzug entschieden. Grund hierfür war die Tatsache, dass uns beispielsweise Spieler wie Robin Jänicke, der aufgrund einer schweren Verletzung schweren Herzens sogar sein Karriereende verkündet hat, nicht mehr zur Verfügungen standen. Darüber hinaus haben uns viele weitere Spieler aus verschiedensten Gründen keine Zusage für die kommende Saison gegeben. Uns ist es wichtig, dass sich Verein und Zuschauer mit den Spielern der Mannschaft identifizieren können und wir denken, dass uns dies bisher immer gut gelungen ist. Jetzt ist aber ein Punkt erreicht, an dem man sich hierzu - nicht zuletzt auch wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Unwägbarkeiten - klar positionieren muss, wenn es auch schmerzlich in der Entscheidung ist!", fasste Männerwart Michael Hopp die Gründe für den Rückzug im Statement zusammen.

Unter anderem aufgrund der Bekanntgaben der Neuzugänge anderer heimischer Vereine in den letzten Wochen war schon erkennbar gewesen, dass den TSV zahlreiche Spieler wie Nils Tietböhl, Sascha Weigel, Robin Zapf, Markus Alflen, Robin Zapf, Kaspar Krauhausen oder die Engel-Brüder verlassen würden. Ende März nun - vor allem auch in Zeiten der Corona-Krise - eine Mannschaft aus dem Hut zu zaubern, die Landesliga-Ansprüchen genügt, erachteten die Vereinsverantwortlichen wohl als nahezu unmöglich und entschieden sich daher zu diesem nachvollziehbaren Schritt.

"Eine Klasse tiefer zu spielen, ist kein Beinbruch für uns. Wir erhalten uns unsere Identität, können uns neu sortieren und dann gestärkt und geeint in die Zukunft gehen", so Hopp abschließend.

Einen neuen Trainer muss der TSV-Männerwart aber möglicherweise noch suchen. Ursprünglich sollte Thomas Wallendorf die Nachfolge Michael Razens antreten, aufgrund der geänderten Voraussetzungen einigten sich der Verein und der zuletzt für den Frauenhandball-Oberligisten TV Hüttenberg tätige Übungsleiter darauf, auf die geplante Zusammenarbeit zu verzichten.

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