RSV Lahn-Dill setzt sich bei Köln 99ers mit 66:48 durch

Es war nicht das erhofft spektakuläre Spiel zwischen Patrick Anderson und seinem ehemaligen Team, dem RSV Lahn-Dill, aber exakt dessen Kreise wollte der Tabellenführer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga am 14. Spieltag bei den Köln 99ers einengen.

So beherrschte der RSV mit einer beeindruckenden mannschaftlichen Dominanz und einem bestens aufgelegten Michael Paye die Partie beim Playoff-Kandidaten von Beginn an und ließ in keiner Phase des Spiels Zweifel über den 66:48 (35:20)-Erfolg aufkommen.

Eine Energieleistung zeigte dabei RSV-Kapitän Joey Johnson, der erst acht Stunden vor der Partie nach einem Trainingslager mit der kanadischen Nationalmannschaft wieder in Frankfurt gelandet war. Der inzwischen 34-jährige Center verbrachte nahezu unbeeindruckt 40 Minuten auf dem Parkett der Kölner Sporthalle und blieb dabei einmal mehr der Fels in der Brandung für seine Mannschaft. Zwar teilte sein Landsmann und Gegenüber Patrick Anderson diese Reisestrapazen mit ihm, doch stand Kölns zentrale Figur meist allein auf weiter Flur, während Johnson ein bestens funktionierendes Team um sich hatte.

So erzwang die RSV-Verteidigung nach einem ausgeglichenen Start (7:6/7.) immer mehr Fehler im Spielaufbau der 99ers. Die Fastbreaks schloss dann das pfeilschnelle US-Duo Michael Paye und Steve Serio teils spektakulär ab. Sollte einmal die physische Stärke im Kampf um die Lufthoheit unter dem Kölner Korb gefordert gewesen sein, war auch Center-Hüne Dirk Köhler stets im richtigen Moment zur Stelle. So baute der Gast seine Führung auf 31:14 (18.) aus.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Druckvoll und konzentriert agierte der siebenfache Meister, während die Gastgeber lediglich über Einzelaktionen Akzente setzten. Zwar kamen die Kölner mit Energie aus der Kabine, doch nach dem 38:24 (24.) für den RSV war auch diesem kurzen Sturmlauf der Wind aus den Segeln genommen. Über die Zwischenstände von 45:24 (26.) und 53:26 (28.) ließen die Gäste noch vor Ende des dritten Viertels alle Hoffnungen der Kölner auf einen zweiten Überraschungscoup binnen einer Woche platzen.

Nach dem 58:33 (32.) durch Paye gelang Köln noch ein wenig Ergebniskosmetik. "Wir haben taktisch diszipliniert gespielt und hatten das Heft klar in der Hand, darauf können wir gerade nach dem Kölner Coup der Vorwoche in Bonn zu Recht stolz sein", sagte Zeltinger.

Köln: Anderson (17), Steriopoulos (14), Smid (8), Groen (4), Antac (2), Broeze (2), Kasapoglu (1), Flavell, Richter, Rollston.

RSV Lahn-Dill: Paye (22/1 Dreier), Köhler (16), Johnson (11), Böhme (7), Serio (5), Gerlach (4), Gundert (1), Mojtahedi, Schünemann.

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