Lästige Pflicht oder große Chance?

  • vonRedaktion
    schließen

(red). Die erste Runde im Fußball-Hessenpokal geht zum größten Teil am Mittwochabend über die Bühne. Angesichts des ohnehin eng gestrickten Terminkalender stellt sich allerdings die Frage, ob die Vereine die Teilnahme an diesem für den Sieger mit einer Teilnahme am DFB-Pokal honorierten Wettbewerb eher als lästige Pflicht oder als Chance ansehen, sich (neues) Selbstvertrauen für den Ligaalltag zu holen.

Mit dem heimischen Hessenliga-Duell zwischen dem SC Waldgirmes und dem FSV Fernwald stehen sich ab 19.15 Uhr die Pokalsieger der Kreise Wetzlar und Gießen in einem prestigeträchtigen und für die Zuschauer interessanten Duell gegenüber. Eine Favoritenrolle ist trotz der bislang unterschiedlichen Bilanzen in der Meisterschaftsrunde nicht auszumachen. Die Elf von SC-Trainer Mario Schappert ist seit drei Spielen ungeschlagen und kehrte am Sonntag mit einem 1:1-Unentschieden vom SV Steinbach zurück. Die Gäste warten nach fünf Spieltagen immer noch auf den ersten Sieg und mussten zuletzt beim 0:4 gegen den VfB Ginsheim und dem 2:4 gegen den SV Neuhof zwei schmerzhafte Heimniederlagen einstecken. "Für uns hat die Meisterschaftsrunde den absoluten Vorrang. Ein Erfolg im Pokal könnte meiner Elf aber neuen Schwung nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen geben", strebt FSV-Trainer Daniyel Bulut den Einzug in die zweite Hauptrunde an.

In einem Duell "David gegen Goliath" hat derweil der Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga, die Spvgg. Leusel, ab 19.30 Uhr den Tabellenzweiten der Hessenliga, die SG Barockstadt Fulda/Lehnerz, zu Gast. Die Elf von Trainer Thomas Brunet musste am vergangenen Sonntag beim 0:3 in Büblingshausen die erste Saisonniederlage quittieren, blieb jedoch aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz an der Spitze ihrer Liga. Der personell angeschlagene Pokalsieger des Kreises Alsfeld wird auf Kampf und Defensive bauen müssen, um sich gegen die Offensiv-power der Osthessen um den Ex-Waldgirmeser Tolga Duran achtbar aus der Affäre ziehen zu können. Allerdings liegt der Fokus auch im Alsfelder Stadtteil - das machte Brunet am Wochenende deutlich - klar auf der Punktrunde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare