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Abigail Steller Andrews von der TSG Wieseck beim Wurf bei der 56:59-Heimniederlage in der Regionalliga gegen Minh-Thi Ngo (MTV Kronberg).

Kurze Schwäche

  • VonHarald Friedrich
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(grm). Nach zuletzt zwei Siegen mussten die Basketballerinnen der TSG Wieseck in der Regionalliga Südwest am Samstagabend eine Niederlage quittieren. Gegen den MTV Kronberg unterlag die TSG mit 56:59 (27:30). »Es war ein hart umkämpftes Spiel um den vierten Platz, in dem beide Teams mit vollem Einsatz dabei waren. Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die über das ganze Spiel hinweg einen kühlen Kopf behalten hat - und das war Kronberg«, lautete das Spielfazit von TSG-Coach Florian Quapil.

Den besseren Start ins Spiel erwischte die TSG, die in der Defense auf Manndeckung setzte und über erfolgreiche Fastbreak-Angriffe zu Punkten kam. Nachdem es zur Viertelpause 19:17 stand, stellten die Gäste ihrerseits auf eine Zonenverteidigung um und stellten die TSG-Spielerinnen vor große Probleme. Noch dazu leisteten sich die Gastgeber nun zahlreiche Turnover, während MTV-Spielerin Amalia James zahlreiche Steals sammelte. Bis zur Pause hatte Kronberg das Spiel gedreht und ging mit einer Drei-Punkte-Führung in die Kabine (30:27).

Auch im dritten Viertel dauerte die Schwächephase der TSG an: Offensiv gelang fast gar nichts, und so kam die TSG - ebenso wie bereits im zweiten Viertel - auf nur acht Punkte. Die Gäste hingegen setzten ihren Druck fort und erhöhten so kontinuierlich ihre Führung (35:43, 30.). Als Reaktion darauf setzte Quapil in der Offense auf eine andere Strategie: »Ich habe den Mädels gesagt, dass sie einfach zum Korb ziehen sollen und möglichst viel Chaos anrichten sollen.« Diese Strategie ging auch auf, und so glich die TSG kurz vor Schluss dank eines 10:2-Laufe s aus und konnte sogar mit einem Punkt in Führung gehen. Die Gäste, die ihre letzten sechs Zähler alle von der Freiwurflinie erzielten, blieben allerdings cool: Zwei Freiwürfe brachten das 57:56 und - nach einem erfolglosen Wiesecker Angriff - das 59:56. Katharina Quapil hatte mit einem Dreier noch die Chance zum Ausgleich, doch dieser landete nur am Ring.

Ärger über den Hallenboden

Für Ärger bei beiden Teams und den Schiedsrichtern sorgte während des Spiels der Zustand des Hallenbodens in der Sporthalle am Ried: »Die Stadt kennt das Problem und hat zuletzt bestätigt, dass sie in der Vergangenheit das falsche Putzmittel verwendet haben. Wir hatten schon öfters einen rutschigen Boden, aber so schlimm war es noch nie. Es war, als hätte man auf der ganzen Fläche Magnesium verteilt und gesagt: ›Viel Spaß beim Basketball!‹«, zeigte sich Coach Quapil frustriert.

Wieseck: Bitter (19 Punkte, 3 Dreier), Flottmann (4), Andrews (4), Gohlke (2), Greinke (8), Quapil (11), Bubel (8), Schneider, Moos.

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