Krofdorfs Trainer Neumann: "Spielkultur ein Fremdwort"

(smg) Viele Körbe fielen nicht im mit Spannung erwarteten Regionalliga-Derby zwischen dem gastgebenden TSV Krofdorf-Gleiberg und dem TSV Grünberg II. Da tat natürlich jeder Fehlversuch in der stets engen Begegnung besonders weh. Erst in der Schlussphase des dritten Viertels gingen Basketballerinnen aus Wettenberg, abgesehen von wenigen Sekunden im Anfangsdurchgang, nach langer Zeit des Rückstands in Front und gewannen ganz knapp 47:44. Zur Pause hatten noch die Gallusstädterinnen mit 19:14 geführt.

(smg) Viele Körbe fielen nicht im mit Spannung erwarteten Regionalliga-Derby zwischen dem gastgebenden TSV Krofdorf-Gleiberg und dem TSV Grünberg II. Da tat natürlich jeder Fehlversuch in der stets engen Begegnung besonders weh. Erst in der Schlussphase des dritten Viertels gingen Basketballerinnen aus Wettenberg, abgesehen von wenigen Sekunden im Anfangsdurchgang, nach langer Zeit des Rückstands in Front und gewannen ganz knapp 47:44. Zur Pause hatten noch die Gallusstädterinnen mit 19:14 geführt.

Aber die Mannschaften und auch die rund 150 Zuschauer in der Eduard-David-Halle hatten gespürt, dass diese Führung in der Halbzeit noch gar nichts zu bedeuten hatte.

Besonders schön war die Partie nicht anzusehen, dafür brachte sie Spannung bis zur Schlusssirene. "Es sah aus, als hätte jeder Angst vor dem anderen gehabt", bekräftigte Krofdorfs Trainer Ralf Neumann. "Beide Teams haben sich im Auslassen von Chancen übertroffen", sprach er im Anschluss die jeweils unterirdische Trefferquote an. Da schenkten sich die Kontrahenten nichts. "Im Angriff haben wir eindeutig das Spiel verloren", haderte sein Gegenüber Tobias Erben zudem mit den fehlenden freien Pässen.

Es war wirklich kaum zu glauben, was alles nicht in den Korb fiel. Krofdorf-Gleiberg schleppt das Problem bereits seit geraumer Zeit mit sich herum, die Grünbergerinnen sind diesbezüglich andere Werte gewohnt. Viel gab es im ersten Viertel nicht zu bejubeln. Grünberg ging in der zweiten Minute mit 4:0 in Führung. Die Gastgeberinnen markierten ihren ersten Punkt in der dritten Minute durch einen Freiwurf und kamen gleich darauf auch zum ersten Feldkorb. In der neunten Minute lagen sie kurzfristig 5:4 in Front, um bis zum Ende des Durchgangs wieder in Rückstand zu geraten (5:7). Anschließend verlief die Partie weiter wie ein typisches Derby. Körbe blieben Mangelware (7:11, 14.). Ein technisches Foul gegen Krofdorf wegen lautstarker Beschwerde über einen ausgebliebenen Pfiff gegen die Verletzung der Acht-Sekunden-Regel ließ die Gastgeberinnen aufwachen. Sie kamen zwar zunächst näher an die Gallusstädterinnen heran, zur Pause jedoch nicht über das 14:19 hinaus. Grünberg erhöhte bis zum 20:28, doch der Vorsprung war ohne Bedeutung.

Carla Mandler holte mit zwei verwandelten Freiwürfen die Führung für die Wettenbergerinnen zurück (32:30, 30.), und Elke Henning erhöhte nach einem Steal auf 34:30. Das Krofdorfer 38:32 (35.) bot in der weiterhin punktearmen Auseinandersetzung noch keine Sicherheit. Die Gäste holten, auf und Isabell Meinhart war mit zwei verwandelten Freiwürfen für den Grünberger Ausgleich (40:40, 37.) verantwortlich. In der Schlussphase brach bei beiden Mannschaften vollends Hektik aus. Silke Mandler stellte das 45:42 (40.) her, ehe Carolin Christen zum 44:45 verkürzte. Die Wende schafften die Gäste nicht mehr. Ihr Dreierversuch mit Ablauf der Spielzeit verfehlte das Ziel. "Das war kein Vergleich zum Hinspiel. Das war um Klassen besser. Heute war das hier nichts", war Erben über das Lokalduell und dessen Ausgang enttäuscht. "Ein hässliches Spiel. Spielkultur war heute ein Fremdwort. Wir haben es verdient, zu gewinnen und haben endlich mal einen Großen geschlagen", fasste Neumann zusammen, während er von allen Seiten Glückwünsche für den Sieg entgegennahm.

TSV Krofdorf-Gleiberg: Henning (20), Horrer (1), Kalthoff (3), Künze (1), Lechner (1), Lehnert (5), C. Mandler (8), S. Mandler (8), Fink, Nikl.

TSV Grünberg II: Christen (2), Drevensek (2), Meinhart (12), Nau (5/1Dreier), Philippi (6), Rahn (2), Ritter (2), Strack (13), Holmelin.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare