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Jubel bei den Regionalliga-Basketballerinnen der Krofdorf Knights nach dem 76:74-Spitzenspiel-Sieg in Grünberg. (Foto: Vogler)

Krofdorfs großer Schritt in Richtung Regionalliga-Titel

(smg) Die Krofdorf Knights haben einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft getan: Das Frauenteam von Trainer Uwe Scheidemann gewann das Basketball-Regionalliga-Spitzenspiel beim TSV Grünberg II mit 76:74 vor rund 120 Zuschauern.

Dass es um viel geht, war von vornherein klar. Das Regionalliga-Nachhol-Derby zwischen dem gastgebenden TSV Grünberg II und den Krofdorf Knights war vorentscheidend für die Vergabe der Meisterschaft. Die Basketballerinnen beider Teams lagen vor dem Spiel nach Punkten gleichauf. Tabellenführer Krofdorf-Gleiberg schaffte gestern Abend vor rund 120 Zuschauern in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule letztlich den knappen 76:74-Sieg, nachdem Grünberg zur Pause mit 37:30 in Front gelegen hatte. Ausgelassen feierten die Krofdorferinnen nach der Partie den Erfolg.

Eng war es bis zur 7. Minute (13:13). Zwei schnelle einfache Körbe von Grünberg brachten die Gastgeberinnen zum ersten Mal etwas nach vorne (18:13). Krofdorf-Gleiberg versuchte sich mit Distanzwürfen und ließ den TSV oft zu leicht punkten. Die Defense hätte auf beiden Seiten intensiver sein müssen. So hieß es nach dem ersten Viertel 24:20. Dreieinhalb Minuten tat sich in der Folge körbemäßig gar nichts. Reihenweise vergaben die Teams selbst beste Möglichkeiten. Egal, ob Zieher, Versuche unter dem Korb oder Freiwürfe. Den Bann brach Alexandra Wilke zum 26:20, die auch danach für Grünberg traf.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten zunächst die Knights. Sechs Zähler in Folge von Paula Kohl brachten aber die bis dahin höchste Grünberger Führung (45:38, 24.), die beim 45:48 ((27.) nach einem Dreier von Erin Bratcher wieder pfutsch war. Und es ging weiter hin und her. Gejubelt wurde abwechselnd auf beiden Seiten, ehe sich die Gäste aus Krofdorf um Trainer Uwe Scheidemann auf 61:53 (30.) absetzte. Wenn nichts ging, brachten im letzten Quarter Einzelaktionen Erfolg – und zwar auf beiden Seiten (62:68, 34.; 65:68, 35.; 70:74, 37.). Der Truppe von Ralf Römer war das Fehlen von Franziska Stein und Sandra Vetter anzumerken. Die Grünbergerinnen kämpften aber unverbissen in der jetzt lauten Halle weiter, kamen auf 72:74 (38.) heran und schafften das 74:74 (39.) durch Mona Römer. Tumika Rinderknecht brachte Krofdorf aber erneut nach vorne (76:74). Und das war’s. Sowohl Grünberg als auch die Knights brachten den Ball in den restlichen Sekunden nicht mehr im Korb unter.

"Ein bisschen feiern ist jetzt nicht ausgeschlossen, aber nur ein Bier. Am Sonntag spielen wir wieder", freute sich Scheidemann. Nicht gerade happy war sein Trainerkollege Römer nach der Partie. "Es war ein Spitzenspiel auf Augenhöhe. Schade, wir hatten die Siegchance", haderte er am Ende mit einigen Entscheidungen.

Grünberg II: Dapper, Römer (5), Strack (6), Oehm, C. Kohl, P. Kohl (14), Kalabis (6), Barra (2), Gahmig (16/4 Dreier), Döring Speranza, Wilke (25/3).

Krofdorf: Karlsone (23/3), Seegräber, Mandler (1), Bauer, Bratcher (23/5), Kuschel (16/1), Horrer (7), Thorn, Rinderknecht (6).

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