Krofdorf-Gleiberg ringt Kassel nieder

(grm). Der erste Spieltag in der Basketball-Oberliga der Männer ist Geschichte. Während der TSV Krofdorf-Gleiberg und die Gießen Pointers II Auswärtssiege feiern konnten, mussten der MTV Gießen und Lich Basketball II mit Niederlagen im Gepäck die Heimreise antreten.

ACT Kassel - TSV Krofdorf-Gleiberg 86:91 n.V. (41:35, 74:74):"Es war eine Willensleistung, die Motivation für die kommenden Spiele geben wird", sagte TSV-Coach Michael Müller. Kassel führte nach sechs Minuten mit 14:7, nach einen Zwischenspurt des TSV ging es mit zwei Punkten Differenz in die Viertelpause (21:19). Die physisch dominanten Kasseler erhöhten mit vier Distanzwürfen in Serie auf 39:28, aber Krofdorf blieb dank eines 6:0-Laufs vor der Halbzeit in Schlagdistanz. Zu Beginn des dritten Viertels ging der TSV durch einen 9:0-Lauf in Führung, die er bis kurz vor Schluss halten konnte. Am Ende des vierten Viertels stand es 74:74 - Verlängerung. In dieser erwies sich letztlich vor allem die gute Freiwurfquote des TSV (17/21) als der Schlüssel zum Sieg. Eine starke Vorstellung beim TSV lieferte Fritz Rostek (18 Jahre), der 20 Punkte zum Sieg beisteuerte. "Er hat gegen eine körperlich überlegene Mannschaft einen guten Einstieg gehabt", lobte Müller seinen Schützling. Beste Werfer bei Krofdorf: Oppenländer (10/2), Plitt-Geissler (12), Rink (24), Rostek (20/4).

BC Neu-Isenburg - MTV Gießen 94:74 (50:41):"Die Höhe des Ergebnisses täuscht. Mit unserem Coach und einer besseren Vorbereitung ohne Hallenproblem wäre sicherlich mehr drin gewesen", ärgerte sich Orkun Mehmed, Sprecher des MTV, über den Ausgang der Partie. Der MTV, bei dem Coach Filip Piljanovic berufsbedingt fehlte, hielt im ersten Viertel gut mit (26:23). Die Partie blieb zunächst weiter eng, bis Neu-Isenburg unmittelbar vor der Halbzeit zwei Drei-Punkte-Würfe verwandelte (50:41).

Die Vorentscheidung fiel schließlich im dritten Viertel, in dem der BC 25 Zähler erzielte - der MTV gerade einmal sechs (75:47). "Irgendwann lässt die Kraft nach und die Defensive wird löchrig", verwies Orkun Mehmed auf die konditionellen Probleme der Gießener, die aufgrund von Ausfällen nur mit acht Spielern angereist waren. Im Schlussviertel konnte der MTV zwar den Rückstand reduzieren, aber der Sieg des Gastgebers geriet nicht mehr in Gefahr. Beste Werfer bei Gießen: Orkun Mehmed (11), Onur Mehmed (25), Giese (18).

BC Marburg - Gießen Pointers II 57:81 (29:41):Souveräner Auftaktsieg für die Mannschaft von Coach Sherman Lockhart, bei der Neuzugang und Kapitän David Henke krankheitsbedingt fehlte. Die Pointers hatten das Spiel und den Gegner über die komplette Spielzeit im Griff und überzeugten vor allem mit einer kompakten Defense. "Wir wussten, dass Marburg von der Dreierlinie gefährlich ist, also haben wir uns im Vorfeld darauf eingestellt und sie zu schwierigen Würfen gezwungen", erklärte der Coach. Auch offensiv zeigten die Pointers eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich jeder Spieler, darunter auch die NBBL-Spieler Lorenz Kohl und Michael Heberle, ins Score- board eintragen konnte. "Fürs erste Spiel bin ich super-zufrieden, es hat Lust auf mehr gemacht. Wir nehmen viel Positives mit. An den anderen Dingen werden wir unter der Woche weiter arbeiten", bilanzierte Lockhart. Beste Werfer bei Gießen: Kümmel (15/1), Scheld (12/3), Wiegard (26/2).

BC Gelnhausen - Lich Basketball II 91:77 (48:36):Nach dem ersten Viertel führte Gelnhausen knapp mit 18:15. Die Licher spielten mutig mit und waren nach 16 Minuten auf einen Zähler dran (26:25), ehe mehrere Unstimmigkeiten in ihrer Defense für einen Halbzeitrückstand von zwölf Punkten sorgten. Im letzten Viertel waren es erneut defensive Probleme der Gäste, die Gelnhausen ausnutzen konnte und mit 80:61 vorne lag. Lich gab sich jedoch nicht geschlagen, entwickelte offensiv wieder mehr Zug zum Korb und kam drei Minuten vor Schluss noch einmal auf neun Punkte heran (86:77). Am Ende stand jedoch ein 91:77-Sieg des Gastgebers - auch, weil Lich in den letzten zwei Minuten sechs Freiwürfe in Folge verwarf.

Lichs Coach Thorsten Heinz hielt nach Spielende fest: "Ich bin zufrieden, dass sich meine Jungs heute sehr gut verkauft haben. Man sieht klar, dass bei uns noch viel Luft nach oben ist, und das gilt es in den nächsten Wochen konzentriert zu erarbeiten." Beste Werfer bei Lich: Gänger (11/3), Maruschka (16), Gümbel (18/1).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare