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Kröck steigert Bestleistung über 800 m

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Von: Redaktion

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Luise Jacobi (l.) und Celine Kröck über die 800-m-Distanz beim Meeting in Dortmund in Aktion. © Jörg Theimer

(jth). Das Jump’n’Run-Meeting in Dortmund, Normwettkampf für die U20-EM und U20-WM über die Strecken von 800 bis 5000 und 3000 Meter Hindernis, hatte einige vielversprechende Leistungen der mittelhessischen Nachwuchstalente zu bieten. Laurenz Müller vom LAZ Gießen/TSG Lollar brachte sich in der deutschen Schülerbestenliste der M14 in eine gute Ausgangsposition.

Seine Vereinskolleginnen Celine Kröck und Luise Jacobi sowie Dauerbrennerin Jana Becker (LG Wettenberg) waren ebenfalls mit guten Leistung am Start.

Die LG Olympia Dortmund als Veranstalter hatte wieder mehrere 100 Meldungen vorliegen. Im Angebot waren zahlreiche Sprint- und Laufdisziplinen von 100 bis 5000 Meter, dazu kamen Wettbewerbe im Stabhoch-, Weit- und Hochsprung. Da die Läufe als offizieller Nominierungswettkampf galten, waren über alle Strecken ab 800 Meter Tempomacher eingesetzt.

Richtig die Post ging schon im ersten Rennen der Saison über 800 m für Laurenz Müller ab. Der junge M14-Athlet von LAZ-Mittelstreckentrainer Erich Gebhardt zeigte von Beginn an einen couragierten Lauf und wurde am Ende mit neuer Bestzeit von 2:12,57 Minuten belohnt. Damit belegt er in der aktuellen deutschen Schülerbestenliste der M14 den fünften Rang in Deutschland. »Angereist mit einer Bestzeit von 2:15,01, wollte er diese deutlich verbessern. Um dies zu erreichen, war er darauf eingestellt, es auch im Alleingang zu versuchen, wenn die Konkurrenz zu langsam anläuft. Im zweiten Zeitlauf ließ er nichts anbrennen, er übernahm sofort nach dem Startschuss die Spitze und führte das Feld über die 200-m-Zwischenmarke von 31 Sekunden. Bei 600 m, immer noch in Führung liegend, lag er auf Bestzeitkurs. Auf den letzten 100 m machte sich die kräftezehrende Führungsarbeit bemerkbar und er verlor an Geschwindigkeit, sodass noch zwei Konkurrenten an ihm vorbeiziehen konnten. Für sein mutiges Rennen wurde er im Ziel mit persönlicher Bestzeit und Platz drei belohnt«, so Trainer Erich Gebhardt.

Im 800-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U20 konnten Celine Kröck (LAZ/TSG Lollar) und Luise Jacobi (LAZ/SV Garbenteich) ihr Können unter Beweis stellen. Beide Mittelstrecklerinnen waren von Trainer Gebhardt im Vorfeld gut instruiert worden und zeigten sofort nach dem Start, welche Taktik der Coach vorgegeben hatte. Von der Spitze weg machten die Vereinskolleginnen Tempo und konnten die ersten 700 m gut gestalten. Erst auf den letzten Metern musste »Lulu« Jacobi ein wenig abreißen lassen, und auch Celine Kröck wurde erst im Zielsprint überlaufen. »Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung, da ich mich nicht ganz frisch gefühlt habe. Die ersten 400 m haben sich wirklich gut angefühlt, ab 500 m wurde es dann sehr hart. Bei 600 m stimmte die Zwischenzeit und ich konnte mein Tempo die letzten 200 m gut durchziehen, sodass ich meine Bestleistung auf 2:23,18 steigern konnte«, so die Rennanalyse von Celine Kröck. Luise Jacobi haderte ein wenig nach ihrem Lauf: »Mit meiner Zeit von 2:28,48 Minuten über 800 m bin ich nicht wirklich zufrieden. Im Training lief es in den vergangenen Wochen sehr gut, dementsprechend habe ich definitiv mehr erwartet. Zwar habe ich auf den ersten 200 m das Feld angeführt, war jedoch schon an der 200-m-Marke zu langsam. Woran es genau gelegen hat, weiß ich nicht, ich bin mir allerdings sicher, dass ich mich noch in dieser Saison deutlich verbessern kann«.

Für Jana Becker (LG Wettenberg) war erstmalig nach zwei 800-m-Bestzeiten ein Ausflug auf die längere 1500-m-Distanz geplant, welche die Laubacherin bravourös meisterte. »Ich war entsprechend angespannt vor dem Start. Ohne Erfahrung wollte ich es einfach mal ausprobieren«, so Becker. Die Vorgabe von Kadertrainer Benjamin Stalf setzte sie wieder gut um: »Im Feld nicht zu schnell angehen, dabei locker bleiben. Leider riss eine Lücke zu den fünf Führenden auf, die Jana erst mal nicht schließen konnte. Der Plan war, gute letzte 300 m zu laufen, und den setzte Jana perfekt um. Schnell war die Lücke zugelaufen und auf der Zielgeraden war sie Zweite und lief sehr gute 4:33,93 Minuten. Das bedeutet Platz fünf in der Bestenliste U18 und in ihrem Jahrgang W15 deutsche Jahresbestleistung«, so der Coach.

LAZ-Senior Johannes Schermbach (LAZ/TSG Lollar) war nach Dortmund angereist, um die 100-m-Qualifikationsnorm in der Altersklasse M40 von 12,50 Sekunden zu knacken. Pech hatte er, dass sein Lauf kurzfristig vorgezogen wurde und er so keine Möglichkeit mehr hatte, seine Spikes anzuziehen. Somit lief er die 100 m in Laufschuhen und erreichte das Ziel in 12,75 Sekunden. Es bleibt dem Athleten in Bad Soden noch eine weitere Chance, die Norm zu erfüllen.

Sieg für Dellert

Ebenfalls in Dortmund am Start war das Sprintteam Wetzlar. Dabei hat Antonia Dellert auf sich aufmerksam gemacht. Die U20-Athletin gewann die 100 Meter der Frauen in starken 11,63 Sekunden vor Brenda Cataria-Byll (LG Olympia Dortmund, 11,73) sowie deren Vereinskollegin Lean Benzien (11,79). Zweierbob-Anschieberin Deborah Levi vom Sprintteam Wetzlar verpasste als Vierte (11,85) das Podest nur knapp, hatte aber in persönlicher Bestzeit von 11,70 Sekunden in ihrem Vorlauf als Siegerin geglänzt. Lara Tornow hatte in ihrem Vorlauf eine 11,94 auf die Bahn gelegt, die sie im Finale (12,07 Sekunden), das sie als Achte abschloss, aber nicht mehr wiederholen konnte. (pm)

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