Kritik aus Kiel

(dpa). Handballmeister THW Kiel beklagt in der Bundesliga eine Ungleichbehandlung. Die jüngsten Spiele der Rivalen SC Magdeburg und SG Flensburg/Handewitt waren wegen mehrerer Corona-Fälle abgesagt worden. Der THW Kiel musste jedoch vor wenigen Wochen trotz zweier positiver Fälle und der anschließenden 14-tägigen Quarantäne für die Spieler alle Partien bestreiten.

»Wir mussten weiterspielen und haben es teuer bezahlt«, sagte Trainer Filip Jicha den »Kieler Nachrichten«.

Ohne die Nationalspieler Sander Sagosen und Steffen Weinhold büßte der THW in der Liga Punkte in Lemgo (21:21) und gegen den SC Magdeburg (27:29) ein und kam auch in der Champions League gegen Szeged (32:32) nicht zum Erfolg.

Geschäftsführer Frank Bohmann von der Handball-Bundesliga (HBL) sieht allerdings Unterschiede zu den Spielabsagen für Magdeburg und Flensburg-Handewitt. Dort habe eine Tendenz bestanden mit der Gefahr, »dass weitere Spieler infiziert sind. Darum haben die spielleitende Stelle und ich diese Entscheidung getroffen, weil wir eine erhebliche Gesundheitsgefahr gesehen haben«, sagte Bohmann. Beim THW hingegen seien die beiden Spieler früh isoliert worden, dort habe es keine negative Entwicklung gegeben.

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