Krimi mit Happy End

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Die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg hat aus Gastgebersicht ein versöhnliches Ende gefunden: In einem Krimi setzten sich die deutschen Frauen im Spiel um Platz drei gegen China hauchdünn mit 44:43 (6:10/23:28/36:37) durch und durften sich über die Bronzemedaille freuen. Beste Werferin für die deutschen Farben wurde Kapitänin Mareike Miller mit insgesamt 19 Punkten. Den WM-Titel sicherten sich die Niederlande, die im Frauenfinale Großbritannien mit 56:40 (19:10/31:20/38:32) bezwangen.

Die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg hat aus Gastgebersicht ein versöhnliches Ende gefunden: In einem Krimi setzten sich die deutschen Frauen im Spiel um Platz drei gegen China hauchdünn mit 44:43 (6:10/23:28/36:37) durch und durften sich über die Bronzemedaille freuen. Beste Werferin für die deutschen Farben wurde Kapitänin Mareike Miller mit insgesamt 19 Punkten. Den WM-Titel sicherten sich die Niederlande, die im Frauenfinale Großbritannien mit 56:40 (19:10/31:20/38:32) bezwangen.

Die deutschen Frauen starteten im Spiel um Platz drei gut in die Partie und setzten China sogleich unter Druck (4:0, 2.). Die Asiatinnen spielten – wie schon im Halbfinale Großbritannien – mit einer aggressiven Presse gegen die deutschen Korbjägerinnen. So drehte China mit einem 10:0-Lauf die Partie zum 10:4 (9.). Die Halbfinalniederlage vom Vortag hatte Spuren hinterlassen. Dies wurde vor allem in der Verunsicherung in der Offensive deutlich, die das Team Germany im weiteren Verlauf des Viertels an den Tag legte. China erzwang einfache Ballverluste, und die Deutschen ließen die sich bietenden Chancen unter dem Korb liegen. So stand es nach 13 Minuten 9:18 aus Sicht der deutschen Mannschaft. Bundestrainer Martin Otto nahm eine Auszeit. Bis zur Halbzeitpause kam das Team Germany dann ein wenig besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand zum 23:28 Pausenstand.

Die zweite Halbzeit eröffnete die deutsche Auswahl furios mit einem 5:0-Lauf zum 28:28 (22.). Nun sollte sich eine Partie entwickeln, die an Spannung nicht zu überbieten war. Mit dem 34:33 (28.) holten sich die deutschen Frauen die Führung zurück, konnten sich aber zunächst nicht absetzen. Erst mit Beginn der Crunchtime gelang es, sich mit dem 43:39 (37.) ein wenig Luft zu verschaffen. Doch China kam mit 4:0 Punkten in Serier noch einmal zurück in die Partie. Die Zuschauer in der ausverkauften edel-optics.de-Arena peitschten das Team Germany nach vorn, und schließlich war es Mareike Miller, die mit einem von zwei verwandelten Freiwürfen die Mannschaft und auch die Fans erlöste und damit den Schlusspunkt zum 44:43-Sieg setzte.

"Was für ein Spiel! Wahnsinn! Wir waren mit zehn Punkten hinten. Aber wir haben nicht aufgegeben und sind mit so viel Herz zurückgekommen. Unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat. Ich bin einfach so stolz", sagte der überglückliche Martin Otto nach Spielende.

Deutschland: Mareike Miller (19), Marina Mohnen (17), Maya Lindholm (6), Katharina Lang (2), Johanna Welin, Anne Patzwald, Laura Fürst, Annabel Breuer, Barbara Groß, Svenja Mayer, Catharina Weiß.

Den Titel bei den Männern ging an Großbritannien. Die Briten setzten sich zum Abschluss der WM in Hamburg im Finale mit 79:62 gegen die USA durch. Die Bronzemedaille holte sich Australien durch einen 68:57-Sieg über den Iran. Das deutsche Team von Trainer Nicolai Zeltinger hatte sich am Freitag Platz 13 gesichert.

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