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Die Finalisten der A-Junioren: TSV Lang-Göns (rot-weiße Trikots, hintere Reihe, v. l.) Trainer Stefan Wanke, Co-Trainer Hartmut Raith, Nils Tischler, Tolga Yilmaz, Justin Raith, Leon Großheim, Joshua Christ, Lukas Höhn, Sielas Höpfner, Fabian Wanke (vorn, v. l.): Simon Schreiber, Lennart Jarzinka, Lennart Matheis, Nico Pfeiffer, Luca Tim Kraus, Tobias Künkel, Finn Johannson, Schiedsrichtergespann: Velil Ülgüt (TSG Leihgestern), Karsten Koska (VfB 1900 Gießen), Andreas Reuter (SV Annerod). – FSG Wettenberg (orange-schwarze Trikots, hintere Reihe, v. l.): Co-Trainer Vladimir Lugov, Julien Stolorz, Nick Stete, Marvin Mässer, Florian Valentin, Sam Heinrich, Nick Figgemeier, Philip Schreiner, Niclas Schmidt, Trainer Alexander Kessler, Physiotherapeut Leonard Blumrich (vorn, v. l.): David Hovestadt, Fabian Lange, Florian Nau, Tobias Lorz, Berzan Yalcin, Berkan Genc, Jerome Hirnet, Stefan Stambke, Robin Durst. (Foto: fro)

Kreispokal: Wettenberg und Rabenau jubeln

(fro) Am Samstag fanden auf dem Kunstrasenplatz in Heuchelheim die Kreispokal-Endspiele der A- und B-Junioren um den T-Shirt-Line-Cup statt. Das herrliche Herbstwetter sorgte für eine gute Zuschauerresonanz bei beiden Finalspielen.

Bei den A-Junioren setzte sich die FSG Wettenberg im Duell zweier Gruppenligisten am Ende überraschend deutlich mit 5:1 gegen den TSV Lang-Göns durch. Bei den B-Junioren fand lange Zeit ein zähes Ringen um den Sieg statt, ehe die JSG Rabenau mit 2:1 gegen die TSF Heuchelheim das bessere Ende für sich beanspruchen konnte. Während alle Spieler und Trainer der vier Finalisten mit einem Kapuzen-Shirt des Sponsors T-Shirt-Line und einem Ball belohnt wurden, konnten die beiden Siegerteams die begehrten Pokale aus den Händen von den beiden Kreisfußballausschussmitgliedern Christian Jung und Klaus-Jürgen Schretzlmaier entgegennehmen.

A-Junioren / FSG Wettenberg – TSV Langgöns 5:1 (1:1): Die Partie begann furios, als Justin Raith eine Flanke von Lennart Matheis bereits nach vier Minuten zum 1:0 für den TSV verwerten konnte. Die FSG hatte die passende Antwort parat und glich nach einem Eckstoß von Sam Henrich aus. Nutznießer war Florian Valentin mit dem Treffer zum 1:1 (9.). In der Folgezeit entwickelte sich eine flotte Partie auf gutem spielerischem Niveau. Beide ließen den Ball gut laufen, wenngleich zwingende Aktionen Mangelware blieben. Gefahr ging meist nur von Standardsituationen aus.

So setzte Valentin einen Kopfball nach einem FSG-Eckstoß etwas zu hoch an (30.). Auf der Gegenseite konnte Sielas Höpfner eine Freistoßhereingabe von Fabian Wanke nicht nutzen (36.). In der Nachspielzeit konnte Simon Schreiber ein Missverständnis zwischen FSG-Keeper Florian Nau und Nick Stete nicht nutzen. So ging es leistungsgerecht mit 1:1 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die FSG den besseren Start. Ein Eckstoß von Sam Henrich segelte an Freund und Feind vorbei, so dass Nick Stete das Leder nur noch zum 2:1 einzudrücken brauchte (50.). Kurz darauf rutschte ein Henrich-Freistoß TSV-Keeper Lukas Höhn durch die Finger. David Hovestadt stand parat und brauchte nur noch zum 3:1 einschieben (53.). "Die drei Gegentore durch Standards waren unser Genickbruch. Uns fehlten nach dem Rückstand Tempo und Aggressivität im Spiel. Am Ende haben wir auf Dreierkette umgestellt und waren für FSG-Konter offen", sagte TSV-Trainer Stefan Wanke. Seine Elf war zwar um den Anschluss bemüht, doch Fernschüsse von Simon Schreiber (56.) und Leon Großheim (62.) fanden nicht das Ziel. Auch ein Kopfball von Schreiber strich am FSG-Kasten vorbei (70.

). Die Elf von Trainerduo Alexander Kessler und Vladimir Lugov nutzte die sich am Ende bietenden Räume aus und machte mit einem Doppelschlag durch Stefan Stambke (77.) und Florian Valentin (78.) den Sack endgültig zu. "Unsere Jungs haben nach dem frühen Rückstand Moral gezeigt und ein tolles Spiel abgeliefert. Die zweite Halbzeit haben wir klar dominiert und am Ende verdient gewonnen", freute sich Vladimir Lugov nach dem Finale.

Noah Bergmann-Franke trumpft auf

B-Junioren / JSG Rabenau – TSF Heuchelheim 2:1 (1:1): Nachdem Noah Bergmann-Franke in der dritten Spielminute an TSF-Keeper Lorenz Krah gescheitert war, schlug es zunächst auf der Gegenseite ein. Bei einem Eckstoß von Alexander Lüdtke stimmte die Zuordnung in der JSG-Abwehr nicht, so dass Kristijan Iljenkarevic zum 1:0 für die TSF einköpfen konnte (8.). Die Elf von JSG-Trainer Matthias Röhmig zeigte sich aber keinesfalls geschockt. Nach einem Steilpass von Philipp Freese traf Bergmann Frank zum 1:1 (11.). Die TSF blieben spielbestimmend, während die aus einer dicht gestaffelten Abwehr heraus agierende JSG ihr Heil im Konter suchte. Kurz vor der Pause bot sich den TSF bei einer Doppelchance die Möglichkeit zur erneuten Führung.

Zunächst lenkte JSG-Torwart Lukas Wissig einen Freistoß von Lucas Garnier über die Latte, ehe Iljenkarevic nach dem anschließenden Eckstoß das JSG-Gehäuse per Kopfball verfehlte (35.). Nach dem Seitenwechsel sahen die 300 Zuschauer zunächst eine einseitige Partie. Die TSF erhöhten den Druck, während die JSG kaum noch für Entlastung sorgen konnte. So spielte sich das Geschehen meist in der Rabenauer Spielhälfte ab. Finn Hörr setzte einen Distanzschuss knapp neben den Pfosten des JSG-Tores (48.), während Lukas Wissig einen Freistoß von Lucas Garnier mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (50.). Auch in der Folgezeit präsentierte sich der JSG-Torwart als starker Rückhalt seiner Mannschaft. In der 61. Minute rettete Wissig gleich zweimal gegen Daniel Galinger und Florian Lest mit Bravour. Dann der Schock für die TSF: Nach einem Befreiungsschlag schüttelte Noah Bergmann-Franke zwei TSF-Verteidiger ab und setzte das Leder unhaltbar für Torwart Lorenz Krah zum 2:1 der JSG ins lange Eck (71.). Der Jubel beim zahlreich angereisten JSG-Anhang kannte keine Grenzen mehr. In der verbleibenden Spielzeit setzte Garnier einen Freistoß aufs Tornetz (75.

), während ein TSF-Tor von Serhat Altuntas von Schiedsrichter Martin Diehl wegen Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt wurde (76.). So blieb es am Ende beim nicht unverdienten Erfolg der Röhmig-Schützlinge.

"Wir sind enttäuscht, zumal das Finale ja zu Hause stattfand. Die JSG hat ihre Chancen einfach effektiver genutzt", sagte TSF-Trainer Yannik Pauly. JSG-Trainer Matthias Röhmig sah sich in seiner Taktik bestätigt. "Die Spiele gegen die TSF sind immer eng. Wir wollten zunächst die Defensive stärken und auf Konter bauen. Noah hat heute wieder einmal bewiesen, dass er aus einer einzigen Aktion ein Tor machen kann. Der Sieg war am Ende glücklich, aber aus meiner Sicht verdient."

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