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Kreisliga A Alsfeld/Gießen: Kirtorf oder Schwalmtal - Aufstiegs-Entscheidung fällt am letzten Spieltag

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Von: red Redaktion

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Eine letzte gemeinsame Party: Die Mannschaft der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen feiert nach dem 4:1-Sieg vom Wochenende die Meisterschaft - auch, wenn der Aufstieg aufgrund der Auflösung ausbleibt. © Oliver Vogler

Die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen wird Meister der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen und löst sich auf - wer rückt als Tabellenzweiter und somit Aufsteiger nach?

(rol). In der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen durfte die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen nach dem 4:1-Heimsieg über die FSG Queckborn/Lauter nun hoch offiziell ihre Meisterschaft feiern. Da sich die Spielgemeinschaft aber auflösen und ihr Aufstiegsrecht damit verlieren wird, spitzt sich der Kampf um den direkten Aufstieg zwischen der siegreichen FSG Kirtorf (3:1-Heimerfolg über die Spvgg. Mücke) und der SG Schwalmtal (3:0-Sieg über die SG Rüddingshausen/Londorf) zu.

Im Fernduell werden die punktgleichen Teams am letzten Spieltag den zweiten Platz ausspielen. Die Abstiegsfrage ist hingegen geklärt. Hier verlässt die FSG Alsfeld/Eifa als Tabellenletzter die A-Liga, während die Relegation nach unten ausgesetzt werden wird. Der Zweitplatzierte der B-Liga - derzeit der FC Weickartshain - wird neben dem B-Liga-Meister direkt in die Kreisliga A Alsfeld/Gießen aufsteigen.

FSG Alsfeld/Eifa - FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein 2:5 (0:2): Die Gäste nahmen das Heft im Grunde genommen schon in die Hand und sorgten mit dem Kopfballtor von Daniel Dressler (27.) sowie Marcel Seipp in der 37. Spielminute für eine beruhigende 2:0-Führung. Mit dem 3:0 durch Jan Pinschmidt, der aus zehn Metern eiskalt traf (58.), war die Partie so gut wie entschieden. Aber die ersatzgeschwächte Heimelf verkürzte durch Marvin Rosengart, der ein schönes Zuspiel von Mirko Bambey verwertete, zum 1:3 (65.). Nur drei Minuten später traf Johannes Bethke aus kurzer Distanz zum 4:1, ehe erneut Rosengart aus acht Metern per Kopf zum 2:4 erfolgreich war (83.). Schließlich verwandelte Laurin Plate einen Foulelfmeter noch zum 5:2-Endstand (89.), der aber um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen sein dürfte.

SG Appenrod/Maulbach/Gemünden - SV Bobenhausen 1:2 (1:1): Die Heimelf haderte mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung, so auch in der 18. Spielminute, als ein Treffer für die Heimelf wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Dennoch köpfte David Scherer eine Ecke sehenswert zur Führung ins Gästetor (27.). Aber auch die Entscheidung des Unparteiischen, die dem SVB einen Handelfmeter bescherte, schmeckte dem Gastgeber nicht. Denn der führte durch André Sittner zum Ausgleichstreffer (38.). Hatte die SG bereits im ersten Durchgang spielerisch ein leichtes Übergewicht, so nahm diese Überlegenheit in der zweiten Halbzeit noch zu. Doch Torchancen waren hüben wie drüben dünn gesät. Und so musste ein Abwehrfehler im Strafraum der Gastgeber für den Siegtreffer herhalten, den Stefan Krause als Gastgeschenk zum 2:1 nutzte (51.). Der Aufsteiger hielt nun gut dagegen und verdiente sich so die drei Punkte am Ende, auch wenn sie glücklich zustande gekommen waren. Irgendwie brachte die Dreierspielgemeinschaft nicht genügend Engagement auf den Platz, um den SVB ernsthaft ins Wanken zu bringen.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II - FSG Ohmes/Ruhlkirchen 1:2 (1:1): Im Rahmen eines Sommerkicks hatte die Heimelf das Spiel im Griff und kam durch Jan Meinusch zu einer guten Möglichkeit, die Gästetorwart Dennis Kraus hervorragend parierte (23.). Auf der Gegenseite hatte Gästespieler Tobias Stork, der immer gefährlich war, Pech bei einem Pfostentreffer (37.). Dann aber traf Stork nach hohem Ballgewinn, guter Ballkontrolle, Dribbling und überlegtem Schuss zur 1:0-Führung (42.). Eine Minute vor der Pause kombinierte sich dann die Heimelf sehenswert durch und kam durch Elias »Spendi« Roth, dessen abgefälschter Schuss als Bogenlampe im Gästetor landete, zum 1:1-Ausgleich. Kurz nach dem Seitenwechsel war es erneut Stork, der zum 2:1 traf (55.). Erneut Sinnhöfer hatte dann Pech, als sein Heber an die Latte schlug (71.). Und bis auf die Gästechance durch Luka Rajewski (76.) passierte ansonsten nicht mehr viel. Trotzdem hatte es die Heimmannschaft geschafft, sich für die hohe Niederlage in der vergangenen Woche zu rehabilitieren.

Kirtorf oder Schwalmtal - wer steigt jetzt auf?

SG Schwalmtal - SG Rüddingshausen/Londorf 3:0 (0:0): Es war der erwartet schwere Gegner«, wie SG-Pressesprecher Thomas Hildebrandt berichtete, »den man nur an einem überragenden Tag schlagen kann.« Die erste Viertelstunde ging daher auch klar an die Rabenauer, die bei einer Kopfballchance durchaus hätten in Führung gehen können. Hier war aber René Körner zur Stelle. Der Keeper verletzte sich später schwerer und wurde durch A-Junioren-Spieler Paul Krutsch ersetzt (43.). Der anwesende A-Liga-Klassenleiter Frank Heller sorgte im Übrigen für Klarheit in Bezug auf die Spielberechtigung von Krutsch, die er kurz vor dessen Einwechslung auf Anfrage abnickte. Die Partie blieb auch im zweiten Abschnitt schwer umkämpft, wobei sich die Heimelf in Sachen Zweikampfstärke und stabilem Abwehrverhalten besonders hervortat. Schließlich schien die Partie auf ein Remis hinauszulaufen, bis dann aber der kurzfristig aushelfende Christoph Welker zur Führung der Gastgeber einköpfte (82.). »Das war der Dosenöffner«, wie es Hildebrandt bewertete. Nun machten die Gäste komplett auf, was die »Schwälmer« mit dem 2:0 durch Finn Hiledbrandt (89.) sowie dem 3:0 durch Timo Walper (90. + 3) nutzten.

FSG Kirtorf - Spvgg. Mücke 3:1 (2:1): Noah Koc brachte die Gäste nach zehn Spielminuten in Führung. Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Phil Sommer brachte den Ball nur acht Minuten später zum 1:1 im Mücker Tor unter. Die FSG bastelte nun am Führungstreffer, der Lars Krätschmer unmittelbar vor der Pause gelang (45.). Insgesamt erarbeitete sich die FSG ein Torchancenplus und kam daher auch zum verdienten 3:1, das erneut Krätschmer gelang (79.).

SV Harbach - SV Nieder-Ofleiden 4:2 (2:0): Ein Foul an Moritz Döll führte zur schnellen und genauso berechtigten Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Manuel Ernst-Bühler; Julius Siegert ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte zum 1:0 für den SVH (5.). Kurz darauf parierte Torwart Manuel Reitz einen Gästekopfball (14.), ehe Philipp Hessler auf der Gegenseite mit einem Lupfer zum 2:0 erfolgreich war (15.). Und beinahe hätte Max Scholz sogar auf 3:0 erhöht, scheiterte aber knapp (44.). Kurz nach der Pause brachte Gästespieler Fabian Loth einen weiteren an ihm selbst verschuldeten Strafstoß zum 1:2-Anschlusstreffer im Tor unter (48.). Fünf Minuten später traf Kevin Reiß abermals mit einem verwandelten Elfer zum 2:2-Ausgleich und sorgte dafür, dass der SVN nun eine stärkere Phase hatte. Erneut Reiß ließ eine weitere Torchance aus (63.), ehe der SVH in der letzten Viertelstunde die dominierende Elf war. Das führte zunächst zur vergebenen Großchance für Marcel Keil (75.), bevor Keil nach einem Foul an Scholz den fälligen Elfer zum 3:2 verwandelte (80.). Nach einer ausgelassenen Gästechance (82.) gelang Patrick Jünger der Treffer zum 4:2-Endstand für den SV Harbach (87.), der damit sein letztes Heimspiel als eigenständiger Verein austrug, bevor es dann in die Spielgemeinschaft mit dem SV Saasen geht.

SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen - FSG Queckborn/Lauter 4:1 (1:1): In ihrem letzten Spiel gelang der Heimelf vor 125 Zuschauern ein klarer 4:1-Sieg, der endgültig die Meisterschaft bedeutete. Nach zunächst leichtem Torchancenplus jubelte die SG erstmals nach 36 Spielminuten, als Niklas Frey einen Pass in den Lauf gut mitnehmen und schließlich aus acht Metern zum 1:0 vollenden konnte. Doch mit dem Halbzeitpfiff nutzte Gästespielertrainer René Maus einen Abwehrfehler zum Ausgleichstreffer (45.). In der zweiten Halbzeit erspielte sich die Heimelf zahlreiche Torchancen, während deren Torhüter Jürgen Stöcker nur noch einmal eingreifen musste, um den Führungstreffer der FSG zu verhindern (55.). Dann aber war es Timo Söhren vorbehalten, einen Pass von Simon Möbus zum 2:1 für die Mannschaft von Trainer Benjamin Lock abzuschließen (58.). Nur drei Minuten später schob Tom Fischer einen Querpass von Robin Kässmann zum 3:1 ein, ehe Tim Kutscher nach einem Steilpass von Christian Kuhn auf ein in dieser Höhe hochverdientes 4:1 erhöhte (76.).

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Sonne im Gesicht, Ball im Blick: Simon Möbus von der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen und Theo Wewel (r.) von der FSG Queckborn/Lauter im direkten Duell. OV © Oliver Vogler

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