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46ers-Aufbauspieler Bjarne Kraushaar hat sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen, die ihn zu einer Pause zwingt. (hf)

Kraushaar fällt aus

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(gae). Wie gut, dass Stephen Brown so schnell verpflichtet werden konnte. Denn sonst stünden die Gießen 46ers ohne etatmäßigen Pointguard da. Bjarne Kraushaar zog sich am Samstag im Abschlusstraining eine Bandverletzung am linken Sprunggelenk zu. "Ihm ist einer auf den Fuß gesprungen", erklärte Headcoach Ingo Freyer am Sonntagabend nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Bamberg. Nach der angesetzten MRT-Untersuchung am Montagnachmittag besteht nun Gewissheit. "Ich habe mir ein Band abgerissen", sagte Kraushaar, kurz nachdem er die Röhre verlassen hatte. Wie lange der 20-jährige Gießener ausfallen wird, richtet sich nach dem Genesungsverlauf. Kraushaar ist guter Dinge, dass es nicht so lange ist. Sein erster Gang war der zum Physio. Normalerweise muss man in so einem Fall mit gut vier Wochen Ausfall rechnen. Gut, dass die nächste BBL-Partie für die 46ers erst am 11. Oktober gegen die Hamburg Towers ansteht

Die Lücke, die Kraushaar hinterlässt, wird dann sicherlich Teyvon Myers schließen, der als Shootingguard auf die Eins rücken kann. Denkbar ist auch, dass Freyer den ProB-Spieler Wyatt Lohaus zur ersten Mannschaft hochziehen wird, der sein Debüt bereits bei der Bundesliga-Niederlage zum Saisonauftakt gegen Crailsheim gab. Insgesamt fünfmal darf er aushelfen.

Indes nahm 46ers-Boss Heiko Schelberg am Sonntag beim Pokal-Aus seines Teams gegen den Titelträger Bamberg klar Stellung zu der aktuellen Cheerleader-Diskussion. Berlin verzichtet künftig auf den Einsatz von Cheerleadern bei den Heimspielen. Für Geschäftsführer Marco Baldi sei das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr zeitgemäß. "Ich finde es unqualifiziert, die Cheerleader in eine Schublade zu stecken, in die sie nicht hingehören. Wir reden hier von Leistungssport. Die Frauen nehmen an Meisterschaften teil, trainieren drei- bis viermal in der Woche. Deswegen teile ich die Meinung von Marco Baldi nicht", konstatierte Schelberg.

Angetan war er von der enormen Leistungssteigerung seiner 46ers, die ein paar Tage zuvor beim misslungenen BBL-Saisonauftakt gegen die Merlins aus Crailsheim noch wie ein Absteiger spielten. "Wir haben ein vollkommen anderes Gesicht gezeigt", erklärte er und fügte an, dass er nun zuversichtlicher in die Zukunft blicke. Begeistert war er vom Auftritt des neuen Pointguards. "Stephen hat uns wesentlich mehr Struktur ins Spiel gebracht."

Dass nur 2149 Zuschauer den Pokal-Fight miterlebten, ließ er ebenfalls nicht unkommentiert: "Die, die nicht da waren, werden sich tierisch ärgern, dass sie dieses Spiel nicht erlebt haben. Sonntag, 18 Uhr, ist unbequem, die Ferienzeit hat in Hessen begonnen, und wir haben nicht gut performt gegen Crailsheim. Da kommt das eine zum anderen. Und dann ist das vielleicht ein Ergebnis aus vielen Parametern. Wir haben in den letzten vier Jahren unseren Zuschauerschnitt immer gesteigert. Das wird uns auch in dieser Saison gelingen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie emotionalisieren kann."

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