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BBA Gießen 46ers vor dem Start in die U16-Bundesliga (hinten, v. l.): Anton Voigtländer-Tetzner, Lorenz Kohl, Dusan Nikolic, Christopher Herget, Tristan Göbel, Vincent Stöckel, Jonathan Fuchs; vorne (v. l.): Cheftrainer Marcus Krapp, David Sann, Max Epp, Hanno Kotulla, Noah Sann, Nils Graf, Detwan Andrews, Michelangelo Falivena, "Co"-Trainer Manuel Grün.

Krapp-Team hat die Playoffs im Visier

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Defensiv und spielerisch besser als im Vorjahr soll der Klassenerhalt dieses Mal früher eingetütet und die Playoffs erreicht werden. Obwohl dem Jugend Basketball Bundesliga-Team der BBA Gießen 46ers die drei wichtigsten Scorer entwachsen sind, geht das U16-Team optimistisch in die neue Saison. Dafür sorgen Stammspieler der letzten Saison, Spieler aus dem Hessenkader und auch zwei Neuzugänge aus einiger Entfernung.

Mit einer kurzen Vorrunde startet am Wochenende die JBBL-Saison 2019/20. Dabei gilt es für das Gießener Team um Trainer Marcus Krapp, unter die besten drei der sieben Teams zu kommen. Dann wären durch die Teilnahme an der Hauptrunde der Klassenerhalt und die Playoffs bereits im November sicher. Dabei warten auf das Team der Jahrgänge 2004 und 2005 sechs Spiele gegen schlagbare Gegner, in denen sie sich allerdings keine Ausrutscher erlauben dürfen.

Obwohl die Leistungsträger der vergangenen Saison nicht mehr im Kader stehen können, geht die Gießener Mannschaft nicht unerfahren an den Start. Mit Christopher Herget, Nils Graf und Hanno Kotulla sollen drei der Stammspieler aus dem Vorjahr ihre Erfahrung nun noch mehr in die Waagschale werfen. Das Quartett wird durch Tristan Göbel komplettiert, der mit 6,9 Punkten und 6,4 Rebounds statistisch bereits am meisten in Erscheinung getreten ist.

Nachdem mit Göbel im Vorjahr nur ein 46ers-Athlet im Hessenkader stand, haben es in diesem Sommer gleich drei geschafft. Dusan Nikolic stand nebenbei im letzten Winter ebenfalls in einer Regionalauswahl seiner Heimat Serbien.

Mit den Zwillingen David und Noah Sann spielten zwei Hoffnungsträger aus Mittelhessen beim Bundesjugendlager am vergangenen Wochenende für die Hessenauswahl. Alle drei 2005er haben bereits vergangene Saison in der JBBL gespielt und werden nun größere Rollen einnehmen.

Mit zwei Neuzugängen aus Fulda und Siegen ist der Einzugsbereich der Nachwuchsbasketballer weiter gewachsen. Philipp Becker dominierte für den TV Jahn Siegen in der U16-Oberliga NRW mit regelmäßig 30 Punkten und mehr. Aus Fulda pendelt Vincent Stöckel nach Gießen. Der zwei Meter große Center geht in der neuen Saison für seinen Heimatverein bereits in der Landesliga der Senioren an den Start.

Trainer Krapp hat ein breites Ensemble zur Verfügung, das für zweistellige Punkte sorgen kann. Das Team an sich ist defensiv sowie spielerisch gegenüber dem Vorjahr verbessert. In der Vorbereitung zeigte es zudem viel Engagement und Stabilität. Dies unterstrich unter anderem ein Turniersieg in Tübingen.

Um die Playoffs früh zu sichern und in die Hauptrunde einzuziehen, müssen die 46ers unter die besten drei der Gruppe 5 kommen. Dabei warten drei Heim- und drei Auswärtsspiele. Unter den sechs Gegnern gibt es einige Teams, die eher schwächer einzuschätzen sind. Mainz hat sich im Frühsommer erst für die JBBL qualifiziert, und Trier unterlag den 46ers bereits in der Vorbereitung. Die vier anderen Gegner kommen aus Nordrhein-Westfalen. Mit Düsseldorf und Leverkusen warten zwei große Konkurrenten um den Hauptrundeneinzug. Köln ist altersbedingt schwächer als im Vorjahr zu erwarten, hat jedoch den einzigen Spieler der Gruppe, der im nächsten Jahr in der U16-Nationalmannschaft spielen könnte. Bonn/Rhöndorf tritt mit neuem Trainer an und ist ebenfalls schwer einzuschätzen.

Wie alle 46ers-Teams will auch die JBBL-Mannschaft mit druckvoller Verteidigung und schnellem Offensivspiel punkten. Nach dem verpatzten Saisonstart in der letzten Saison sind die JBBL-erfahrenen Spieler und Trainer allerdings gewarnt. Jeder Patzer kann den Gang in die Relegation bedeuten. Mit der guten Mischung aus erfahrenen Spielern und nachrückenden Talenten sollte das Ziel Playoffs allerdings möglich sein. Am Sonntag startet das Unterfangen in Mainz, ehe am 19. Oktober Leverkusen in die Sporthalle Gießen-Ost kommt. Jonathan Schmidt

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