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BBA Gießen 46ers vor dem Start in die JBBL-Saison 2021/22 (steh., v. l.): »Co« Jan Schneider, Elvin Mehovic, Marlon Hilton, Niklas Bertram, Roman Keilmann, Max Brodt, Ben Klingelhöfer, Trainer Marcus Krapp; hockend/sitzend (v. l.): Ole Thormeier, Tim Scherer, Laurin Immisch, Gabriel Noyal, Christian Mann, Till Heyne, Niclas Steinhoff, Jasper Hegele, Peja Strobl. DUSS

Krapp-Team peilt die Hauptrunde an

(jsg). Den Abbruch der Saison 2020/21 hat das U16-Team der BBA Gießen 46ers durchaus bedauert. In der Jugend-Basketball-Bundesliga waren die Jungs gerade ins Rollen gekommen, als die Pandemie ihnen einen Strich durch die Rechnung machte. Seitdem trainierten die Spieler auf den Beginn der neuen Spielzeit hin, der am Sonntag um 11 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost erfolgen wird.

Der Umbruch im Team fiel verhältnismäßig klein aus. Aus dem 2005er-Jahrgang verließen nur vier Leistungsträger das Team. Dafür rückten aus der U14 einige interessante Spieler nach.

Kommen/Gehen: Mit 23 Punkten pro Spiel schmerzt der Abgang von Noah Sann offensiv sicherlich am stärksten. Aber auch sein Zwillingsbruder David wird dem Team als Point-Guard fehlen. Detwan Andrews und Anton Schneider gehörten in der kurzen letzten Spielzeit ebenfalls zu den Leistungsträgern und sind nun zu alt für die U16-Bundesliga. Dazu verließ Trainer Patrick Unger nach einem Jahr das JBBL-Team schon wieder. Der ehemalige Nachwuchskoordinator wurde zum Cheftrainer der Gießen 46ers Rackelos berufen. So ist es wieder Marcus Krapp, der alleinig den Headcoach-Posten innehat. Ihm an der Seite steht mit Jan Schneider nun ein Co-Trainer, der die meisten Akteure schon in der U12 oder U14 der Akademie betreut hat.

Neu im Gießener Programm ist dagegen Peja Strobl. Der Sohn von BBL-Cheftrainer Pete spielte bereits in Braunschweig JBBL und ist als Jahrgang 2007 auch kommende Saison noch spielberechtigt. Direkt nach dem Umzug nach Gießen nahm er auch an einem Lehrgang des HBV als Vorbereitung zum Bundesjugendlager teil. Während Strobl es nicht ganz ins hessische Zwölfer-Team geschafft hat, vertrat dort Jasper Hegele die heimischen Farben. Der Marburger verpasste beim Schaulaufen der Nachwuchsspieler allerdings die Normierung zur vorläufigen U15-Nationalmannschaft. Mit Laurin Immisch, Gabriel Noyal, Tim Scherer, Niclas Steinhoff und Ole Thormeier stoßen fünf weitere U14-Spieler in den Kader, die an die U16-Bundesliga herangeführt werden.

Stärken/Schwächen: »Es wäre schön gewesen, wenn wir mehr als zwei Trainings mit der gesamten Mannschaft gehabt hätten«, blickt Marcus Krapp auf eine unglückliche Vorbereitung zurück. Immer wieder fehlten dem erfahrenen JBBL-Trainer Spieler mit Verletzungen. »Wir hoffen, dass wir in den Herbstferien viel trainieren können, damit die Jungs noch besser miteinander spielen können.« Nichtsdestotrotz zeigten die Gießener eine gute Vorbereitung. Gerade defensiv funktionierte die aggressive Spielweise mit viel Druck über das ganze Feld bereits gut. Auch wenn offensiv noch nicht alle Ideen zu 100 Prozent umgesetzt wurden, gab es dabei gute Ansätze. »Die Spieler müssen noch mehr auf ihre Fähigkeiten vertrauen«, schaut der Coach auf die ersten Pflichtspiele seit elf Monaten.

Trainer/Umfeld: Die Kontinuität bei der Basketball-Akademie hat einen Namen: Marcus Krapp. Seit über einem Jahrzehnt ist der A-Lizenzinhaber in verschiedenen Positionen für den Nachwuchs der 46ers tätig. Seit 2018 ist der Lehrertrainer der Liebigschule durchgängig als JBBL-Trainer im Amt. An seiner Seite steht erstmals Jan Schneider, der aber ebenfalls seit einigen Jahren zum hauptamtlichen Trainerteam der Gießener gehört. Gespielt wird wie in den Vorjahren in der Sporthalle Gießen-Ost. Nach dem kurzfristigen Ausschluss von Zuschauern im Vorjahr wird aktuell mit bis zu 500 geimpften, genesenen oder getesteten Gästen geplant.

Kader/Prognose: Der Jahrgang 2006 konnte im letzten Jahr kurz Erfahrung sammeln und muss nun vorangehen. Dabei kommt den Jung-46ers zugute, dass ein Großteil bereits in der U14 erfolgreich zusammen gespielt hat. Der Kern um Till Heyne, Ben Klingelhöfer und Roman Keilmann wird durch das Marburger Duo Christian Mann und Elvin Mehovic ergänzt. Mit seinen knapp zwei Metern wird vor allem Mann von den quirligen Guards gesucht werden.

»Es ist immer schwierig mit dem Modus in der JBBL«, ärgert sich Krapp aber auch in diesem Jahr über die kurze Vorrunde. Sieben Teams kämpfen in sechs Spielen um drei Plätze, die in die Hauptrunde führen. Die anderen vier Teams spielen in der Relegationsrunde um den Klassenerhalt. Beim großen Niveau-Unterschied innerhalb der Liga wäre es für das Krapp-Team daher optimal, sich in der Hauptrunde mit den starken Gegnern zu messen. Eine Prognose für die Vorrunde fällt traditionell schwer, da durch den steten Wandel nur wenig Teams bekannt sind. Sollten die Gießener komplett antreten, sollte der dritte Platz jedoch machbar sein.

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