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Harte Defense betreibt Anja Fuchs-Robetin (l., Capitol Bascats Düsseldorf) an Deijah Blanks (Bender Baskets Grünberg).

Kostic-Team hält lange mit

  • VonSvantje Merker-Gärtner
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Die Bender Baskets Grünberg sind zwar an ihre Grenzen gegen Düsseldorf gegangen. Sie wurden aber von einer besseren Mannschaft mit 66:82 geschlagen. Entscheidend war aber der Auftritt an sich. Der war gegenüber den letzten Wochen deutlich gesteigert.

Bis zur 34. Minute haben die Bender Baskets Grünberg am Samstag in der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Frauen gegen ihren favorisierten Zweitligagast Capitol Bascats Düsseldorf mitgehalten und zur Pause auch mit 36:34 geführt. Zum Ende hin vermochte die Mannschaft von Trainer Dejan Kostic nicht mehr gegen die individuelle Klasse der Rheinländerinnen gegenzuhalten, zollte personellen Engpässen und dem Verlauf der letzten zwei Monate Tribut. Schließlich verloren die Grünbergerinnen mit 66:82. Ihr Trainer wertet wegen ihres couragierten Auftritts die Niederlage aber trotzdem als Schritt in die richtige Richtung.

Ihre für Samstag einzige große Spielerin hatten die Bender Baskets insgesamt nur zehn Minuten lang auf dem Feld, dann hatte Carlice Poelstra ihr Foulkonto überzogen. Schon im ersten Viertel handelte sie sich vier Fouls ein. In der 25. Minute war der Spieltag für sie auf dem Feld vorbei. Ungewöhnlich: Poelstra wurden fünf offensive Vergehen angekreidet. Verzichten mussten die Gallusstädterinnen kurzfristig auf Lena Dziuba, die am Freitag im Training umgeknickt war und somit erneut ausfiel.

»In der ersten Halbzeit haben wir wenige Fehler gemacht«, nannte Kostic einen Grund für das Zustandekommen des knappen 18:16-Zwischenresultats nach dem ersten Abschnitt. Den hauchdünnen Abstand hielten die Mittelhessinnen bis zum Seitenwechsel (36:34).

Auch danach verlief die Partie noch lange ausgeglichen. Dabei tat sich auf Grünberger Seite in der zweiten Halbzeit besonders Nachwuchstalent Linn Villwock hervor. Mit dem Start ins letzte Quarter lag Düsseldorf leicht mit 52:48 in Front.

Bis zur Mitte des vierten Viertels hätte das Spiel durchaus noch kippen können. Nach und nach verloren die Bender Baskets dann jedoch Akteurinnen. Ein Knackpunkt war das disqualifizierende Ausscheiden von Deijah Blanks. Als Elisa Mevius mit ihrem fünften Foul (35.) vom Parkett musste, war die Partie endgültig gelaufen.

Der Gäste-Sieg fiel zum Schluss höher aus als über weite Strecken zu vermuten gewesen war. »Wir haben uns nicht ergeben. Es war eine gelungene Vorstellung«, war Kostic nach den beiden letzten Niederlagen mit der deutlichen Leistungssteigerung sowie der ständigen Motivation von der Bank zufrieden. Im Wissen, alles gegeben zu haben, konnten die Grünbergerinnen nach der Niederlage gegen einen Aufstiegsaspiranten dennoch erhobenen Hauptes aus der Halle gehen.

Bender Baskets Grünberg: Römer (2), Mevius (17/1 Dreier), Meinhart (13), Poelstra (1), Villwock (12/2), Blanks (21), Seegräber, Müller, N. Norvath.

Capitol Bascats Düsseldorf: Adepoju (23), Hendershot (9), Kaprolat (7/1 Dreier), Fuchs-Robetin (18), Banozic (7), Waller (12), Hamilton (6), Raschke, Vrabie, Zenk.

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