Gewinnt das Männer-Finale in Gießen: Azam Naw (l.), der Teamkollege von Rasta-Locke Dustin Brown ist.
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Gewinnt das Männer-Finale in Gießen: Azam Naw (l.), der Teamkollege von Rasta-Locke Dustin Brown ist.

Tennis

Kollege von Dustin Brown räumt in Gießen ab

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Fünf Spieler aus der deutschen Top 100 nehmen am Tennis- Ranglistenturnier von Rot-Weiß Gießen am Wochenende teil. Ein Teamkollege von Rasta-Locke Dustin Brown gewinnt die Gießen Open.

Die Gießen Open hatten am Finaltag zwar mit Nieselregen und tiefen Temperaturen zu kämpfen, waren sportlich aber wieder hochklassig besetzt. Die Männerkonkurrenz des Tennis-Ranglistenturniers gewann Hazam Naw, in Deutschland auf Position 59 geführt. Der Syrer spielt in der Bundesliga gemeinsam mit Rasta-Locke Dustin Brown für RW Stadion Köln und überzeugte im Finale an der Grünberger Straße am Sonntag mit teils spektakuläreren Schlägen. So gewann Naw das Finale gegen Lars Lotter-Becker (Brauweiler) verdient mit 6:3, 6:3.

1200 Euro gehen damit an Naw - insgesamt wurden bei den Männern über 3000 Euro verteilt, bei den Damen 1000 Euro Preisgeld ausgeschüttet. Dort gingen 500 Euro Siegerprämie an Luise Reisel (Frankfurt), die das Endspiel gegen Martina Markov (Ingelheim) mit kräftigen Schlägen dominierte und 6:1, 6:2 gewann. "Wir haben ein gut besetztes Teilnehmerfeld und hochklassiges Tennis gesehen", sagte Turnierleiter Fred Ostermeyer. Der Vorsitzende von Gastgeber Rot-Weiß Gießen hatte zwei Wochen lang in Vollzeit Vorbereitungen für das Turnier getroffen. "Weil es mir Spaß macht."

Das wurde über die vier Turniertage verteilt zwar honoriert, am finalen Sonntag aber hielten Nieselregen und zwölf Grad den einen oder anderen Zuschauer fern. Das geplante Sommerfest am Samstagabend musste ebenso ins Wasser fallen wie eine Aufschlaggewindigkeitsmessung am Sonntagmittag. Auch die Finalspiele der Männer und Frauen mussten aufgrund des Regens von viel auf weniger bespielte Sandplätze verlagert werden.

In Runde zwei schaffte es Ben Cronau von RW Gießen. Der Dutenhofener schlug in Runde eins mit Paul-Georg Günther die 180 der deutschen Rangliste mit 6:2, 6:2. "Ich habe sehr gut gespielt und ihm keinen Rhythmus gegeben." In der zweiten Runde verlor Cronau am Freitag gegen Le Enrice Hao mit 4:6, 2:6. "Die Luft war im zweiten Satz raus. Ich habe in diesem Jahr zu viel gespielt, habe Schulter- und Armprobleme", erklärt Cronau. "Die Gießen Open sind ein schönes Heim-Turnier, aber jetzt muss ich erst mal eine Pause einlegen." Mit der U18 stieg Cronau in die Hessenliga auf, die Herren spielen in der Verbandsliga.

Je fünf Männer und fünf Frauen aus dem Gießener Raum nahmen am Turnier teil. Neben Cronau (aktuell die Nummer 555 in Deutschland) gelang es noch RW-Akteurin Nikol Mircheva weiter vorzudringen. Dank eines Freiloses und einer frühen Aufgabe der Gegnerin schaffte sie es ins Achtelfinale, verlor dort dann gegen Mia Mack mit 3:6, 5:7. Zuvor verloren bereits in Runde eins Sebastian Dietz, Hagen Henny, Lucas Nitzschke und Philipp Rieck. Bei den Damen waren Kirsten Müller, Kristina Ziprikow, Alena Sättler und Aisana Kojonazarova an der Grünberger Straße angetreten.

Bei der sechsten Auflage der Gießen Open wurde die Damenkonkurrenz wieder mit einbezogen. "Die Resonanz war überraschend gut", erklärte Ostermeyer. Fünf Spielerinnen mit der Leistungsklasse 1 traten in Gießen an. Ausdruck des Turnierniveaus: Für die Gießen Open reisten Teilnehmer sogar aus Leipzig und Regensburg an.

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