Henrik Keller, hier im Dress des FC Cleeberg, soll in der neuen Saison bei der SG Kinzenbach für Tore sorgen. ARCHIVFOTO: FRO
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Henrik Keller, hier im Dress des FC Cleeberg, soll in der neuen Saison bei der SG Kinzenbach für Tore sorgen. ARCHIVFOTO: FRO

Königstransfer Keller

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(red). In der Fußball-Verbandsliga Mitte haben die fünf heimischen Vereine die coronabedingte Pause mit unterschiedlichem Erfolg an der personellen Zusammensetzung ihrer Spielerkader gearbeitet.

15 Neue beim FC Turabdin/Babylon

Der aufgrund der Quotientenregelung als Tabellenzweiter der Verbandsliga Mitte am Hessenliga-Aufstieg gescheiterte FC Turabdin/Babylon will in der kommenden Spielzeit einen erneuten Versuch zum Aufstieg in die höchste Spielklasse auf Landesebene wagen. Dabei hat sich die Elf von Trainer Sherwin Rahmani aufgrund der zu erwartenden Mammutsaison mit insgesamt 38 Spielen qualitativ und quantitativ gut aufgestellt. Den Abgang von Torjäger Kevin Rennert zum ASV Gießen sollen Antonyos Celik (FSV Fernwald) und Garik Rafaelyan (SC Viktoria Nidda) kompensieren. Jan Dühring wird die Nachfolge von Mustafa Yaman, der zum FSV Fernwald wechselt, im FC-Tor antreten. Das Gros der Neuzugänge kommt mit Keyshawn Cosby, Aziz Toprak, Mathay Göktas und Florian Pinkl vom Ligakonkurrenten FC Gießen II, während mit Pilipp Basmaci und Liridon Krasniq zwei Spieler vom Regionalliga-Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf zur Rahmani-Elf stoßen. Steffen Spottka und Dominique Dearborne werden die Pohlheimer in Richtung SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen verlassen, während Michael Bathomene das Amt des Spielertrainers beim ASV Gießen übernehmen wird.

Die SG Kinzenbach vermeldet mit Henrik Keller vom Ligakonkurrenten FC Cleeberg seinen Königstransfer. Allerdings war der Torjäger, der in der Saison 2018/19 mit 39 Toren maßgeblich am Verbandsliga-Aufstieg des FC beteiligt war, zuletzt aufgrund eines Kreuzbandrisses monatelang außer Gefecht gesetzt und muss nun zunächst einmal zu alter Stärke zurückfinden. Mit Timo Schmidt und Hakan Güngör vom FC Gießen II wechseln zwei alte Bekannte zurück zur SG, die bereits in der Vergangenheit das Trikot der Rot-Weißen getragen haben. Mit Stephan Alber (VfB Marburg), André Marius Jörg (SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen) und Peer Allendörfer (FSG Wettenberg) sieht sich die Elf von SG-Trainer Oliver Dönges für die kommende Spielzeit trotz der Abgänge von sechs Spielern (u. a. Viktor Riske als Spielertrainer der SG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod) gut gerüstet.

Aderlass beim FC Gießen II

Mit 14 Abgängen hat der FC Gießen II den größten personellen Aderlass zu verzeichnen und wird nach Platz sechs in der abgebrochenen Corona-Saison in der neuen Spielzeit sicherlich zunächst einmal kleinere Brötchen backen müssen. Dabei baut die Elf von Trainer Roger Reitschmidt mit Nico Mohr, Levin Haak, Gianluca Kraus und Hoheb Sedihi vor allem auf vier Talente aus der eigenen U19. Christian Hesse, der bereits für die SG Kinzenbach und den TSV Bicken im Einsatz war, stößt als externer Neuzugang zur Regionalligareserve des FC.

Der Saisonabbruch hat dem FC Cleeberg die Rückkehr in die Gruppenliga erspart. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Verbandsliga will die Elf von Trainer Daniel Schäfer, die zuletzt von zahlreichen Verletzungen gebeutelt wurde, entspannter an die Sache herangehen. Zwar schmerzt der Abgang von Torjäger Henrik Keller zum Ligakonkurrenten SG Kinzenbach, doch mit sechs Zugängen aus der Talentschmiede der TSG Wieseck, Sebastian Greb von der U19 des FC Gießen, André Halberger vom TSV Ostheim sowie den Eigengewächsen Philipp Mußeleck und Serdar Ötles sieht sich der FC gut aufgestellt.

Der SC Waldgirmes II wird in der kommenden Saison von Thorsten Schäfer betreut, der von der TSG Dorlar zu den Lahnauern wechselt. Der neue Trainer löst damit Steffen Jordan ab, der als Spielertrainer die SG Hohenahr übernehmen wird. Die "Zweite" der Lahnauer soll den geeigneten Unterbau für die von Mario Schappert trainierte Hessenliga-Elf und eine Basis für die Integration der zahlreichen jungen Zugänge in den Aktivenbereich bilden. Mit Daniel Roskosz (pausiert), Mazlum Celik (beruflich nach Frankfurt) und Cem Suet verliert der SC allerdings drei seiner bisherigen Leistungsträger.

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