Nils Pompalla und seiner Licher Basketballer wollen dem hohen Auftaktsieg ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen. FOTO: HF
+
Nils Pompalla und seiner Licher Basketballer wollen dem hohen Auftaktsieg ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen. FOTO: HF

Knifflige Aufgaben

  • vonGerd Chmeliczek
    schließen

(smg/sks). Die heimischen Regionalliga-Teams sind am Wochenende wieder im Einsatz - allerdings unter verschiedenen Vorzeichen: Während die Basketballerinnen der TSG Wieseck ihren ersten Auftritt in der Regionalliga Südwest Nord nicht erfolgreich gestalten konnten, kamen die Licher Basketballer zu einem historisch hohen Sieg.

Wieseckerinnen vor hoher Hürde

Zu ihrem ersten Regionalliga-Heimspiel erwartet die TSG Wieseck am Samstag um 18 Uhr in der Halle am Ried den TV Hofheim. Im Gegensatz zu den Gastgeberinnen hat Hofheim seinen Saisonauftakt am zurückliegenden Wochenende gewonnen und kommt als Favorit nach Mittelhessen.

Ein paar Gäste-Spielerinnen kennt TSG-Trainer Florian Quapil und weiß um deren Stärken. Der TV hat Akteurinnen in seinen Reihen, die zum Teil auch in der zweiten Bundesliga Süd für die Rhein-Main-Baskets auflaufen. "Ich weiß, was die können. Wir müssen sehen, wie wir uns auf sie einstellen", sieht der Coach einem harten Stück Arbeit entgegen.

Mit seinem Team hat er nach der Niederlage in Wiesbaden vermehrt an der Defense gearbeitet, die er im Nachgang als "Graus" bezeichnet. Wieseck soll am Samstag in der Verteidigung möglichst dicht stehen. Angestrebt wird, den Taunusstädterinnen nicht mehr als 60 Punkte zu erlauben. Vermeiden müssen die Mittelhessinnen, wieder von Beginn an einem größeren Rückstand hinterherzulaufen. Das war ihnen in Wiesbaden passiert. Sie wachten zu spät auf und zeigten erst in den letzten Spielminuten, dass sie auf dem Feld viel mehr können als sie über weite Phasen gezeigt hatten. Quapil möchte zudem das schnelle Spiel nach vorne sehen und durch konzentrierte Abschlüsse zu leichten Punkten kommen.

Die TSG wird am Wochenende mit einer leicht veränderten Mannschaft antreten. Emely Moos wird nicht dabei sein. Somit fehlt den Gastgeberinnen ein Faktor in der Defense. Merle Bitter stand zuletzt nicht zur Verfügung, soll aber am Samstag auflaufen und den Wieseckerinnen Impulse geben.

Standortbestimmung für die Licher

Nach dem historischen 121:47-Sieg am ersten Spieltag gegen Frankfurt-Griesheim warten nun zwei Auswärtsaufgaben auf Lich Basketball. Los geht’s am Samstag (16 Uhr) in Bad Dürkheim. War es die eigene Stärke der Licher oder doch die Schwäche der unterlegenen TS aus Frankfurt, die zum Blow-out am vergangenen Samstag führte? Vermutlich war es eine Mischung: "Es ist schon eine Seltenheit, so hoch zu gewinnen", stapelt Cheftrainer Viktor Klassen nach den Geschehnissen in der heimischen Dietrich-Bonhoeffer-Halle tief. Fit wie ein ganzer Sportbeutel Turnschuhe waren seine Licher in die Saison gestartet. Alle Rädchen griffen ineinander, jedes Viertel für sich wurde überzeugend gewonnen. Bei Frankfurt waren die Auswirkungen der Zwangspause dagegen deutlich zu spüren. Behäbig schlurften die im Kern eigentlich unverändert zur Vorsaison auftretenden Mainstädter übers Parkett.

Gegen Dürkheim-Speyer erwartet Klassen aber ein offeneres Rennen: "Sie sind eine junge Truppe, bei der der ein oder andere bereits in der ersten Mannschaft in der ProB mittrainiert." Am ersten Spieltag unterlagen die Rheinland-Pfälzer bei Makkabi Frankfurt nur knapp mit 76:79.

Auch die anderen Paarungen in der zweiten Regionalliga waren - was den Ausgang anbelangt - kein Vergleich zu Lichs Coup. Zwar konnten auch die Mitkonkurrenten aus Trier und Bensheim ihre Gegner deutlich in die Schranken weisen, aber nicht in diesem Ausmaß.

Ohne Abstieg und aufgrund weiterer Corona-Auflagen ist die Frage, ob sich die Liga zu einer Zwei- oder Drei-Klassengesellschaft entwickelt. Dürkheim-Speyer darf daher als erster echter Maßstab für die Mittelhessen betrachtet werden. "Wir wissen, dass wir vierzig Minuten Gas geben müssen, egal gegen wen wir spielen", erklärt Klassen. "Keiner soll es leicht haben, wenn es gegen uns geht."

"Die werden wahrscheinlich das Spiel schnell machen wollen, das müssen wir unterbinden", sagt Klassen. Eine Umgewöhnung, nachdem die Partie am vergangenen Wochenende nur eine Richtung gekannt hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare