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Wetzlars Marvin Lindenstruth kann vom Baunataler Fynn Reinhardt nicht mehr am Wurf gehindert werden.

Klimpkes Unterarmwurf rettet Punkt

(opk). Und erneut lässt sich die HSG Wetzlar U 23 vor heimischer Kulisse nicht die Butter vom Brot nehmen. Auch im vierten Drittliga-Heimspiel der Saison bleiben die Mittelhessen ungeschlagen und erzielen im hessischen Handball-Krimi gegen Eintracht Baunatal drei Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer. Vor 185 Zuschauern warf Ole Klimpke am Sonntagnachmittag das goldene Tor zum 26:26 (17:15) gegen die Nordhessen.

HSG-Coach Thomas Weber musste sich erneut personell bei der U 19 Mannschaft bedienen. Somit standen mit Christoph Weizsäcker, Kevin Kunzendorf und Jan Waldgenbach gleich drei Spieler der jüngeren Mannschaft in der Startformation. Klimpke, der das Quartett vervollständigte, nahm zunächst auf der Bank Platz.

Entsprechend wackelig war die Anfangsphase der Gastgeber. Baunatals Kreisläufer Felix Rehberg erzielte drei Treffer in den ersten vier Minuten und sein Team ging mit 5:2 in Führung (5.). Fünf Minuten später hatten sich die Grün-Weißen aber gefangen und Linksaußen Leon Bremond gelang der 5:5-Ausgleichstreffer. Nach dem 9:7 für die Gäste durch Marvin Gabriel (15.) wechselte Weber seinen bis dato glücklosen Torhüter Weizsäcker aus und stellte Florian Gümbel dafür zwischen die Pfosten. Ein Wechsel, der sich bezahlt machen sollte. Gleich den zweiten Abschluss der Baunataler hielt Gümbel stark und die Wetzlarer gingen in der 21. Minute das erste Mal durch Klimpke in Führung. Bis zur Halbzeitpause konnten sie diese noch auf 17:15 durch den starken Waldgenbach per Siebenmeter erhöhen.

Doch nach dem Seitenwechsel schlichen sich bei der Heimmannschaft viele Fehler ein. In dieser Schwächephase war der Angriff ideenlos und überhastet und konnte in 15 Minuten nur drei Treffer erzielen. Die offensive Abwehr aber stand weiterhin gut, zudem vereitelte Gümbel im Tor einige Abschlüsse der Gäste. Somit lag Wetzlar nach 45 Minuten "nur" mit drei Toren zurück (20:23).

"Ich bin froh, dass das Team mit meiner taktischen Idee mitgezogen ist. Eine 3:3-Deckung ist extrem anstrengend, was sich phasenweise auch auf den Angriff ausgewirkt hat", so Weber nach dem Spiel. In der Tat verteidigte seine Mannschaft noch offensiver als sie es ohnehin jedes Wochenende tut. Doch der Erfolg gab dem Trainer Recht.

Mit drei Treffern in Folge kamen die Hausherren zurück ins Spiel. Nach zwei starken Paraden von Gümbel erzielte Kunzendorf per Gegenstoß den Ausgleich (49.). Die Schlussphase wurde dann zur Mentalitätsprobe für beide Teams. Nach 56 Spielminuten lag der Gast mit 26:24 vorne. Wieder war es Klimpke, der daraufhin den Anschlusstreffer erzielen konnte. In der Defensive erkämpfte sich Lukas Gümbel dann den Ball und sein Team holte einen Siebenmeter raus. Doch die Riesenchance zum Ausgleich vergab Waldgenbach, dessen Aufsetzer 90 Sekunden vor Schluss an der Latte landete. Ihre wiederum letzte Gelegenheit vergaben dann aber auch die Baunataler, womit noch eine Aktion für Wetzlar blieb. Diese nutzte Klimpke dann drei Sekunden vor Ende per sehenswerten Unterarmwurf durch die Beine des Eintracht-Keepers.

HSG Wetzlar U 23: Florian Gümbel, Weizsäcker; Lukas Gümbel (3), Lindenstruth (1), Bremond (2), Kunzendorf (2), Werth (2), Kraft (5/2), Waldgenbach (7/1), Klimpke (4), Okpara

GSV Eintracht Baunatal: Ziebert, Horn, Mügge; Weiß, Rehberg (5), Helbung, Kurtz, Gbur, Trogisch (4), Vogel (5), Räbiger, Geßner (5), Reinhardt (4), Gabriel (3)

Im Stenogramm / Zuschauer: 185. - SR: Siebert/Welke. - Zeitstrafen: 2:0. - Siebenmeter: 3/4:0/1.

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