Kleinlinden zieht zurück

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Drei "Gießener" Mannschaften gehen in der Tischtennis-Bezirksoberliga an den Start, die am Freitag (20.30 Uhr) mit dem Spiel zwischen dem Gießener SV III und der Fuldaer Turnerschaft von 1848 die Saison eröffnet. Neben der "Dritten" des GSV, die in der vergangenen Saison noch in der Bezirksliga um Punkte gespielt hat, vertreten der TTC Wißmar und der TV Großen-Linden II die Farben des Tischtenniskreis Gießen in der höchsten Klasse des Bezirks.

Auch der TSV Klein-Linden ist sportlich für die Bezirksoberliga qualifiziert, doch am Mittwochmorgen überraschte Kleinlindens Mannschaftsführer Matthias Nicolai mit der Mitteilung, dass der TSV nicht an der Punktspielrunde teilnehmen werde. "Wir werden unsere Mannschaft aufgrund von Corona leider zurückziehen", teilte der Kapitän mit und ergänzte: "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr unter normalen Bedingungen wieder spielen können." Dieser Rückzug betrifft, wie Nicolai berichtete, nur die erste Mannschaft des TSV.

Wie im gesamten Tischtennis, wird der Einstieg in die neue Saison also von Unwägbarkeiten begleitet, die ihre Ursache in der Pandemie haben. Wie dem auch sei, zwölf Mannschaften spielen in der Bezirksoberliga um Punkte. Die Favoritenrolle spielen in der Einschätzung der heimischen Vereine Teams aus Osthessen: Der TTG Margretenhaun-Künzell und dem SSV Großenlüder wird der Titel am ehesten zugetraut.

"Wir haben uns mit Norbert Paulsen verstärkt, und ich glaube, dass wird uns guttun", erklärt der Wißmarer Mannschaftsführer Carsten Schmidt. Der TTC, der am Samstag (15 Uhr) beim FV Horas II gastiert, hat in der vergangenen Saison beim Abbruch den zehnten Platz belegt und lag sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Auch in der bevorstehenden Saison werde sich seine Mannschaft im unteren Tabellendrittel bewegen, vermutet der Wißmarer Kapitän. "Ich hoffe, dass wir den Klassenerhalt schaffen", wünscht sich Carsten Schmidt, nach dessen Meinung es für die spätere Platzierung entscheidend ist, welche Mannschaft häufig in Bestbesetzung spielen kann. Dann äußert der Wißmarer ein weiteres Anliegen: "Ziel ist, dass alle gesund bleiben", wünscht er sich. Diesem Wunsch dürften sich alle (Mannschaftsführer) anschließen.

Großen-Linden II peilt oberes Drittel an

"Platz vier oder fünf können wir erreichen", schätzt Thomas Krämer, Spielführer des TV Großen-Linden II, die Spielstärke seiner Mannschaft ein. Vermutlich werde die "Zweite" der Lindener weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun haben. Ob das so eintrifft, "bleibt abzuwarten", sagt Krämer. Allerdings ist die Platzierung auch davon abhängig, welches Personal zur Verfügung steht. Und ob die Lindener ohne Doppel besser dastehen als mit, bleibt abzuwarten. In der vergangenen Saison hatte der TV eine negative Bilanz in den Doppelspielen vorzuweisen. Ein Indiz dafür, dass es ohne Doppel besser läuft? Am Wochenende ist man zunächst noch spielfrei.

Gute Stimmung

In den 18 Partien der vergangenen Bezirksliga-Saison musste der Gießener SV III nur eine Niederlage hinnehmen. Dennoch ist der Tischtennis-Verantwortliche im GSV, Jürgen Boldt, bei der Nennung des Saisonziels in dieser Saison vorsichtig: "Wir erwarten, dass es einzig und allein um den Klassenerhalt geht und hoffen, dass sich im Zuge des guten Trainings und der guten Stimmung in der Mannschaft alle noch einmal steigern und sich dem Niveau der Klasse anpassen." Weniger vorsichtig ist Boldt bei der Aufzählung der Mannschaften, die in der bevorstehenden Saison vorn erwartet werden: "Klarer Favorit ist die Mannschaft von Margretenhaun-Künzell. Dahinter erwarten wir Horas II, die FT Fulda und Großen-Linden II."

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