"Kleinigkeiten" kosten einen Erfolg

(jms) "Kleinigkeiten haben uns ein besseres Ergebnis verbaut. Daran müssen wir nun arbeiten", meinte Mario Weber, der Kapitän des Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg, nach dem Aus in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den Ligakonkurrenten HSG FrankfurtRheinMain. Beim 27:31 (14:13) gegen den finanzstarken neuformierten Konkurrenten aus der Mainmetropole hatte Weber zu den Besten in seinem Team gehört. Beim Pflichtspiel-Saisonauftakt lief beim TVH noch längst nicht alles rund, doch ein System war ebenso erkennbar, wie Kampfgeist und Wille. Gegen die "Spielgemeinschaft" aus Wallau und Münster hatten die Mittelhessen aber gerade im personellen Bereich deutlich das Nachsehen.

(jms) "Kleinigkeiten haben uns ein besseres Ergebnis verbaut. Daran müssen wir nun arbeiten", meinte Mario Weber, der Kapitän des Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg, nach dem Aus in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den Ligakonkurrenten HSG FrankfurtRheinMain. Beim 27:31 (14:13) gegen den finanzstarken neuformierten Konkurrenten aus der Mainmetropole hatte Weber zu den Besten in seinem Team gehört. Beim Pflichtspiel-Saisonauftakt lief beim TVH noch längst nicht alles rund, doch ein System war ebenso erkennbar, wie Kampfgeist und Wille. Gegen die "Spielgemeinschaft" aus Wallau und Münster hatten die Mittelhessen aber gerade im personellen Bereich deutlich das Nachsehen.

Die offensive 3:2:1-Deckung des TVH war - aufgrund der Frankfurter Übermacht in der "Zentrale" mit den beiden Ex-Nationalspielern Steffen Weber und Jan-Olaf Immel - stark auf die Mitte bezogen. Die Folge war klar und zeigte die Qualitäten der HSG, die im Ansatz unterstrich, dass man in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen kann. Schnell spielten die Frankfurter den Ball auf die Außen - und binnen der 32. und 35.

Minute konnte der starke Tobias Schimmelbauer die vorherige Hüttenberger Führung - Marc Langenbach hatte kurz nach der Pause auf 15:13 erhöht - nicht nur egalisieren sondern seine Farben durch drei Treffer von der rechten Außenposition auf 16:15 in Front bringen.

"Es ist richtig, dass wir auf den Außen nicht so gut gedeckt haben. Aber das ist eben die Frankfurter Qualität. Die können uns auch aus der zweiten Reihe erschießen. Das ist nicht geschehen", verwies Gorr auf die gelungene Arbeit der Deckung in der Zentrale. Die HSG - die sich in der Sommerpause aus dem Zusammenschluss der TSG Münster und der SG Wallau gebildet hatte - bestach darüber hinaus mit einer vorzüglichen 5:1-Deckung, die Wallau über Jahre stark gemacht hatte. "Gegen diese Deckung haben wir schon in der vergangenen Saison nicht gut ausgesehen", erinnerte sich Weber. Auch Frankfurts Trainer Mike Fuhrig war erstaunt: "Normalerweise dauert es ein bis zwei Jahre, bis so eine Deckung steht. Die Jungs haben es in sechs Wochen schon toll verinnerlicht." Der flinke und abschlussstarke Benedikt Seeger traf in der 46. Minute zum 23:20. Tim Plattner staubte im Anschluss an eine Parade des neuen TVH-Keepers Matthias Ritschel zum 24:20 ab, so dass schon da eine Vorentscheidung gefallen war.

Hüttenberg kam nur noch bei einem von Andreas Lex verwandelten Gegenstoß (55./25:27) zurück. Mehr ging nicht!

In jener Phase, in welcher Thijs van de Mortel sich als echte Nummer eins im HSG-Gehäuse präsentierte und zahlreiche Bälle parierte, hatte der Gast den Grundstein zum Sieg gelegt. "Zwischen der 45. und 50. Minute kippen viele Spiele. Wir haben es auch Thijs zu verdanken, dass wir am Ende gewonnen haben", freute sich Fuhrig über die gelungene Darbietung seines Keepers, die zur Folge hatte, dass der Ex-Hüttenberger Michael Rebstock über die komplette Spielzeit auf der Bank schmorte.

Und Hüttenberg? Nach einer sehr leidenschaftlichen ersten Halbzeit war gerade das Aufbauspiel verbesserungswürdig. Der ungewohnt schwache Florian Laudt verstolperte drei Bälle im Aufbau und wurde in der 50. Minute von den beiden Schiedsrichtern des Feldes verwiesen, der sonst ordentlich agierende Tomasz Jezewski fabrizierte im Offensivspiel drei haarsträubende Fehlpässe. "Es fehlt noch ein bisschen was. Aber wir haben auch einige gute Aktionen gehabt. Wir haben einiges gut und manches falsch gemacht. Aber das war der Pokal - am Freitag geht es um Punkte und das ist wichtiger", erklärte Ritschel, der mit seiner Truppe schon am Freitag wieder mit den Frankfurtern die Klingen kreuzen wird, wenn der Auftakt der 2.

Liga absteht. Ob der TVH - wie von Weber gefordert - an den Kleinigkeiten gearbeitet hat, wird sich auch dann zeigen.

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Redwitz; Weber (7/6), Andreas Lex (3), Faulenbach, Laudt (1), Stelzenbach (1), Jezewski (7), Rigterink, Stefan Lex, Scholz (2), Langenbach (5), Bepler, Stock (1).

HSG FrankfurtRheinMain: Van de Mortel, Rebstock (n.e.); Bohnert (3), Immel (3), Quilitzsch, Weber, Seeger (9/7), Wernig (1), Plattner (1), Bonnkirch (4), Lindt (1), Buschsieper (2), Schimmelbauer (5), Hahn (2).

Im Stenogramm: SR: Damian/Wenz (Mainz). - Z.: 500. - Zeitstr.: 6:14 Min. - Rot: Schimmelbauer (38./3x2), Laudt (50./grobes Foulspiel).

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