Volle Konzentration: Auf Routinier Johannes Lischka (r.) und Julian Pesava wartet in München eine schwierige Aufgabe. FOTO: FRIEDRICH
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Volle Konzentration: Auf Routinier Johannes Lischka (r.) und Julian Pesava wartet in München eine schwierige Aufgabe. FOTO: FRIEDRICH

Kleine Schritte

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Die 46ers Rackelos müssen in der BasketballProB Süd darauf achten, die Früchte ihres Zwischenhochs nicht aus den Händen zu geben. Geht auch das Spiel am Samstag beim FC Bayern München II verloren, droht genau das.

Ende Oktober war der Knoten bei den Rackelos nach dem Kampfsieg über Hanau geplatzt. Sechs der sieben darauffolgenden Spiele konnten gewonnen werden. Nachdem Anfang des Jahres auch Baunach und die Oberhaching Tropics bezwungen werden konnten, schien das Ticket für einen Platz unter den ersten vier Teams der Liga gelöst. Damit einher ginge das Heimrecht im Playoff-Achtelfinale.

Zuletzt bekam das 46ers-Farmteam im direkten Kräftemessen mit anderen Talenthäfen der Liga aber seine Grenzen aufgezeigt. Immer wieder hatte Coach Rolf Scholz vor der physischen Gangart und athletischen Präsenz des Ulmer und Frankfurter Nachwuchsprogramms gewarnt. Dennoch mussten die Rackelos jeweils nach der Halbzeitpause abreißen lassen. "Vor allem defensiv müssen wir wieder in der Spur kommen", kritisierte Scholz nach der 76:93- und 82:104-Packung.

Da trifft es sich denkbar schlecht, dass es mit den Bayern nun gegen ein ganz ähnlich aufgestelltes Team geht. Nach rohem Talent beurteilt hat München II sogar die meiste Tiefe aufzuweisen. Tabellarisch liegen und lagen alle drei Teams aber deutlich hinter den Mittelhessen. Die schwächelnde Konkurrenz im Tabellenmittefeld macht es möglich, dass die Gießener noch immer auf dem vierten Platz stehen.

Mit sechs Punkten Vorsprung bei noch acht zu vergebenden Zählern auf den ersten Nicht-Playoffplatz sind die 46ers damit nach wie vor im Soll. Da nach dem Bayern-Gastspiel am Samstag um 16 Uhr aber das Spitzenduo aus Würzburg und Elchingen an die Pforte der Osthalle klopfen wird, erwartet die Rackelos im Münchener Audi Dome ein Schlüsselduell.

"Es ist schwierig im Moment. Wir müssen gucken, dass wir das Spiel ausgeglichen gestalten können. Das ist das Hauptziel", erklärt Scholz. Nach der 76:80-Niederlage gegen die von Ex-Nationalspieler Demond Greene trainierten Bayern dürfte schon das ein schwieriges Unterfangen werden. Dass sich im Hessenderby unlängst Aufbauspieler Tim Köpple einen Cut am Kopf zugezogen hatte und wegen einer Gehirnerschütterung ausfallen wird, macht die Sache nicht leichter. "Wir müssen positiv bleiben", lautet daher das Credo des Cheftrainers. Und das nicht ohne Grund. Die im Schnitt nicht mal 20 Jahre alten Bayern sind so stark wie inkonstant. Viktor Frankl-Maus ist mit 26 Lenzen bereits erfahrenster Akteur des Farmteams und führt seine Farben zusammen mit Matej Rudan an. Beide scoren um die 13 Punkte pro Spiel, Rudan war zu Saisonbeginn aufgrund von Rückenproblemen geschont worden. Besonderen Reiz gewinnt das Duell, da nur einen Tag später die Gießen 46ers die BBL-Bayern an selber Stelle fordern. Im Vergleich dazu stehen die Chancen der Rackelos auf einen Auswärtstriumph deutlich besser.

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