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2. Liga, wir kommen! Sina Katharina Rühl und die SG Kleenheim sind in der 3. Liga West einfach nicht aufzuhalten. Auch die TSG Ober-Eschbach hatte das Nachsehen. (Foto: ras)

Kleenheimer Aufstieg rückt näher

In der 3. Handball-Liga der Frauen hat sich die SG Kleenheim beim 31:26-Erfolg auch gegen die TSG Ober-Eschbach keine Blöße gegeben und kann beginnen, für die 2. Liga zu planen.

(vk) Die SG Kleenheim diktiert weiter das Geschehen an der Tabellenspitze in der 3. Handball-Liga West der Frauen. Die Kleenheimerinnen gewannen das Hessenderby gegen die TSG Ober-Eschbach mit 31:26 (20:13) und bleiben mit 27:3 Punkten unumstrittene Nummer eins. Dahinter unterlag die TSG Eddersheim dem TuS Lintfort mit 23:24, so dass nun der 1.FC Köln nach dem 33:26-Sieg gegen Bayer Leverkusen II mit sechs Punkten Rückstand erster Kleenheim-Verfolger vor den letzten sechs Spielen ist.

Dabei waren die Kleenheimerinnen gar nicht gut in die Partie gestartet, lagen nach gut zwei Minuten durch die Ex-Hüttenbergerin Janina Zimmermann mit 1:2 zurück und mussten in der achten Minute bei diesem Spielstand eine fragwürdige Disqualifikation gegen Tanja Schorradt nach einem Foul an Lisa Lichtlein hinnehmen.

Doch wie so oft in den letzten Wochen und Monaten, steckt die Kleenheimer Mannschaft Nackenschläge bzw. Rückschläge dieser Art weg und kompensiert das mit Teamgeist. Der kleine Kleenheimer Kader ging beim 4:2 (11.) durch einen Jensen-Siebenmeter in Führung. Die Gäste glichen beim 4:4 und beim 5:5 (15.

) durch Kim Winkes, einer weiteren ehemaligen Hüttenbergerin, noch ein letztes Mal aus. Kleenheim – die offensive 3:3-Deckung mit einer starken Torhüterin Lydia Silva dahinter wurde immer sicherer – setzte sich auf 9:5 (17./Rühl) ab. Über 16:10 (26./Lisa Naumann) wurde die Kleenheimer Führung immer deutlicher und zur Pause hieß es 20:13 für den Tabellenführer, der nach Wiederbeginn da weitermachte, wo die Mannschaft im ersten Spielabschnitt aufgehört hatte.

Zehn-Tore-Vorsprung

Beim 26:16 (39.) hatte Lisa Tietböhl für eine Zehn-Tore-Führung der Gastgeberinnen, die bis dahin flüssig kombinierten, gesorgt. Leider ließen die Kleenheimerinnen dann nach und spielten ihr Spiel nicht mehr konsequent zu Ende. Aus dem 29:22 (55./Rühl) wurde ein 29:25 (57./Orban). Ein Doppelschlag der neben Jonna Jensen erneut spielstarken und spielfreudigen Olivia Reeh sorgte dann für das 31:25 (60.) und damit die endgültige Entscheidung, ehe Celine Gehrke den Schlusspunkt setzte.

"Ich denke, es war ein verdienter Sieg, leider haben wir zu früh aufgehört, Handball zu spielen", sagte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar, nachdem seine Mannschaft doch merklich nachgelassen hatte und durch Unachtsamkeit im zweiten Durchgang aufgefallen war. "Wir haben nach einer Zehn-Tore-Führung die Spannung nicht mehr hoch gehalten, es war aber ein Start-Ziel-Sieg, der nie in Gefahr war", erläuterte Cojocar.

Der Kleenheimer Coach freute sich vor allem auch deshalb, "weil die Abwehr wieder funktioniert und Torhüterin Silva gut gehalten hat. Wir haben Ober-Eschbach zeitweise an die Wand gespielt, aber den Sack nicht früher zugemacht", zeigte Kleenheims Trainer Cojocar allerdings durchaus Einsicht, dass der schmale Kader auch einmal Ruhepausen einlegen muss.

SG Kleenheim: Sölva, Tornow (bei einem Siebenmeter, ab 52.); Katharina Leib, Tietböhl (5), Andrea Schulz (2), Schorradt, Naumann (3), Rühl (5), Anna-Lena Leib (2), Olivia Rehe (8/2), Jensen (6/3), Wild (nicht eingesetzt).

TSG Ober-Eschbach: Ex, Harnisch (bei einem Siebenmeter, 21.- 30.); Bils (1), Luberecka (1), Lichtlein (5/3), Gehrke (3), Toprak (2), Zimmermann (3), Grauer (7/1), Orban (3), Winkes (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Marx/Pühler (Nümbrecht/Leichlingen). - Zuschauer: 230. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Tietböhl, Naumann, Rühl – Gehrke, Zimmermann). - Siebenmeter: 6/5:6/4.

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