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Sina Rühl (M.) findet die Entscheidung, im Fall der Fälle auf den Aufstieg zu verzichten, "schade". (Archivfoto: ras)

Drittliga-Handball

SG Kleenheim will nicht in die 2. Liga aufsteigen

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Frauenhandball-Drittligist SG Kleenheim würde im Fall der Meisterschaft das Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga nicht wahrnehmen. Diese Entscheidung findet nicht ungeteilte Zustimmung.

Frauenhandball-Drittligist SG Kleenheim spielt auch in der kommenden Saison in der 3. Liga Ost. Im Fall der Meisterschaft würde die SGK das Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga nicht wahrnehmen. Das ist das Ergebnis einer Beratung zwischen den Verantwortlichen und dem Team des Tabellenzweiten. "Wir haben das mit der Mannschaft entschieden", erklärte Kleenheims Sportlicher Leiter Christian Straßheim. Teammanager Oliver Schuch und die Mannschaft betonen unisono: "Wir wollen aber dennoch versuchen, Meister zu werden." Was durch die Niederlage am Sonntag bei der TSG Eddersheim angesichts von nun drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda aber ohnehin unwahrscheinlich geworden ist. Nur der Meister der Ost-Staffel steigt am Ende der Saison auf. Die Spielerinnen wie etwa Sina Rühl finden die Entscheidung "sehr schade".

"Wir brauchen für eine 2. Liga einen breiteren Kader, die Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen ist einfach aktuell zu unerfahren. Das Team braucht noch ein, zwei Jahre", sagt Schuch. Die Kleenheimer Verantwortlichen sind stolz darauf, was das Team nach dem radikalen Umbruch am Ende der vergangenen Saison in der aktuellen Spielzeit bislang geleistet hat. "Die jungen Spielerinnen haben sich hervorragend entwickelt. Wir wollen sehen, wenn die Entwicklung so weiter geht, wo der Weg in der nächsten und übernächsten Saison hingeht", sind sich Straßheim und Schuch einig.

Der neue Trainer Johannes Wohlrab hätte die Kleenheimerinnen übrigens auch in der 2. Bundesliga trainiert. Beide verbleibenden Partien, das Schlagerspiel am Samstag um 18 Uhr bei der HSG Gedern/Nidda, und die letzte Begegnung am 21. April gegen den SC Markranstädt wollen die Kleenheimerinnen dennoch gewinnen, um die Titelchance zu wahren.

Für den Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda steht mit der Kleenheimer Entscheidung fest, dass er aufsteigen darf – denn der HSG ist der zweite Platz nicht mehr zu nehmen.

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