Kleenheim verkauft sich teuer

Im Nachholspiel der 3. Handball-Liga West der Frauen unterlag die SG Kleenheim beim mit mehreren Profi-Spielerinnen besetzten luxemburgischen Team von Roude Leiw Bascharage mit 23:27 (15:16) und fiel nach dieser mehr oder weniger erwarteten dritten Saisonniederlage mit nun 14:6 Zählern auf den vierten Tabellenplatz zurück. Die favorisierten Luxemburgerinnen verbesserten sich mit 15:3 Punkten wieder auf Rang zwei.

(vk) Im Nachholspiel der 3. Handball-Liga West der Frauen unterlag die SG Kleenheim beim mit mehreren Profi-Spielerinnen besetzten luxemburgischen Team von Roude Leiw Bascharage mit 23:27 (15:16) und fiel nach dieser mehr oder weniger erwarteten dritten Saisonniederlage mit nun 14:6 Zählern auf den vierten Tabellenplatz zurück. Die favorisierten Luxemburgerinnen verbesserten sich mit 15:3 Punkten wieder auf Rang zwei.

Im Centre Sportif »Op Acker« sorgten rund 300 luxemburgische Fans für ausgezeichnete Stimmung. »Die Ausstattung der Halle ist toll. Dem Verein gehört ein Hotel und das luxemburgische Fernsehen war da, hat Spielausschnitte gefilmt und auch zahlreiche Interviews geführt, das ist schon eine andere Welt«, war Eberhard Lang vom Ambiente der international besetzten Gastgebermannschaft angetan. Offenbar die beiden Schiedsrichter aber auch. »Ich sage dazu nichts mehr, die Mannschaften hatten auf jeden Fall ein anderes Niveau«, wertete Lang vielsagend.

In »einem richtig hochklassigen Spiel« hatten die Mittelhessinnen einen Riesenstart und gingen mit 6:1 in Führung, sodass Trainer Claude Weinzierl eine Auszeit nahm und danach die Abwehr umstellte. Aber die Kleenheimerinnen schienen davon weitgehend unbeeindruckt, machten ihr Spiel und lagen auch über das 10:5 bis zum 12:7 noch komfortabel in Front.

Nach der Kleenheimer 15:11-Führung (24.) folgte »die erste von zwei spielentscheidenden Phasen« (Trainer Lang). Gegen die körperlich überlegenen Gastgeberinnen »haben wir dann kurz vor der Pause zwei Zeitstrafen und drei Siebenmeter gegen uns bekommen«, schüttelte Lang den Kopf. Die Folge davon war klar: Bascharage drehte nach fünf zum Teil leichten Toren in Überzahl die Partie und ging mit einer 16:15-Führung in die Halbzeitpause.

Aber die Spielgemeinschaft bot nach dem Wechsel erneut eine starke Partie und verlangte den Luxemburgerinnen um die ehemalige Bundesliga-Torschützenkönigin Oxana Pal, die polnische Kreisläuferin Marta Goraj und die Ungarin Andrea Janics, das Trio erzielte 22 der 27 Treffer der »Roten Löwen«, alles ab. Über 17:17 und 20:20 konnten die Gäste immer wieder ausgleichen. Nach dem 21:20 (46.) hatte die Partie durchaus Parallelen der letzten Minuten vor der Pause.

Wieder wurde Kleenheim dezimiert und musste in kürzester Zeit erneut drei Siebenmeter gegen sich hinnehmen. Bascharage zog auf 26:20 davon. Die Gäste hatten nun erneut Pech bei ihren Aktionen, kamen zwar auf 23:26 heran, bekamen aber davor und danach Tore von Annika Bier und Jonna Jensen wegen Stürmerfoul abgepfiffen, ein Treffer von Leni Leib wurde wegen Kreisbetretens nicht anerkannt und zwei Tempogegenstöße wurden vertändelt. Die Gastgeberinnen setzten dann den Deckel drauf und gewannen mit 27:23 (16:15).

Nach Spielende liefen alle Kleenheimer Akteurinnen auf Torhüterin Lydia Sölva zu und bedankten sich bei der groß gewachsenen Keeperin für eine überragende Leistung. Sölva hatte u. a. drei von vier Siebenmetern der Gastgeberinnen abgewehrt.

»Mit etwas Glück hätten wir einen Punkt machen können, der durchaus verdient gewesen wäre. Aber wir hatten den drei für Drittliga-Verhältnisse überdurchschnittlichen Spielerinnen wenig entgegenzusetzen.«

Roude Leiw Bascharage: Reis, Sanduta; Birca, Thees (1), Keves (2/2), Goraj (4), Pimenta, Muller (1), Pal (8), Welter (1), Janics (10/4).

SG Kleenheim: Sölva; Schödl (1), Tuschen, Bier (1), Lang (3), Salzmann (3), Leib (2), Reeh (1), Steinbach (8/5), Jensen (3), Kraban (1), Lorenz.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kolski/Schroers (Oberhausen/Krefeld). / Zuschauer: 300. / Zeitstrafen: 4:10 Minuten. / Siebenmeter: 10/6:5/5.

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