Kleenheim auf Torejagd

(vk) Die SG Kleenheim hat im zweiten Heimspiel in der 3. Handball-Liga West der Frauen erstmals zu Hause gewonnen und dies gleich eindrucksvoll mit 37:17 (18:10) gegen Aufsteiger HSG Gedern/Nidda.

Damit verbesserten sich die Kleenheimerinnen mit 4:2 Punkten auf Rang drei. Dagegen nimmt die HSG Gedern/Nidda (0:6) nur den 13. und letzten Tabellenplatz ein.

Bislang hatten sich die Gäste in der neuen sportlichen Umgebung recht gut präsentiert. Wenn auch kein Punktgewinn zustande kam, so war man bislang wenigstens kein Kanonenfutter.

"Heute allerdings doch", sagte Gästetrainer Christian Breiler im anschließenden Pressegespräch. "Die erste Halbzeit war schon nicht gut von uns, und in der zweiten Halbzeit haben wir aufgehört, Handball zu spielen", so Breiler weiter.

"Ich kann nach so einem Sieg nicht sagen, dass ich unzufrieden bin. Nein, ich bin zufrieden, auch wenn es noch zwei, drei Dinge zu verbessern gibt", erklärte Kleenheims Trainer Constantin Lazar "Lucky" Cojocar unterdessen.

Die Gastgeberinnen schienen vor der enttäuschenden Kulisse von nicht einmal 150 Zuschauern in Oberkleen die Gäste-Spielgemeinschaft förmlich überrennen zu wollen. Zunächst fielen die Tore im Minutentakt, denn nach nicht einmal sechs Minuten gelang Lorena Lorenz das Kleenheimer 6:0. HSG-Linksaußen Anika Egerer durchbrach den Bann und verkürzte für Gedern/Nidda auf 1:6 (8.). Stefanie Thiele gelang das 2:8 (11.). Nach Olivia Reehs Siebenmetertreffer zum 10:2 (13.) kam der Gast etwas besser ins Spiel und konnte nach einem Doppelschlag von Claudia Pfaff auf 6:12 (18.) verkürzen. Jensen gelang sechs Minuten vor der Pause das Kleenheimer 15:6 (24.). Nach einem weiteren Doppelschlag von Claudia Pfaff hieß es 9:16 (29.) aus Sicht der Gäste, ehe beim 18:10 die Seiten gewechselt wurden.

Nach dem Wechsel verwandelte Reeh per Siebenmeter zum 23:13 (39.), und Elena Schödl gelang das 30:15 (51.). Zuvor war aber das Kleenheimer 29:14 (47.) durch Anna-Lena Leib noch bemerkenswert: Die Linkshänderin tauchte auf der für sie ungewohnten Linksaußen-Position auf und traf per Drehwurf ins gegnerische Gehäuse.

"Wir konnten angesichts einer so klaren Führung die Spannung nicht durchgängig hoch halten", erklärte Cojocar die vereinzelten Ungenauigkeiten. Nach Thieles 16:33 (56.) waren die Kleenheimerinnen wieder an der Reihe und erhöhten nach Toren von Jensen, Reeh und Michaela Eisenhardt auf 37:16 (58.). Gloria Hess besorgte den letzten Treffer des Spiels zum 17:33-Endstand (60.) aus Gästesicht.

Monica Bochis, die derzeit für Nicole Weinecker (Baby-Pause) zwischen den Pfosten steht, machte ihre Sache ausgezeichnet. Dennoch sucht man auf Kleenheimer Seite nach einer weiteren Verstärkung für diese Position.

SG Kleenheim: Bochis; Schödl (4), Faber, Schulz (3), Leib (4), Reeh (9/6), Eisenhardt (3), Euler, Bepler (3), Jensen (9/1), Lorenz (2).

HSG Gedern/Nidda: Otto, Stroh; Pfaff (4), Patz (3/2), Egerer (1), Röder, Hess (3), Thun, Thiele (2), Appel, Schmeißer, Eisenacher (3), Wess (1).

Im Stenogramm: SR: Joldzic/Sirker (Gernsheim/Modau). – Z.: 150. – Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Faber, Leib, Eisenhardt, Bepler – Patz/zwei, Hess, Wess). – Siebenmeter: 7/7:3/2.

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