SG Kleenheim klopft oben an

(vk) Mit dem fünften Sieg in Folge und somit 10:0 Punkten geht bei der SG Kleenheim in der Handball-Regionalliga Südwest der Frauen der Weg an die Tabellenspitze weiter. Mit dem 36:30 (13:16)-Sieg bei der DJK Marpingen gelang der Spielgemeinschaft auch der zweite Auswärtssieg.

(vk) Mit dem fünften Sieg in Folge und somit 10:0 Punkten geht bei der SG Kleenheim in der Handball-Regionalliga Südwest der Frauen der Weg an die Tabellenspitze weiter. Mit dem 36:30 (13:16)-Sieg bei der DJK Marpingen gelang der Spielgemeinschaft auch der zweite Auswärtssieg.

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten lieferten die Gäste dabei im Saarland ab. "Nur dieses Mal war es umgekehrt, jetzt haben wir zurückgelegen und das Spiel noch gedreht; bei den anderen Auswärtsniederlagen haben wir lange geführt und am Ende verloren", freute sich Kleenheims Trainer Christian Grzelachowski.

Kleenheim gelang zwar das erste Tor, ehe sich Marpingen über das 3:1 eine 6:2-Führung (13.) holte und auf dem Weg zu zwei wichtigen Punkten schien. Kleenheim kämpfte sich auf 7:9 (18.) und 10:11 (21.) heran. Die Saarländerinnen zogen dann wieder auf 14:10 davon, ehe Kleenheim auf den 13:16-Pausenstand verkürzte. "Wir waren lange spielerisch schwach, waren nicht konsequent genug dran und haben uns von Marpingen den Schneid abkaufen lassen. Da war wenig Aggressivität, und auch die Torhüterinnen haben unglücklich agiert", analysierte der Kleenheimer Trainer.

Die Kleenheimerinnen kamen wie verwandelt aus der Kabine und drehten mächtig auf. Marpingen hatte in den ersten zehn Minuten regelrecht Angst vor der nun aggressiveren Kleenheimer Deckung. Gegen Ende der ersten Halbzeit (27.) hatte Kleenheim die 6:0-Formation auf eine 5:1-Deckung mit einer wieder sehr starken Torhüterin Julia Völpel dahinter umgestellt. "Nadja Lang und Annett Kraban haben wirklich gute Arbeit in der Abwehr geleistet, die junge ›Eli‹ Schödel hat in der Abwehr halblinks sehr gut agiert, Jonna Jensen war richtig gut in der Defensive", stellte Christian Grzelachowski fest.

Mit schnellem, aggressivem Gegenstoßspiel wurde aus dem Pausenrückstand ein 17:17-Remis (36.) innerhalb von sechs Minuten. Die Vorentscheidung fiel dann schon in den nächsten sieben Minuten, als Kleenheim sich auf 26:20 (43.) absetzte und den Vorsprung sogar auf 29:22 (49.) ausbaute. In 19 Minuten hatte Kleenheim sage und schreibe 16 (!) Treffer erzielt und war immer wieder über die erste und zweite Welle erfolgreich. "Das war schon richtig gut, was die Mannschaft da gespielt hat", sagte der Kleenheimer Trainer. "Eine richtig gute Anna-Lena Leib hat auch das Schwestern-Duell gegen Katharina Leib gewonnen.

Sie hat nicht nur drei Tore mehr erzielt, sondern auch spielerisch Glanzpunkte gesetzt: Aufsetzer, Finten und Heber gespielt", lobte der SGK-Coach.

Bei Marpingen überragte die erst 16-jährige Joline Müller mit neun Tagestreffern. "Sie hat überragend gespielt, das ist überhaupt keine Frage", erklärte Grzelachowski. Die Kleenheimerinnen, die auf ihre verletzte Spielmacherin Olivia Reeh verzichten mussten, kämpften bärenstark. Torjägerin Sandra Steinbach spielte auf der Mitte ihren Part cool herunter, Nadja Lang warf wieder sieben blitzsaubere Tore. Von den mitgereisten Fans gab es stehende Ovationen für die Mannschaft, die im Saarland toll aufgetreten war.

DJK Marpingen: Brill, Buchholz; Christine Detzler (n.e.), Stein, Yvonne Detzler, Zägel (4), Lehnen (3), Joline Müller (9/2), Meier, Katharina Leib (4); Klein (3), Basky (7/2).

SG Kleenheim: Völpel, Sölva; Schödl (4), Lang (7), Anna-Lena Leib (7), Salzmann (1), Schmidt (1), Steinbach (6/2), Jensen (7), Kraban (3/1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dryander/Greff (Riegelsberg). / Zuschauer: 100. / Zeitstrafen: 8:2 Minuten (Stein, Joline Müller, Klein/zwei - Steinbach). / Disqualifiktion: Kraban (Kleenheim / 50. nach Foulspiel). / Siebenmeter.: 6/4:4/3.

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So geht es weiter / Samstag, 30. Januar: Aufbau Altenburg - Germ. Fritzlar. - Sonntag, 31. Januar: TV Idstein - FSV Mainz 05. - Samstag, 6. Februar: Aufbau Altenburg - Thüringer HC II, TSG Ober-Eschbach - SV Reichensachsen, TuS Neunkirchen - DJK Marpingen. - Sonntag, 7. Februar: SG Kleenheim - TV Idstein, Germ. Fritzlar - Mörfelden/Walldorf, SG Bensheim/Auerbach II - SG 09 Kirchhof.

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