Kleenheim II gelingt Coup

Die HSG Lumdatal hat ihre Bilanz in der Frauenhandball-Landesliga mit einem ungefährdeten 30:18-Sieg über den TSV Griedel auf sagenhafte 18:0 Punkte ausgebaut. Zu den Verfolgern des Spitzenreiters gehört auch die TSG Leihgestern, die gegen die HSG Anspach/Usingen beim 32:19 ebenfalls keine Probleme hatte. Für einen Coup sorgte die stark ersatzgeschwächte HSG Kleenheim-Langgöns II, die das Kellerduell bei der TSG Oberursel II mit 29:22 für sich entschied. Sehr kurzfristig verlegt wurde die Begegnung zwischen der FSG Vortaunus und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, bei der viele Spielerinnen krank sind. "Wir hatten am Schluss nur fünf Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen zur Verfügung", sagte Trainer Sebastian Roth. Am Samstagmorgen bemühte sich die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen deshalb um eine Verlegung der für Sonntag geplanten Partie zwischen dem Drittletzten und dem Schlusslicht – und die Verantwortlichen der HSG Vortaunus stimmten trotz der Kurzfristigkeit zu. "Wir sind der HSG Vortaunus sehr dankbar. Das Verhalten ist außerordentlich sportlich und fair", sagte Roth. Neuer geplanter Termin für das Kellerduell ist der 12. Dezember (Mittwoch) um 20.15 Uhr in Bad Soden.

Von Von Rüdiger Bechthold, Volkmar Köhler und Markus Konle

Die HSG Lumdatal hat ihre Bilanz in der Frauenhandball-Landesliga mit einem ungefährdeten 30:18-Sieg über den TSV Griedel auf sagenhafte 18:0 Punkte ausgebaut. Zu den Verfolgern des Spitzenreiters gehört auch die TSG Leihgestern, die gegen die HSG Anspach/Usingen beim 32:19 ebenfalls keine Probleme hatte. Für einen Coup sorgte die stark ersatzgeschwächte HSG Kleenheim-Langgöns II, die das Kellerduell bei der TSG Oberursel II mit 29:22 für sich entschied. Sehr kurzfristig verlegt wurde die Begegnung zwischen der FSG Vortaunus und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, bei der viele Spielerinnen krank sind. "Wir hatten am Schluss nur fünf Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen zur Verfügung", sagte Trainer Sebastian Roth. Am Samstagmorgen bemühte sich die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen deshalb um eine Verlegung der für Sonntag geplanten Partie zwischen dem Drittletzten und dem Schlusslicht – und die Verantwortlichen der HSG Vortaunus stimmten trotz der Kurzfristigkeit zu. "Wir sind der HSG Vortaunus sehr dankbar. Das Verhalten ist außerordentlich sportlich und fair", sagte Roth. Neuer geplanter Termin für das Kellerduell ist der 12. Dezember (Mittwoch) um 20.15 Uhr in Bad Soden.

TSG Oberursel II – HSG Kleenheim-Langgöns II 22:29 (14:13): Die HSG musste auf das halbe Team verzichten, trat dafür mit drei A-Jugendlichen und Spielerinnen aus der dritten Mannschaft an – und im Kampf um den Klassenerhalt gelang dennoch ein Coup. "Der Sieg ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, aber er ist verdient. Wir haben eine gute Abwehr gestellt, waren aber in den ersten zehn Minuten nicht präsent. Die Mannschaft hat sich dann nach dem Wechsel erheblich gesteigert, jede Spielerin hat zum Erfolg beigetragen und wir sind als Einheit aufgetreten", lobte Kleenheims Trainer Tim Straßheim. Die Gastgeberinnen führten 3:1 (4.) und dann 7:4 (9.), ehe die starke Julia Grygar beim 7:7 (12.) egalisierte. Fortan blieb es eng, und Oberursel führte zur Pause 14:13. Nach dem 18:15 (37.) für die Gastgeberinnen drehten die Mittelhessen die Partie, Grygar brachte sie beim 19:18 (42.) wieder in Führung. Rüspeler sorgte für das 21:19 (46.), Suchantke und Grygar stellten auf 23:19 (49.) für Kleenheim II. "Wir haben uns trotz des Rückstands nicht aus der Ruhe bringen lassen und im Angriff die richtigen Lösungen gefunden", lobte Straßheim. Am Schluss spielten die Gäste wie entfesselt auf und gewannen 29:22.

Oberursel II: Zeiler, Petri; von der Wehl-Ohrdorf (2), Kramp, Kahlstatt (1), Ried (2), Sailler, Müller, Weißenborn, Knoblauch (5/2), Mahr, Limbacher (8/5), Specht, Kürten (4). – Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Dickhaut; Engel (1), Neul (1), Hänsel (2), Schäfer (3), Kuschel, Grygar (9), Kreß (2), Suchantke (2), Rüspeler (6/3), Bretz (2), Bacheneheimer (1/1). – Im Stenogramm: SR: Markovic/Rudolph (Eddersheim). – Zu.: 20. – Zeitstrafen: 8:2 Min. – Disqualifikation: Bachenheimer (Kleenheim-Langgöns II/44.). – Siebenmeter: 7/7:6/4.

Lumdataler Bollwerk

HSG Lumdatal – TSV Griedel 30:18 (17:10): "Der Sieg geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung", meinte der Lumdataler Trainer Michael Gilbert. Der Tabellenführer hatte bereits zur Halbzeit bei der 17:10-Führung einen sehr komfortablen Vorsprung. Die HSG Lumdatal agierte aus einer sehr defensiven Abwehr heraus und gab so den Gästen aus Griedel keinen Raum am Kreis. Die Abwehr stand sehr kompakt und verschob hervorragend. Die sonst durchaus gefährlichen Kreisspielerinnen aus Griedel konnten so nicht wie gewohnt in Szene gesetzt werden. Die Abwehr war in diesem Spiel der Schlüssel zum Erfolg für die HSG. Nach elf Minuten lag der Tabellenführer bereits mit 7:3 in Führung. Torhüterin Julia Olemotz konnte wiederholt die Würfe der Gäste entschärfen, durch die erste oder zweite Welle wurden immer wieder leichte Tore erzielt. In den zweiten 30 Minuten hatten die Gäste nichts mehr hinzuzusetzen, und Lumdatal konnte den Vorsprung immer weiter ausbauen. Bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte eine zweistellige Führung verbucht werden. Als Nina Hasenkamp in der 51. Minute zum Zwischenstand von 26:14 traf, war der nächste Heimsieg für die HSG sicher. Lumdatal konnte sogar auf Madeleine Müller verzichten. Sie wird beim nächsten Spiel aber wieder mitspielen können. Nächste Woche geht es in Münchholzhausen für den Tabellenführer weiter.

Lumdatal: Olemotz, Schön; Sauer (9/4), Schlapp (3), Elmshäuser, Müller F. (5), Riedel, Schmidt (5/1), Hansenkamp (6), Müller M., Fuhr, Bulling, Smajek (1), Althen (1). – Griedel: Heister, Wicke; Knoblauch (2), Wawrzinek (4), Wolf, Krombach (4/2), Heisiph (1), Gros (1), Schmitt (3/1), Brück, K. Dietz, M. Dietz (2), Eichler (1). – Im Stenogramm: Schiedsrichter: Fikus/Stieber. – Zuschauer: 100. – Zeitstrafen: 2:10 Min. – Siebenmeter: 5/5:4/2.

TSG Leihgestern – HSG Anspach/Usingen 32:19 (17:7): Starke Leistung der TSG, die von Anfang bis Ende dominierte. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainerin Jona Jensen: "Alles, was es heute zu verbessern gibt, ist jammern auf hohem Niveau. Wir konnten im Spiel endlich umsetzen, was wir in den letzten Wochen im Training erarbeitet haben." Durch das Mitwirken von Olivia Reeh konnte Andrea Schulz während einiger Phasen geschont werden. Die Leihgesternerinnen zeigten von Beginn an, dass sie diese Partie gewinnen wollten (8:3, 12.). Der Vorsprung wurde kontinuierlich bis zur Halbzeit ausgebaut. Bereits zur Halbzeit war eine Zehn-Tore-Differenz auf der Anzeigentafel zu sehen. Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte. Die TSG spielte weiterhin mit einer aggressiven Deckung, zwang die Gäste wiederholt zu Fehlern und trumpfte mit starkem Tempospiel auf. In der 46. Minute betrug der Vorsprung der Mittelhessinen 13 Tore (25:12). Im weiteren Spielverlauf konnten sich nahezu alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Den 30. Tagestreffer erzielte Annika Friedrich in der 56. Minute.

Leihgestern: Schnaubelt, Glitsch; van Wickern (2), Walther (4), Penning (1), Fina (2), Appel (2), Reeh (4), Schulz (1), Friedrich (9/3), Kunzig (1), Viebahn, Faber (3), Steinhaus (3). – Anspach/Usingen: Harff, Gebhardt; Bank (2/1), Kalman (1), Kujovic (1), Schindler (3/2), Köll (6/2), Kern (1), Hübschen (3), Koch (1), Kretschmar (1), Frank. – Im Stenogramm: Schiedsrichter: Jänicke/Manderla. – Zuschauer: 120. – Zeitstrafen: 2:2 Minuten. – Siebenmeter: 3/3:7/5.

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