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Durchsetzungsvermögen müssen Phillip Opitz (8) und der TV 05/07 Hüttenberg heute im Zweitliga-Auswärtsspiel bei TuS Fürstenfeldbruck zeigen.

Klassenerhalt im Blick

Im Münchener Umland geht es für den TV 05/07 Hüttenberg am heutigen Mittwochabend um 19:30 Uhr um vorentscheidende Punkte zum Klassenerhalt. Beim Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck hebt Trainer Johannes Wohlrab aber vorab den warnenden Zeigefinger.

Der Mittelhessische Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg steht fünf Spieltage vor Ende der Saison kurz vor dem Erreichen seines Saisonzieles: dem Klassenerhalt. Mit einem Sieg beim Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck heute Abend (19 Uhr) stünde die junge Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab auch rechnerisch mit anderthalb Beinen in der 2. Bundesliga 2021/22.

Die mahnenden Worte an sein Team und das Umfeld kommen aber vom Trainer der Hüttenberger selbst: »Fürstenfeldbruck hat zu Hause Hamburg und Gummersbach geschlagen. Viel mehr muss man zu ihrer Qualität nicht sagen.« Der Aufsteiger aus der 3. Liga und zugleich die einzige Mannschaft der Liga, die ausschließlich aus Feierabendhandballern besteht, hat schon mehrfach für die ein oder andere Überraschung gesorgt. In den letzten Wochen allerdings zollten die Brucker Panther, wie der TuS genannt wird, den ungewohnt vielen Spielen und der hohen Belastung Tribut.

Einem sehr starken Auftritt zu Hause gegen Aufstiegskandidat Lübbecke (21:22) folgte eine knappe Niederlage in Dormagen (27:30) und ein Sieg in Konstanz (33:29). Seitdem allerdings wartet die Mannschaft von Trainer Martin Wild auf etwas Zählbares, setzte es doch herbe Klatschen zu Hause gegen Aue (21:33) und Ferndorf (26:40) als auch in Großwallstadt (32:21).

»Meine Mannschaft ist einfach platt. Die Jungs kommen hier nach der Arbeit in die Halle, gehen ein unglaublich hohes Pensum und werfen alles auf die Platte, was ihre Körper noch hergeben. Ich kann ihnen deswegen gar kein Vorwurf machen«, sagte Wild nach der Niederlage gegen Ferndorf. Gerade in den Heimspielen hat seine Mannschaft aber mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie mithalten können.

Deshalb ist der TVH für heute Abend gewarnt. Aus dem so starken Kollektiv der Panther ragt Toptorschütze Falk Kolodziej heraus. Der 27-jährige ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Bayern. Nicht nur mit 167 Toren der Torjäger, sondern insbesondere mit 121 Assists der beste Vorbereiter der gesamten zweiten Liga. Vor allem ihn wird die 3:2:1-Deckung der Hüttenberger um Johannes Klein stoppen müssen. Im Hinspiel gelang dies überwiegend, machte dann jedoch der Rückraumrechte Max Horner der TVH-Deckung Probleme und traf sieben Mal. Am Ende gewannen die Mittelhessen ihr Heimspiel dennoch mit 34:30.

Ein Ergebnis, mit dem Wohlrab im Falle eines Auswärtssieges auch leben könnte: »Ich erwarte, dass meine Mannschaft die Reife zeigt, konzentriert und fokussiert an die Aufgabe zu gehen. Dann bin ich optimistisch, dass wir die zwei Punkte mit nach Hause nehmen und zeitnah auch rechnerisch den Klassenerhalt klarmachen.«

Mit einem Auswärtssieg würde der TV 05/07 Hüttenberg den Konkurrenten Wilhelmshavener HV auf zehn Punkte distanzieren.

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