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Über 90 Prozent der Kreisvereine sind für einen Saisonabbruch. GRAFIK: FACEBOOK FUSSBALLKREIS GIESSEN

Klares Votum für Abbruch

  • Ralf Waldschmidt
    VonRalf Waldschmidt
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(pm/ra). Wie gehen wir weiter mit dem Spielbetrieb der Spielzeit 2020/2021 um? Mit dieser Fragestellung führte der Fußballkreis Gießen in der vergangenen Woche drei Vereinsvideokonferenzen durch. Bis auf vier Clubs nahmen alle am Spielbetrieb im Kreis teilnehmenden Vereine/Spielgemeinschaften teil, dazu neben dem Kreisfußballausschuss um Kreisfußballwart Henry Mohr auch Verbandsfußballwart Jürgen Radeck und der Regionalbeauftragte Jörg Wolf.

Es gab - wie bereits berichtet - intensive Diskussionen. Alle Teilnehmer kamen zu Wort, es gab gute Vorschläge, weitere Erkenntnisse und ein klares Meinungsbild zum Schluss.

Seit dem Wochenende steht das Ergebnis fest. Unter dem Strich der drei Videokonferenzen am Mittwoch, Donnerstag und Freitag gab es im Fußballkreis Gießen 55 Stimmen für einen Abbruch und fünf Stimmen für die Weiterführung. Aber auch den Auftrag an den Verband, in der neuen Saison auf alternative Spielmodelle zu setzen. Wenn irgendwie möglich, sollen allerdings die Kreispokalwettbewerbe noch durchgeführt werden.

Am kommenden Samstag nun - nachdem alle Kreise in Hessen ihre Votings abgegeben haben - steht die abschließende Prüfung und Entscheidung des Hessischen Fußball-Verbanddes über Fortsetzung- oder Nichtfortsetzung der Spielzeit 2020/21 an, die sich - wie in der Vergangenheit - eng an die von der Politik getroffenen Regelungen anlehnen dürfte.

Da die aktuellen Verordnungen bis einschließlich 28. März gültig sind, sollen die Ergebnisse der Kreiskonferenzen bis 25. März gebündelt werden, um daraufhin eine finale Entscheidung zu treffen. Im Falle einer Annullierung der Meisterschaftsrunde wird in den Kreisen nach Möglichkeiten gesucht, die Zeit fußballerisch zu nutzen.

HFV-Vizepräsident Torsten Becker: »Der Weg einer Entscheidung bezüglich der Spielrunde ist dieses Jahr noch komplizierter als im letzten Jahr. Die Inzidenzzahlen sind aktuell leider besorgniserregend. Bisher haben wir aus der Saison nur die Spiele aus dem September und Oktober, und selbst dieser Zeitraum war zusätzlich durch Spielausfälle geprägt. Sollte es zu einer Annullierung der Meisterschaftsrunde kommen, würde es weder Auf- noch Absteiger geben. Bei einer Fortsetzung der Runde wäre die Quotientenregelung eine Möglichkeit, die wir auch dieses Jahr dann anwenden könnten.«

Für den heimischen Fußballkreis Gießen hat Henry Mohr - unabhängig der politischen Ergebnisse vom gestrigen Montag - schon Anfang Februar den spätestmöglichen Start des Mannschaftstrainings für 15. April aufgezeigt, dann würden die ersten Punktspiele ab 16. Mai über die Bühne gehen und das Saisonende am 13. Juni eingehalten werden können.

Der Alsfelder Kreisfußballwart Frank Heller lädt seine Vereine am Mittwoch ab 18.30 Uhr zu einer Videokonferenz, um ein Meinungsbild zu erhalten.

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