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Klare Rollenverteilung

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Von: Oliver Vogler

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Milena Appel (l.) und Merle Carstens wollen mit ihrer TSG Leihgestern am Samstag im sechsten Spiel den sechsten Sieg einfahren. © Oliver Vogler

(mol). Während die HSG Kleenheim-Langgöns an diesem Wochenende in der Frauenhandball-Oberliga spielfrei ist und sich nach bereits sechs absolvierten Wochenenden ein erholsames gönnen kann, genießt von den heimischen Vertretern nur Tabellenführer TSG Leihgestern Heimrecht und ist in der Partie gegen Aufsteiger HSG Großenlüder/Hainzell in der Favoritenrolle.

Während die HSG Wettenberg am Sonntag nach Südhessen zur TSG Eddersheim II reist, verschlägt es die HSG Lumdatal am gleichen Tag ins nordhessische Fritzlar.

TSG Leihgestern - HSG Großenlüder/Hainzell (Samstag, 19.30 Uhr, Stadthalle Linden): Auch nach dem Derby im Lumdatal ist die TSG noch ohne Punktverlust, wenngleich der 21:20-Erfolg am seidenen Faden hing. Und doch könnte die Lage bei der Jensen-Sieben als Tabellenführer äußerst gut sein, zumal am Wochenende der punktlose Meister der Landesliga Nord, die HSG Großenlüder/Hainzell wartet. Diese bekam im Aufsteigerduell mit der TSG Eddersheim II am Samstag ihre Grenzen aufgezeigt und unterlag mit 16:29. Und so macht Leihgesterns Trainerin auch weniger der kommende Kontrahent, sondern vielmehr der eigene Kader Sorgen. »Nessima Kerdi wird nach ihrer Verletzung gegen Lumdatal einige Wochen fehlen, zudem ist eine weitere Rückraumspielerin im Training umgeknickt. Da müssen wir abwarten, wie es mit einem Einsatz aussieht. Wir werden auf jeden Fall mit Minimum zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen, aber wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen«, so Jensen, die die Belastung im Training bei den anderen Spielerinnen, die zuletzt länger spielen mussten, steuerte.

TSG Eddersheim II - HSG Wettenberg (Sonntag, 15 Uhr, Städtische Sporthalle Hattersheim): Drei Siege in Folge feierten die Wettenbergerinnen, die dann ob des spielfreien Wochenendes eine Zwangspause einlegen mussten. Daher aber gut erholt, geht es am Sonntag nach Südhessen, wo ein Aufsteiger wartet, der aber nach zuletzt zwei Siegen in der Liga angekommen zu sein scheint. »Wir wollen natürlich versuchen, an unsere Leistungen vor der kleinen Pause anzuknüpfen. Wir wollen eine gute Abwehr stellen, die die Räume eng macht, den Gegner unter Druck setzt und zu schlechten Abschlüssen zwingt. Im Angriff wird es darauf ankommen, konzentriert zu spielen und konsequent abzuschließen«, glaubt HSG-Trainer Kai Nober, der hinsichtlich seines Kaders noch keine Aussagen treffen kann. »Es sind derzeit viele Spielerinnen erkrankt, ebenso bei der zweiten Mannschaft. Wir werden deshalb improvisieren müssen.«

SV Germania Fritzlar II - HSG Lumdatal (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle der König-Heinrich-Schule Fritzlar): Mit zwei Niederlagen in Folge im Gepäck macht sich die HSG auf nach Nordhessen, wobei zumindest am vergangenen Sonntag zumindest nicht viel fehlte, um Tabellenführer Leihgestern ein Bein zu stellen. Mit Fritzlar II wartet nun ein punktgleicher Kontrahent (6:4), der seine Zähler bislang aber allesamt in heimischer Halle sammeln konnte und bislang eine blitzsaubere Heimbilanz aufweist. »Zu Hause können sie jeden ärgern und auch schlagen, das haben die bisherigen Spiele bewiesen. Zuletzt haben sie gegen Oberursel auch richtig gut gespielt«, so Marcel Köhler, der besonders vor Xenia Ahrend, auf der Mitte als torgefährlicher Dreh- und Angelpunkt, warnt. »Ahrend hat viele Jahre in der 3. Liga gespielt. Sie ist im Angriff federführend, weshalb es gilt, sie in den Griff zu bekommen. Generell brauchen wir wieder eine gute Abwehrleistung und ein gutes Umschaltspiel. Zudem müssen wir unsere Angriffseffektivität steigern!« Fehlen wird der HSG Pia Hümmerich.

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