Dennis Grötzsch und die Oberliga-Männer des NSC Watzenborn-Steinberg verlieren am Wochenende deutlich in Frankfurt. FOTO: HF
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Dennis Grötzsch und die Oberliga-Männer des NSC Watzenborn-Steinberg verlieren am Wochenende deutlich in Frankfurt. FOTO: HF

Klare Niederlage in Frankfurt

  • vonRichard Albrecht
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(ria). In der Tischtennis-Oberliga der Herren musste das Team aus Watzenborn eine klare Niederlage in Frankfurt einstecken. In der Hessenliga stand unter anderem das Derby zwischen dem Gießener SV II und dem TSV Allendorf/Lumda auf dem Spielplan, das der Gast aus Allendorf für sich entscheiden konnte.

Oberliga Herren / Eintracht Frankfurt - NSC Watzenborn-Steinberg 11:1:Jan Hartmann hatte im Vorfeld Frankfurt zu den Ligafavoriten gezählt und wurde leider gleich am ersten Spieltag bestätigt. Mit nur einem Einzelerfolg kehrten die Pohlheimer von ihrem ersten Sasisonspiel zurück. "Das war eine verdiente Niederlage, wenn auch vielleicht einen Tick zu deutlich", musste der Watzenborner Mannschaftsprecher anerkennen. Zwar hatte Stefan Harnisch gegen Frankfurts Nummer eins einen erfolgreichen Matchauftakt nur knapp verpasst und musste sich nach 2:1-Satzführung geschlagen geben. Dann unterlag Fabian Moritz in vier Sätzen Christian Güll, der im letzten Jahr noch maßgeblich zum Regionalligaaufstieg des Gießener SV beigetragen hatte. In jeweils drei Sätzen gingen die Matches im zweiten Paarkreuz an die Gastgeber, wobei Hartmann zweimal in die Verlängerung ging (11:13, 8:11, 10:12). Kevin Krendl, in der zweiten Mannschaft an Position vier, zeigte bei seiner Viersatzniederlage eine ebenso ansprechende Leistung wie Dennis Grötzsch, dem aber auch eine 2:1-Satzführung nicht zum Matchgewinn reichte.

Im Spitzeneinzel unterlag Moritz glatt, danach lag Harnisch gegen Güll wieder 2:1 vorne und wieder triumphierte am Ende der Gastgeber. Jakob Armbrüster war es schließlich, der den Ehrenpunkt holte, während Hartmann, Grötzsch und Krendl in ihren zweiten Matches jeweils Dreisatzniederlagen kassierten. Das Fehlen von Florian Müller und Torsten Kirchherr war eine zu große Hypothek, um die Gastgeber ins Straucheln zu bringen. "Uns wurden einige Schwachpunkte aufgezeigt. Nächste Woche in Lorsch ist aber für uns wichtiger. Es ist alles noch ungewohnt mit den ganzen Auflagen und ohne Doppel", erklärte Hartmann.

GSV II unterliegt in Heimpartien

In der Tischtennis Hessenliga der Herren hat beim Doppel-Heimspieltag die Niederlagenserie des Gießener SV II noch kein Ende gefunden. Dem 4:8 gegen Felsberg folgte dasselbe Ergebnis im Derby gegen Allendorf/Lumda. "Es fängt an, wehzutun" gab Jürgen Boldt nach der bereits fünften Saisonniederlage der Gießener zu.

Hessenliga Herren / Gießener SV II - TSV Felsberg 4:8:"Es fehlt immer noch ein Tick, wir betreiben viel Aufwand, aber die Belohnung bleibt aus", so Boldt zu der Tatsache, dass sein Team nach dem vierten Spieltag immer noch mit leeren Händen dasteht. Dabei waren sie mit einem hart umkämpften Dreisatzsieg von Timo Geier vielversprechend gestartet, danach aber setzte gleich wieder die Misere ein: Boldt, Thomas Möhl und Christian Schmirler unterlagen jeweils in fünf Sätzen. Tim Birkenhauer gewann seinen Auftaktsatz, musste sich aber ebenso in vier Sätzen geschlagen geben wie Luis Frettlöh, der seine erste Niederlage kassierte. Nach Geiers Viersatzniederlage im Spitzeneinzel zum 1:6-Zwischenstand schien die Sache bereits durch, doch nach Boldts 3:0 keimte noch einmal Hoffnung auf. Möhl drehte sein Match nach 0:2-Satzrückstand und auch Schmirler behauptete sich in seinem zweiten Fünfsatzmatch. Als Birkenhauer 2:0 in Führung ging, schien ein Punktgewinn noch möglich, aber er unterlag letztlich ebenso in fünf Sätzen wie Frettlöh im letzten Match. "Die Zuschauer fehlen, es ist irgendwie eine kalte Stimmung und ohne die Doppel hat das ganze viel von seinem Mannschaftscharakter verloren", bedauerte Boldt nicht nur den erneut ausgebliebenen Erfolg.

Gießener SV II - TSV Allendorf/Lumda 4:8:"Das war ein sehr erfreulicher Sieg. Wir haben vorne überzeugend agiert, Manfred Krupenkow ist in guter Form und Oliver Welt für uns eine Bereicherung auch neben der Platte. Aber hinten sind wieder unsere Schwächen zutage getreten", kommentierte Ulrich Bandt den ersten doppelten Punktgewinn der Allendorfer. Oliver Welt gegen Timo Geier und Marco Grohmann gegen Jürgen Boldt sorgten mit ihren Dreisatzerfolgen für den optimalen Start der Gäste. Thomas Möhl und Manfred Krupenkow lieferten sich ein heißes Match, das Krupenkow mit 18:16 im vierten Satz für sich entschied.

Slawomir Karwatka baute mit seinem 3:0 gegen Christian Schmirler die Führung der Gäste weiter aus. Tim Birkenhauer (3:0 gegen Walter Grohmann) und Luis Frettlöh (3:1 gegen Arvid Volkmann) sorgten für eine Resultatsverbesserung für die Gastgeber.

Nach dem 3:0 von Marco Grohmann im Spitzeneinzel lieferten sich Welt und Boldt eine spannende Partie. Das 3:2 nach 1:2-Satzrückstand für Welt bedeutete die Vorentscheidung. Karwatka besorgte den Siegpunkt der Gäste, Krupenkow legte noch nach, ehe Birkenhauer und Frettlöh noch einmal Ergebniskosmetik betrieben.

"Die Gießener haben eine sehr junge und vielversprechende Truppe, waren aber wohl von dem Match gestern noch etwas ausgepowert", zollte Bandt dem Gegner Respekt. "Kassel ist die Übermannschaft, dahinter kann eigentlich jeder jeden schlagen, wodurch es für uns natürlich nicht einfacher wird", hofft Boldt darauf, dass am nächsten Wochenende in Hofgeismar der Knoten bei seinem Team endlich platzt.

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