Mecier Grouls (l.) und seine SG Kinzenbach erleben vor 190 Zuschauern eine turbulente Auftaktpartie gegen Marburg. FOTO: HF
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Mecier Grouls (l.) und seine SG Kinzenbach erleben vor 190 Zuschauern eine turbulente Auftaktpartie gegen Marburg. FOTO: HF

Fußball

Wie die SG Kinzenbach am Sonntag dreimal einen Rückstand aufholte

  • vonred Redaktion
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Fußball-Verbandsligist SG Kinzenbach gelingt am Sonntag beim Saisonauftakt etwas Außergewöhnliches: Dreimal holt die SG einen Rückstand auf, zum Schluss sogar in Unterzahl.

(red). Dreimal musste die SG Kinzenbach am Samstag einem Rückstand hinterherlaufen, dreimal konnten die Rot-Weißen beim Auftakt in der Fußball-Verbandsliga Mitte ausgleichen.

Auch wenn die Elf von SG-Trainer Oliver Dönges beim 3:3 (0:1) gegen den Angstgegner Spfr./Blau-Gelb Marburg einmal mehr keinen "Dreier" auf eigenem Gelände einfahren konnte, war das Remis am Ende doch so etwas wie ein gefühlter Sieg.

Neuzugang Henrik Keller (2) und Tommy Ried hatten für die Hausherren getroffen und dabei mit ihrem Team vor allem nach der Ampelkarte für Yannik Mohr in der Schlussphase eine tolle Moral gezeigt. "Ich bin unterm Strich zufrieden, weil wir uns den Punkt mit unserer kämpferischen Leistung redlich verdient haben", sagte Dönges.

Die Partie brauchte eine lange Anfangsphase, um vor 190 Zuschauern auf Touren zu kommen. Die SG agierte in einem 4-2-3-1-System, bei dem die Neuzugänge André Marius Jörg in der Viererkette, Timo Schmidt auf der Doppelsechs und Henrik Keller als Sturmspitze aufgeboten wurden.

Ein Foulspiel von Tommy Ried an Lukas Heuser führte zu einem vermeidbaren Strafstoß, welchen Dominik Karge sicher zur 1:0-Pausenführung der Gäste verwandelte (19.).

Als Gästetorwart Florian Eidam nach der Pause einen Ried-Schuss nur abklatschen konnte, war Torjäger Henrik Keller zur Stelle und drückte den Abpraller mit einem Volleyschuss zum 1:1 über die Linie (54.). Nun ging es Schlag auf Schlag. Nach dem 1:2-Rückstand (57.) staubte Henrik Keller erneut zum 2:2 (59.) ab. Ein unnötiger Ballverlust von Abwehrchef Ufuk Yildirim brachte Yannik Mohr in Bedrängnis. Die Folge: Foulspiel gegen Jan Löwer, Strafstoß für Marburg und die gelb-rote Karte für den SG-Verteidiger. Karge verlud Flechtner vom Kreidepunkt zum 2:3 (73.). Es sprach für die Hausherren, dass sie trotz des erneuten Rückschlages selbst in Unterzahl den Kopf nicht in den Sand steckten und durch einen Fernschuss von Ried (88.) zum späten Ausgleich kamen. "Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und uns die Gegentore selbst zuzuschreiben. Ein 3:3 in Unterzahl bewerte ich dennoch als positiv", sagte Dönges.

Kinzenbach: Flechtner - Mark, Mohr, Yildirim, Jörg, Ried, Timo Schmidt (65. Sajonz), Anker, Helm (90. Bicakkiran), Grouls (65. Güngör), Keller.

Marburg: Eidam - Woscidlo, Löwer, Karge, Heuser, Busmann (69. Thumberger), Fabian Schmidt (77. Culmsee), Huhn, Renner, Weber, Kleemann.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (19.) Karge (Strafstoß), 1:1 (54.) Keller, 1:2 (57.) Fabian Schmidt, 2:2 (59.) Keller, 2:3 (73.) Karge (Strafstoß), 3:3 (88.) Ried. - Gelb-Rote Karte: Mohr (73.) wegen wiederholtem Foulspiel. - Z.: 190. - SR.: Hauser (Schwalbach a.T.).

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