Geschafft: Die Kieler feiern nach dem Finaltriumph über Barcelona mit dem Champions-League-Pokal. FOTO: DPA
+
Geschafft: Die Kieler feiern nach dem Finaltriumph über Barcelona mit dem Champions-League-Pokal. FOTO: DPA

Kiel triumphiert

  • vonDPA
    schließen

(dpa). Trainer Filip Jicha vollführte einen Jubel-Sprung, seine Schützlinge tanzten ausgelassen über das Parkett: Nach einer Galavorstellung hat der THW Kiel zum vierten Mal in der glorreichen Vereinsgeschichte Europas Handball-Thron bestiegen und ein außergewöhnliches Corona-Jahr gekrönt. Der deutsche Rekordmeister gewann am Dienstag in Köln das Finale der Champions-League-Saison 2019/20 gegen den FC Barcelona mit 33:28 (19:16) und holte nach 2007, 2010 und 2012 erneut den Titel in der Königsklasse. Beste THW-Werfer waren Niclas Ekberg mit acht Toren und Superstar Sander Sagosen mit sieben Treffern.

"Es ist unglaublich und sehr emotional. Ich bin super happy für die Jungs und den ganzen Verein. Es war eine lange Zeit seit dem letzten Champions-League-Gewinn", so Trainer Jicha und der starke Keeper Niklas Landin fügte hinzu: "Die ganze Mannschaft hat unglaublich gespielt. Wir wollten unbedingt diesen Titel holen, das hat überragend geklappt. Wir sind unheimlich stolz, aber es wäre noch schöner gewesen, wenn wir mit 20 000 Fans hätten feiern können."

Versüßt wurde der sportliche Erfolg mit einer Siegprämie von 500 000 Euro, die der THW gerade in der wirtschaftlich schwierigen Corona-Zeit gut gebrauchen kann.

Nur 22 Stunden nach dem Kraftakt im mit 36:35 nach Verlängerung gewonnenen Halbfinale gegen Telekom Veszprem erwischten die Kieler im 300. Champions-League-Spiel ihrer Vereinsgeschichte einen guten Start. Welthandballer Niklas Landin war im Tor mit zahlreichen Paraden der gewohnt sichere Rückhalt und im Angriff agierte der THW sehr effizient. Lohn war eine Zwei-Tore-Führung nach zehn Minuten. Beim 13:9 setzte sich Kiel erstmals auf vier Tore ab und nahm schließlich eine Drei-Tore-Führung mit in die Kabine. Nach dem Wechsel agierte der THW weiter hochkonzentriert und ließ sich auch von kleinen Missgeschicken nicht aus der Ruhe bringen. Mitte der zweiten Hälfte betrug der Vorsprung beim 25:20 erstmals fünf Tore.

Doch dann ließ die Konzentration im Angriff etwas nach. Leichte Ballverluste brachten Barcelona ins Spiel zurück. In dieser schwierigen Phase war es vor allem Landin zu verdanken, dass die Katalanen nicht näher als auf drei Tore herankamen. Der dänische Weltmeister-Keeper gab seinen Vorderleuten mit etlichen Glanztaten die nötige Sicherheit. In der heißen Schlussphase ließ sich Kiel den Sieg nicht mehr entreißen.

Tore THW Kiel: Ekberg 8/6, Sagosen 7, Dahmke 5, Weinhold 5, Pekeler 4, Wiencek 2, Reinkind 1, Zarabec 1 - Barcelona: Gomez Abello 10/5, Arino 4, Mem 4, Cindric 3, Fabregas 3, Entrerríos 1, Goncalves 1, N'Guessan 1, Pálmarsson 1 - SR: Matija Gubica (Kroatien)/Boris Milosevic (Kroatien) - Strafminuten: 10/8.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare