Torhüter Jonathan Liebich (Altenburg/Eudorf/Schwabenrod) foult Leihgesterns Daniel Weber, der fällige Strafstoß führt zum 1:0 der TSG. FOTO: OV
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Torhüter Jonathan Liebich (Altenburg/Eudorf/Schwabenrod) foult Leihgesterns Daniel Weber, der fällige Strafstoß führt zum 1:0 der TSG. FOTO: OV

Kevin Rennert macht das Siegtor

  • vonMartin Ziehl
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Kurdischer FC Gießen - Spfr. Burkhardsfelden 0:2 (0:1):So ist Fußball, denn Ballbesitz und die besten Torchancen gewinnen nun mal kein Spiel. Die Gäste aus Burkhardsfelden hatten nach der Niederlage im vorgezogenen Spiel unter der Woche in der Defensive kräftig "Beton" angerührt und konnten selbst beste Torchancen der Gastgeber gemeinsam vereiteln. So scheiterten Amine Raissi (15.) und Hakan Yilmaz gleich mehrfach am "Bollwerk" der Gäste. Den Spielverlauf stellte anschließend Sebastian Leonhard gänzlich auf den Kopf, als er mit dem Pausenpfiff nach einem Eckball zur Halbzeitführung der Sportfreunde traf. Auch nach dem Wechsel bemühte sich die Elf von FC-Trainer Patrick Loeper, dem Spiel eine Wende zu geben. Die Gäste hielten tapfer dagegen und waren mit Kontern gefährlich. Die Gelb-Rote Karte von FC-Stürmer Yilmaz erwies sich jedoch als Rückschritt für die Bemühungen der Heimelf. Die cleveren Gäste nutzten die Überzahl, um mit dem 2:0 von Albin Dzemali kurz vor Spielende den "Sack" endgültig zuzumachen. "In dem Spiel haben wir uns quasi selbst geschlagen", lautete das ernüchternde Fazit von Co-Trainer Serkan Demir.

TSG Wieseck - ASV Gießen 0:1 (0:0):Die Wiesecker mussten ohne ihren Torjäger Jean-Claude Günther im Derby gegen das Team aus der Weststadt vor gut 100 Zuschauern auskommen. Nach acht Minuten verfehlte Lars Stingl das leere Tor und verpasste damit die TSG-Führung. Kian Feriduni traf mit der nächsten TSG-Torchance nur den Pfosten des ASV-Tores, bevor auf der Gegenseite erstmals die Gefährlichkeit von ASV-Stürmer Kevin Rennert aufblitzte, der aber einen Fehler von Heimtorwart Nick Reuschling nicht nutzen konnte. TSG-Neuzugang Yannic Koch hatte die beste Torchance der ersten Hälfte, als er nach einem Alleingang an Gästetorwart Daniel Rademacher scheiterte.

In der zweiten Hälfte hatten beide Teams die Chance, in Führung zu gehen, die beste besaß wieder auf Seiten der Gäste Rennert, der einen Freistoß an die Torlatte "nagelte" (57.). Auf der Gegenseite fehlte bei den Wieseckern der letzte entscheidende Kick, um den Ball auch über die Linie zu bekommen. Zehn Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung, als Rennert eine verunglückte Rückgabe aufnehmen konnte und an TSG-Keeper Reuschling vorbei den Siegtreffer erzielte. Während sich die Gastgeber damit quasi selbst besiegten, wird der ASV noch viel Freude am "Ausnahmestürmer" Rennert haben.

SG Schwalmstadt - SG Obbornhofen/Bellersheim 0:1 (0:0):Die gastgebende SG hat es sicher auch in dieser Saison schwer zu bestehen, gab sich aber gegen das ambitionierte Team aus den Hungener Stadtteilen redlich Mühe. Mehr als eine torlose erste Hälfte, in der die Gäste die größeren Spielanteile hatten, sollte aber nicht heraus kommen. Auch wenn der Siegtreffer von Patrick Werner aus einem abgefälschten 20-Meter-Schuss resultierte, hatte die Heimelf zu wenige eigene Torchancen um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zudem konnte sich die SG bei Keeper Daniel Rakow bedanken, der bei weiteren Torchancen der Obbornhofener einen höheren Rückstand verhinderte.

SV Hattendorf - FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod 1:1 (0:0):Beide Teams zeigten eine gute Partie, die sehr intensiv geführt wurde und mit hohem Tempo bis in die Schlussphase nach einem Sieger suchte, der aber nicht gefunden wurde.

Schon in der torlosen ersten Hälfte versäumte es das Heimteam, aus dem zeitweisen Übergewicht Kapital zu schlagen. Yves Kutzschbach scheiterte mit einem Kopfball, während Mehmed Omerovic und Anton Ruzek ihre guten Torchancen zur Hattendorfer Führung ebenfalls liegen ließen. Aber auch die Grünberger FSG war gefährlich, scheiterte jedoch mit einem Pfostenschuss.

Nach der Pause bot sich das gleiche Bild, denn kein Team wollte aufstecken. Ein langer Ball der Grünberger FSG sorgte dann für den gerechten Ausgleich, den Niklas Zenner aufnahm und mit seiner Kaltschnäuzigkeit und dem 1:1-Endstand veredelte. Unter dem Strich ein gerechtes Remis.

(mcl/maz). Endlich wieder Kreisoberliga-Fußball! Nach halbjähriger Corona-Zwangspause überwog bei den heimischen Amateurfußballern Spiel- und Lauffreude. Aufsteiger FSG Lumda/Geilshausen setzte mit dem Heim-5:2 gegen Nachbar SG Treis/Allendorf/Lda. gleich ein Ausrufezeichen. Auch die SG Birklar hatte in einem Derby - 1:0 bei der FSG Bessingen/Ettingshausen - das bessere Ende für sich.

TSG Leihgestern - SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod 1:3 (1:0):"Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt und das 0:1 noch gedreht", zeigte sich Gäste-Trainer Steffen Fink zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

In einer offensiv geführten Partie vor gut 120 Zuschauern erhielt Leihgestern nach 13 Minuten einen Foulelfmeter, den Christoph Dietrich zum 1:0 verwandelte. Bis zur Halbzeit erspielte sich die TSG weitere Gelegenheiten, aber weder Niklas Port (14./36.) noch Daniel Horn (42.) konnten den Ball im Gäste-Tor unterbringen.

Auch nach Wiederanpfiff nutzte Leihgestern seine Chancen nicht, während sich die Dreier-SG umso effizienter präsentierte: In der 66. Minute war es SGAES-Kapitän Julian Kraft, der mit einem Flachschuss aus 20 Metern das 1:1 erzielte. Beflügelt durch den Ausgleich wurde die SGAES immer stärker und sorgte schließlich mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten für die Entscheidung: Zunächst verlängerte Henrik Mohr eine Ecke von Julian Schaub ins Tor (71.), ehe wiederum Schaub mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:3-Endstand traf (74.).

TSV Klein-Linden - FSG Homberg/Ober-Ofleiden 2:2 (2:0):"Die erste Halbzeit waren wir besser. Nach der starken zweiten Halbzeit der Gäste sind wir aber froh über den Punktgewinn", erklärte TSV-Sprecher Jan Römer.

Klein-Linden kam gut in die Partie und belohnte sich nach 24 Minuten mit dem Führungstreffer durch Eric Schneider. Der Gastgeber ließ jedoch nicht locker und baute wenig später seine Führung durch Tim Trzenschiok aus, der zuvor von Simon Hassler freigespielt worden war. Ein Wermutstropfen für Klein-Linden war allerdings das verletzungsbedingte Ausscheiden von Marco Knauss, der zur Halbzeit durch Marcel Damm ersetzt werden musste.

Nach Wiederanpfiff bot sich den 125 Zuschauern jedoch ein anderes Bild: Homberg/Ober-Ofleiden war nun die klar bessere Mannschaft und schnürte Klein-Linden in der eigenen Hälfte ein. Demir Cokovic per Foulelfmeter (58.) und Felix Höck (73.) glichen für die FSG aus, der Siegtreffer gelang allerdings nicht mehr.

"Wir haben Glück gehabt, dass Homberg sowohl Pfosten und Latte getroffen hat. Der Dank gilt aber auch Daniel Bäcker, der mehrfach stark gehalten hat", lobte Römer den Schlussmann der FSG.

TSV Großen-Linden - SG Trohe/Alten-Buseck 1:1 (1:0):Die junge Truppe von Gastgeber Großen-Linden erwischte einen guten Start und setzte die Gäste aus Buseck mit einem guten Pressing unter Druck. Aus diesem Übergewicht resultierte dann auch der TSV-Führungstreffer. Ein Zuspiel ins Zentrum der Gästedefensive nahm Stürmer Leonardo Auvanis gekonnt mit der Brust an und vollendete per Drehschuss zum 1:0 der Lindener. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams mit einem hohen kämpferischen Niveau.

Gästetrainer Rico Michels schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die SG kam druckvoller aus der Kabine. Es dauert jedoch bis in die Schlussviertelstunde, als Jan Patrick Kaus eine Flanke von der rechten Seite am langen Pfosten eiskalt zum 1:1-Ausgleich nutzte. Im weiteren Verlauf zollten beide Teams dem hohen Tempo der Begegnung Tribut, sodass weitere Höhepunkte ausblieben.

FSG Lumda/Geilshausen - SG Treis/Allendorf/Lda. 5:2 (3:2):In tollen Derbyumgebung lieferten sich beide Teams ein packendes Spiel, in dem der mögliche Favorit SG Treis/Allendorf/Lda. als letztjähriger Tabellenzweiter den Aufsteiger ein wenig unterschätzte. Dennoch dominierten die Gäste die Anfangsphase, was Torjäger Artur Schwabauer auch nach wenigen Minuten zur Führung nutzte. Vom Anstoß weg erfolgte die Antwort des Aufsteigers. Langer Ball auf Links - Flanke - und Kilian Röhmig erzielt im Fallen den 1:1-Ausgleich. Die nächste Chance nutzten wieder die Gäste, als nach einem Einwurf Thomas Diehl keine Mühe mit der wiederholten Führung hatte. Das Heimteam benötigte nun etwas Zeit, die richtige Antwort zu finden. Nach Steilpass auf die Grundlinie konnte Fabrice Römer die Hereingabe am langen Pfosten zum 2:2-Ausgleich nutzen. Nun war die Heimelf wieder im Spiel und nach Flanke von Röhmig erzielte "Oldie und langjähriger Goalgetter" Patrick Sagrauske die umjubelte 3:2-Pausenführung der FSG per Volleyabnahme.

Der Knackpunkt der Partie folgte kurz nach der Pause, als nach einem Einwurf Sagrauske seinem Teamkollegen Röhmig in den Lauf spielte, der mit dem 4:2 keine Mühe hatte. Von den Gästen kam nun nicht mehr viel. Nach Vorarbeit von Römer setzte Sagrauske mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 dann früh den Schlusspunkt und sorgte für die Überraschung.

FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf - SG Birklar 0:1 (0:0):Im Duell der Aufsteiger, zudem ein Nachbarschaftsderby war, präsentierten sich beide Teams auf Augenhöhe. Zunächst besaß Ettingshausen/Bessingen die besseren Gelegenheiten, doch sowohl Christoph Gröbl als auch Neuzugang Dominik Bender scheiterten. Im weiteren Verlauf war der Aufwand beider Teams enorm, um auf beiden Seiten die Torchancen gering zu halten. Kurz vor der Pause bracht Bender durch und konnte von Trimor Berischa nur regelwidrig gestoppt werden, was die Rote Karte für den Birklarer zur Folge hatte.

Nach dem Wechsel versuchte die gastgebende FSG den Druck zu erhöhen, doch da einige Offensivkräfte fehlten, gelang das nur ansatzweise. Auf der Gegenseite war Birklar bei Kontern immer wieder gefährlich. In einer unübersichtlichen Situation stocherte der Birklarer Sidon Beyene den Ball Richtung Tor und ein im Tor liegender FSG-Spieler klärte den Ball vermeintlich vor der Linie - dennoch entschied der Schiedsrichter auf Tor. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Thomas Sekular nach einem Eckball, sodass es beim knappen Birklarer Derbyerfolg blieb.

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