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»Kellerduell« und Derby

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Treffen am Sonntag wieder aufeinander: Elena Schuch (l.) erwartet mit ihrer HSG Kleenheim-Langgöns Svenja Mohr und die HSG Lumdatal. © Oliver Vogler

(mol). Gut drei Wochen ist das neue Jahr erst alt, da hält Staffel D der 3. Frauenhandball-Liga auch schon das zweite Mittelhessen-Derby der Saison bereit. Schauplatz ist am Sonntagabend (17 Uhr) die Weidig-Sporthalle in Oberkleen, wenn die gastgebende HSG Kleenheim-Langgöns und die HSG Lumdatal aufeinandertreffen. Rein tabellarisch wartet dann das »Kellerduell« des Tabellenvorletzten gegen den Letzten, das im September in Rabenau-Londorf mit einer Punkteteilung endete.

Während der Zähler im damaligen Aufeinandertreffen für den Gastgeber aus Lumdatal der allererste in Deutschlands dritthöchster Spielklasse war, waren die damals noch von Marc Langenbach trainierten Kleebachtalerinnen nach dem 21:21 doch schwer enttäuscht. Von daher will die SGK unbedingt am Sonntag daran arbeiten, den schwachen Eindruck des Hinrundenspiels vergessen zu machen.

»Ein Derby, das im Zeichen des Abstiegskampfes steht, hätte unter normalen Umständen sicherlich 600 Zuschauer verdient. Mal schauen, was das Pandemiegeschehen am Wochenende zulässt«, so der Kleenheim-Langgönser Trainer Martin Saul, der aber auch auf das Sportliche eingeht und sich natürlich einen Sieg erhofft, um nach dem 22:22 zum Jahresauftakt beim TuS Königsdorf am vergangenen Wochenende nun den nächsten Schritt aus dem »Tabellenkeller« zu machen. »Wir wollen natürlich versuchen, die Scharte aus dem Hinrundenspiel auszuwetzen. Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie die jungen Spielerinnen das am Sonntag hinbekommen!« Aller Voraussicht nach kann Saul bei Vorhaben, den zweiten Saisonsieg zu feiern, auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Einzig hinter der angeschlagenen Rückraumspielerin Neira Midzic steht noch ein Fragezeichen.

Zwei Saisonsiege eingefahren hat bereits die HSG Lumdatal, den letzten dieser beiden ausgerechnet in der letzten Partie 2021, als das Team von Marcel Köhler die HSG Gedern/Nidda in einem weiteren hessischen Duell mit 23:22 niederringen konnte. Danach war beim Tabellenletzten aber eher Schonung angesagt. »Wir haben wirklich eine lange Pause um Weihnachten und Neujahr herum gemacht. Zum einen natürlich, um die Köpfe freizubekommen. Das war schon sehr wichtig. Zum anderen geht die Saison ja doch noch recht lange, da war das mal nötig«, beschreibt der HSG-Coach. Dieser sieht auf Kleenheimer Seite zumindest einen kleinen Vorteil darin, dass die SGK am vergangenen Wochenende schon ein Pflichtspiel absolvieren konnte. »Für uns wird es daher darum gehen, möglichst schnell in den Wettkampfmodus zu kommen. Ganz entscheidend wird wieder sein, dass wir eine aggressive Abwehr aufs Parkett bekommen und die Fehlerzahl möglichst gering halten, so wie es uns gegen Gedern/Nidda gelungen ist«, so Köhler, der im Derby am Sonntag wohl ebenso auf seinen gesamten Kader wird zurückgreifen können.

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