Kellerduell in Hüttenberg

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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(pie). In der Frauenhandball-Landesliga sind die mittelhessischen Teams allesamt am Samstag im Einsatz. Zum Derby und Kellerduell erwartet der TV Hüttenberg II die SG Kleenheim-Langgöns II. Die HSG Wettenberg trifft auf die TSG Eddersheim II, während Spitzenreiter TSG Leihgestern Schlusslicht HSG Sindlingen/Zeilsheim empfängt.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Sa., 15.30 Uhr, Sporthalle Elsäßer Platz):Dutenhofen/Münchholzhausen ist mit 6:0 Punkten gut ins neue Jahr gestartet und hat sich dadurch auf dem dritten Tabellenplatz etabliert. "Wir wissen allerdings, dass die Trauben in Wiesbaden sehr hoch hängen", warnt HSG-Trainer Sebastian Roth. Wiesbaden hat mit Annika Hermenau eine Ausnahmespielerin in seinen Reihen, die immer in der Lage ist, ein Spiel zu entscheiden. "Die Eintracht übt sehr großen Druck aus dem Rückraum auf, da heißt es, früh dagegenzugehen. Das wird ein sehr körperliches Spiel, das hat das Hinspiel gezeigt", erinnert sich Roth. "Wir müssen alles aufbieten, fahren aber sicher nicht chancenlos nach Wiesbaden."

TV Hüttenberg II - HSG Kleenheim-Langgöns II (Sa., 16 Uhr, Sporthalle Hüttenberg):Beide Teams stecken im Tabellenkeller, was die Brisanz des Derbys zusätzlich unterstreicht, wobei die Gäste mit zumindest drei Siegen und vier Unentschieden die um zwei Punkte bessere Bilanz aufweisen. Hüttenberg geht mit einer 16:31-Klatsche in Wettenberg im Rücken an die nächste Aufgabe, hat dazu noch die Verletzung von Kira Rüpprich zu schultern, die Vorzeichen könnten für den TVH kaum schlechter sein. "Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, die Wettenberg mit Gegenstößen bestraft hat", erklärte Hüttenbergs Coach Stefan Mappes. "Und die Verteidigung ließ auch zu wünschen übrig." Die Spielgemeinschaft aus dem Kleebachtal hatte eine knappe Niederlage gegen Idstein kassiert, dementsprechend ist auch Trainer Christian Manderla auf Wiedergutmachung bedacht. "Ich wünsche mir auf jeden Fall ein anderes Gesicht meiner Mannschaft im Abwehrverband. Jeder sollte wissen, was die Uhr bei so einem Spiel geschlagen hat." Aus seiner Sicht sprechen die Argumente für Hüttenberg, weil der TVH Heimvorteil genießt und das Hinspiel gewonnen hat. "Aber wir haben in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, dass wir auswärts eigentlich noch mal einen Tick mehr abrufen können als in den Heimspielen."

HSG Wettenberg II - TSG Eddersheim II (Samstag 16 Uhr, Eduard-David-Halle Krofdorf):Wettenbergs Trainer Henrik Schneider dürfte mit Grausen an das Hinspiel in Eddersheim denken, wenn er sagt: "Da haben wir in der ersten Halbzeit die schlechtesten 30 Minuten der ganzen Runde abgeliefert." Mit 8:17 lag man zur Pause zurück, konnte sich im zweiten Durchgang zwar fangen, den Rückstand aber nicht mehr aufholen. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Hüttenberg ist Wettenberg punktgleich hinter Eddersheim Sechster. "Diese Woche wollen wir den Platz tauschen", gibt Schneider die Marschroute aus. Das Ziel Klassenerhalt rückt immer näher, der Druck ist nach zwei Siegen in Serie ein wenig raus. Gegen die TSG gilt es, in der Abwehr vor allem das Spiel zwischen Rückraum und Kreis einzudämmen und Goalgetterin Jasmin Rühl gut zu verteidigen.

TSG Leihgestern - HSG Sindlingen/Zeilsheim (Sa., 18 Uhr, Stadthalle Linden):Im Spiel Erster gegen Letzter kann das Motto von Tabellenprimus Leihgestern nur lauten, den Gegner nicht zu unterschätzen und konzentriert zur Sache zu gehen. "Wir wollen hoch motiviert ins Spiel gehen und uns vielleicht auch ein bisschen den Frust über den verlorenen Punkt in Eibelshausen von der Seele spielen", erklärte Trainerin Jonna Jensen. Die junge Truppe aus Sindlingen und Zeilsheim hat bisher nur zwei Siege (gegen Hüttenberg und Kleenheim) auf dem Konto und wurde im Hinspiel mit 38:21 aus der eigenen Halle geschossen. Bei der TSG ist der Einsatz von Top-Torjägerin Kristin Steinhaus fraglich.

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