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Keine Zeit zum Verschnaufen

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(mn). Drei Punkte gewonnen, oder drei Zähler weggeworfen? Harry Lange, der Trainer, spricht von »Stolz«, aber auch von »Verärgerung.« Seine Mannschaft hatte gegen Dresden (2:1 nach Verlängerung) und Frankfurt (1:2 nach Verlängerung) zweimal positiv überrascht, sich aber nicht belohnt. Vor allem das »Wie« beim Derby am Main schmerze. »So dürfen wir das nicht aus der Hand geben«, sagt Lange, richtete den Blick aber schon wieder nach vorne.

Am Dienstag (19.30 Uhr) spielen die Hessen in Bad Tölz - und der Tabellensiebte der Deutschen Eishockey-Liga 2 soll auf Distanz gehalten werden.

»Dass wir trotz der Ausfälle so aufgetreten sind, spricht für die Qualität der Mannschaft. Aber in Bad Tölz beginnt alles wieder bei null, da können wir uns nicht auf dem Wochenende ausruhen«, sagt Lange. In 120 Wochenend-Minuten gegen zwei Top-Klubs hatte Bad Nauheim nur zwei Gegentore bekommen. »Die Jungs haben das mannschaftlich-kompakt gut gemacht.« Ein Lob gab es für Mick Köhler, der als Verteidiger ausgeholfen hat, und Leon Hafenrichter, der erst sein sechstes Spiel bei den Profis bestritten hat und den gestandenen Verteidigern Pausen gönnte. Offensiv fehlt dagegen nach wie vor die Leichtigkeit, die die Mannschaft in den ersten Saisonwochen hatte. In den letzten sieben Partien erzielte Bad Nauheim nur zweimal mehr als zwei Tore. »Ja, wir müssen wieder mehr auf ein dreckiges Tor hinarbeiten, einen Treffer erzwingen wollen. An Chancen mangelt es uns nicht - wir müssen das eben auch ausnutzen.«

Der Sport steht derweil bei den Tölzer Löwen im Hintergrund. Mitte letzter Woche war zunächst Simon Rentel entlassen worden. Dem Pressesprecher wird - wie aus einem Bericht des Tölzer Kurier hervorgeht - vorgeworfen, Interna gesammelt und mit einem 24-seitigen Dossier - gespickt mit angeblichen Verfehlungen von Geschäftsführer Jürgen Rumrich - bei ECT-Präsident Hubert Hörmann vorstellig geworden zu sein. »Loyalität nach außen, Kritik nach innen, das ist völlig in Ordnung. Aber seinen Chef auszuspionieren und bei mir anzuschwärzen, das geht überhaupt nicht«, wird Hörmann in dem Artikel zitiert. Am Wochenende hat sich Birgitt Breiter verabschiedet. Fünf Jahre lang hatte die Fachanwältin für Insolvenzrecht den Klub begleitet. Sportlich gab’s am Wochenende zwei Niederlagen. Einem 2:3 nach Verlängerung in Kaufbeuren folgte ein 1:5 gegen Crimmitschau.

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