Für Sascha Korb und seinen 1. FC Schweinfurt 05 wird es keine Spielzeit 2020/2021 geben. In Bayern hat man entschieden, die aktuelle Spielzeit auf jeden Fall wiederaufzunehmen. FOTO: IMAGO
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Für Sascha Korb und seinen 1. FC Schweinfurt 05 wird es keine Spielzeit 2020/2021 geben. In Bayern hat man entschieden, die aktuelle Spielzeit auf jeden Fall wiederaufzunehmen. FOTO: IMAGO

Keine Saison 20/21 in Bayern

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(dpa). In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser weitreichenden Entscheidung ist eine vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Coronavirus-Pandemie gekommen. Das Votum des Gremiums sei einstimmig ausgefallen, wie der BFV am Samstag mitteilte.

Die kommende Spielzeit bei Männern und Frauen könne aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Spieltermine nicht stattfinden, hieß es zur Begründung. Die Arbeitsgruppe habe zudem vorgeschlagen, die aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt. Wie im Jugendbereich verfahren wird, soll in Kürze mitgeteilt werden.

Der Spielbetrieb in der aktuell unterbrochenen Saison kann frühestens im September wiederaufgenommen werden. Diese soll unter anderem aus sportlichen Erwägungen (Stichwort Auf- und Abstieg) unbedingt zu Ende gespielt werden. Für den Großteil der Ligen stehen noch zehn bis 17 reguläre Spieltermine auf dem Programm. Dazukommen Platzierungs- und Entscheidungsspiele. Außerdem hätten etliche Vereine noch Pokalspiele zu bestreiten.

Witterungsbedingt muss eine Saison in Bayern im Winter lange unterbrochen werden. Aktuell steht laut BFV außerdem nicht fest, ob der Spielbetrieb im Amateurbereich überhaupt ab September wieder zugelassen werde. Spiele unter der Woche oder am Abend seien für viele Vereine und Amateurspieler nur im Einzelfall zu absolvieren.

Die Arbeitsgruppe habe sich unter mehrheitlicher Beteiligung von Vereinsvertretern darum dazu entschlossen, das Saisonfinale in jedem Falle im Frühling 2021 durchzuführen. Auf diesem Weg soll gewährleistet werden, den Vereinen und deren Zuschauern gesicherte Termine für die attraktivsten Spiele des Jahres bieten zu können. Allerdings hob der BFV auch hervor, dass der neue Rahmenspielplan "unter den Vorbehalt des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie" zu stellen sei.

Nachgedacht wird bereits über ein mögliches Zusatzangebot zum regulären Ligenspielbetrieb. Das könnte etwa ein modifizierter Pokalwettbewerb mit Gruppenspielen oder auch eine Art Playoff-Runde sein. Damit soll sich die Arbeitsgruppe nun im zweiten Schritt beschäftigen.

Runde in Bremen wird abgebrochen

Der Bremer Fußball-Verband (BFV) hat derweil auf einem außerordentlichen Verbandstag den Abbruch der Saison 2019/20 beschlossen. In sämtlichen Spielklassen des BFV mit Ausnahme der Landespokalwettbewerbe der Herren, Frauen und A-Junioren wird die Spielzeit wegen der Corona-Krise abgebrochen, wie der Verband mitteilte. Die Saison wird nach einer Quotenregelung gewertet, sportliche Absteiger gibt es nicht. Bei den Spielen der Junioren und Juniorinnen wird die Abschluss-tabelle der Winterrunde 2019 als Abschlusstabelle der Saison 2019/2020 gewertet.

Beim Lotto-Pokal der Herren soll der BFV-Beirat in Absprache mit den Behörden und den betroffenen Vereinen eine Regelung zur Durchführung der noch ausstehenden Spiele treffen. Sollte eine Durchführung aus Infektionsschutzgründen unmöglich sein, beschließt der BFV-Beirat über die Beendigung des Wettbewerbs und darüber, welche Vereine in der neuen Saison am DFB-Pokal teilnehmen. Aktuell stehen noch die beiden Halbfinale aus, die eigentlich am 28. März hatten stattfinden sollen, wegen der Coronavirus-Pandemie aber auf unbestimmte Zeit verlegt wurden.

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